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Nathan Söderblom
Dietz Lange
Nathan Söderblom und seine Zeit

Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 480 Seiten, Gebunden,
978-3-525-57012-8

49,95 EUR
Der große schwedische Denker N. Söderblom (1866–1931) war ein Pionier der vergleichenden Religionswissenschaft, Religionsphilosoph und Theologe, bedeutender schwedischer Erzbischof und Mitbegründer der ökumenischen Bewegung. Seine größten wissenschaftlichen Leistungen sind die Entdeckung des Heiligen als Grundbegriff der Religion und eine neue Interpretation der schriftlosen Religionen. Der Höhepunkt seiner ökumenischen Tätigkeit war die Konferenz in Stockholm 1925.
Seine Theorie der Ökumene – Einheit in Mannigfaltigkeit, friedlicher Wettbewerb und praktische Zusammenarbeit gleichberechtigter, in Lehre und Organisation selbstständig bleibender Kirchengemeinschaften – ist bis heute aktuell. Für seine Bemühungen um den Weltfrieden wurde er 1930 mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnet. Ein großer Teil seines vielseitigen literarischen Werkes ist nur auf Schwedisch zugänglich und deshalb in Deutschland unbekannt. Die bisherige Literatur hat wichtige Aspekte seines Denkens analysiert.
Dietz Lange stellt Söderbloms Denken und Wirken erstmals im Ganzen dar und stützt sich dabei nicht nur auf die Druckschriften, sondern auch auf den umfangreichen Nachlass, vor allem Briefe oder Tagebücher. Das Lebenswerk wird dabei in den biographischen Zusammenhang hineingestellt, in die wissenschaftliche Diskussionslage und allgemeine geistige Situation der Zeit eingeordnet und auf die sozialen, politischen und kirchlichen Verhältnisse der damaligen Welt bezogen. Auf diese Weise soll nicht nur ein Eindruck von Söderbloms weitem internationalem Horizont, sondern auch ein lebendiges Bild der Epoche, in der er gelebt hat, vermittelt werden.
Dietz Lange
Nathan Söderblom
Ausgewählte Werke I. Offenbarung und Religionen

Vandenhoeck & Ruprecht, 2011, 296 Seiten, Gebunden,
978-3-525-57015-9

64,95 EUR
Nathan Söderblom (1866–1931) war 1894–1901 Pfarrer in Paris, 1901–1914 Professor für Allgemeine Religionsgeschichte in Uppsala und Leipzig, danach bis zu seinem Tod Erzbischof von Schweden. Als Entdecker des Heiligen als Zentralbegriffs aller Religion und Begründer einer methodisch fundierten vergleichenden Religionswissenschaft war er einer der bedeutendsten Vertreter seines Fachs. Als Theologe verstand er Grundzüge von Luthers Denken sowohl mit moderner wissenschaftlicher Theologie als auch mit dem Erbe der Erweckung zu einer originellen Einheit zu verbinden, die bis heute von Interesse ist. Als Initiator der ersten großen ökumenischen Konferenz in Stockholm 1925 und als unermüdlicher Kämpfer für den Frieden in und nach dem I. Weltkrieg sowie als Organisator vielfältiger humanitärer Hilfsaktionen hat er sich große Verdienste erworben, die 1930 durch die Verleihung des Friedensnobelpreises gewürdigt wurden.
Söderblom hat zu Lebzeiten weit über Schweden hinaus großen Einfluss ausgeübt. Dennoch trat sein Wirken nach seinem Tod bald in den Schatten einerseits der sich immer stärker durchsetzenden Dialektischen Theologie, andererseits der politischen Umwälzungen. Doch in den inzwischen wieder völlig veränderten geistigen und sozialen Verhältnissen könnten viele seiner oft weit über seine Zeit hinausweisenden Gedanken über den religiösen Pluralismus und die Ökumene, aber auch über die heutige Bedeutung des Kreuzes Jesu auf fruchtbaren Boden fallen. Dafür die Voraussetzungen zu schaffen, können die Übersetzungen von Dietz Lange dienen, deren erster Band hier vorliegt. Lange macht damit einige von Söderbloms wichtigsten Werken erstmals außerhalb des skandinavischen Raumes zugänglich. Die Auswahl gewährleistet, dass die Hauptgebiete seiner literarischen Produktion angemessen repräsentiert sind.
Dietz Lange
Nathan Söderblom
Brev – Lettres – Briefe – Letters. A selection from his correspondence

Vandenhoeck & Ruprecht, 2006, 528 Seiten, Gebunden,
978-3-525-60005-4

114,00 EUR
Lars Olof Jonathan (Nathan) Söderblom (15.1.1866–12.07.1931) gilt als Kirchenvater der Ökumene. Die Edition präsentiert die bisher unveröffentlichten Briefwechsel des Erzbischofs und Nobelpreisträgers (Ökumene und Weltfrieden, 1930) mit Kirchenführern, Theologen, Politikern, Journalisten und Künstlern, Menschen wie Albert Schweitzer oder Selma Lagerlöf.
Bis 1914 lehrte der Professor für Religionsgeschichte an der Universität Uppsala, ab 1912 war er erster Lehrstuhlinhaber dieses Faches an der Universität Leipzig. Mit den führenden Gestalten der Ökumenischen Bewegung früh in Kontakt gekommen, bemühte er sich während des Ersten Weltkrieges vielfach um Versöhnung der Krieg führenden Nationen und organisierte 1925 die Stockholmer Weltkirchenkonferenz
Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 12.12.2011, RGL