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animate theologies, Herder Verlag |
Die Reihe animate theologies zielt darauf ab, Beiträge zu einer
postanthropozentrischen Theologie zu versammeln: Erkenntnisse der
Human-Animal Studies bzw. der Critical Animal Studies und der modernen
Ethologie sollen systematisch mit den Formen und Normen der
theologischen Theoriebildung in ein produktives Gespräch gebracht
werden. Dieser „Theorie-Import“ soll die Theologie herausfordern, zu
einer kritischen Relektüre der biblischen Quellen und der theologischen
Tradition anregen, zugleich aber auch die oft übersehenen Ressourcen der
Theologie für eine multispeziesfähige Gesellschaft neu zur Geltung
kommen lassen. Damit setzt sich die Reihe ein dreifaches Ziel: Sie
dokumentiert und problematisiert den Diskussionsstand einer zunehmend
‚tier-fähigen‘ Theologie (vgl. animate theologies.dialogue) und
konsolidiert zugleich den aktuellen Forschungsstand in Form von
Einzelstudien (vgl. animate theologies.focus). Vermittelt wird dieses
Anliegen nicht zuletzt durch essayistische, auch für ein allgemeines
Publikum verständliche Explorationen, die die Grenzen des traditionellen
Wissenschaftsverständnisses im Angesicht der außermenschlichen Welt
kreativ ausloten (vgl. animate theologies.explorations). Die Reihe
animate theologies unterteilt sich somit in drei Rubriken: animate
theologies.focus: Monographien, Einzelstudien, Qualifikationsschriften
(Promotionen, Habilitationen) animate theologies.dialogue:
Sammelbände, Handbücher, Kompendien, Konferenzbände, Textbücher
animate theologies.explorations: Essays, Literarisches, Miszellen,
Poesie, Manifeste, etc. Publikationen sind sowohl in englischer als
auch deutscher Sprache möglich. In Sammelbänden können beide Sprachen
abgebildet werden. |
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Frieda Kries Mut zum Sein in der ökologischen Krise
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2026, 124 Seiten, Hardcover,
978-3-534-64373-8 40,00 EUR
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animate theologies Band 11
Eine fundamentaltheologische Analyse von Klimaangst mit
Paul Tillich Der Begriff Klimaangst
beschreibt die existentielle Verunsicherung angesichts des Klimawandels.
Die ökologische Krise offenbart eigene Schuld, bedroht Sinnentwürfe und
gefährdet Leben. Wie kann ein Mut aussehen, der Klimaangst nicht
verdrängt, sondern bejaht und als transformative Kraft nachhaltiges und
solidarisches Handeln bewirkt? In Anlehnung an Überlegungen des
Religionsphilosophen Paul Tillich argumentiert Frieda Kries für eine
mutige Haltung als Zielperspektive. Auch für die akademische Theologie
gilt dann: Sie muss das Hoffen wieder lernen. |
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Julia Enxing Dialoge über Gott, Tiere und Verletzlichkeit
animate theologies 10 Wissenschaftliche
Buchgesellschaft, 2026, 300 Seiten, Hardcover, 978-3-534-64334-9
50,00 EUR
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animate theologies Band 10
Tiertheologie aus der Nische geholt Wie kommt man dazu, Tiere in die
Mitte der Theologie zu rücken? Vier Theolog:innen rekonstruieren in
diesem Band ihre je eigenen biographischen, intellektuellen und
fachlichen Zugänge zu einem Thema, das sie nicht mehr loslässt. In ihrem
Werkstattgespräch wird deutlich, dass die Perspektive auf die Tierwelten
nicht lediglich ein zusätzliches Spezialthema darstellt, sondern die
Grundkoordinaten theologischen Denkens insgesamt neu justiert. Wie
hängt die globale ökologische Krise mit der Frage nach dem Verhältnis
von Tieren und Menschen zusammen? Wie politisch ist die Diskussion um
Tiere? Was bedeutet es, wenn auch extrem rechte Kreise sich des Themas
annehmen? Wie denken wir über die Verletzlichkeit von Lebewesen in der
Natur nach, über Leben, Sterben und Töten – und zwar nicht nur natur-
oder kulturwissenschaftlich, sondern ausdrücklich theologisch: im
Horizont der Gottesfrage? Und was folgt daraus für eine Theologie, die
sich den Verwerfungen des Anthropozäns nicht entziehen will ? Das Buch
präsentiert keine abgeschlossenen Resultate und kein systematisch
beruhigtes Lehrgebäude. Gerade darin liegt seine besondere Qualität: Es
zeigt Theologie im Modus ihrer Entstehung, als einen offenen, suchenden
und mitunter auch kontroversen Denkprozess, und zieht die Leser:innen in
eine ebenso aktuelle wie grundlegende Debatte hinein. Die vier
Theolog:innen aus Bochum, Bonn, Aachen und Dortmund sind in ihren
Bewertungen, Akzentsetzungen und methodischen Zugängen nicht einer
Meinung. Sie nähern sich gemeinsamen Fragen aus unterschiedlichen
Perspektiven. Sie teilen Gedanken über Pessimismus und Apokalyptik. Ist
eine Theologie der Tiere utopisch – in einem guten oder in einem
zweifelhaften Sinn? Sie erörtern die Bedeutung der Bibel in dieser
modernen Diskussion. Sie zeigen, wie Tiertheologie und ökologische
Theologie die großen Themen verändert: die Frage nach Schöpfung, nach
Erlösung, nach Vollendung. Vor allem aber wird deutlich, dass die
Gottesfrage selbst unter den Bedingungen der Gegenwart nicht mehr
angemessen gestellt werden kann, wenn die Tierwelt weiterhin an den Rand
theologischer Aufmerksamkeit gedrängt wird. Damit ist dieses Buch
mehr als eine Einführung in ein neues Forschungsfeld: Es ist ein
Dokument gegenwärtiger theologischer Selbstverständigung, das vorführt,
wie sehr die Auseinandersetzung mit der Tierwelt die Theologie
herausfordert, irritiert und zugleich erneuert. |
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Cornelia Mügge Mensch-Tier-Frieden – eine (realistische)
Utopie? Utopisches Denken und Mensch-Tier-Beziehungen
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2026, 362 Seiten, Hardcover,
978-3-534-64332-5 56,00 EUR
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animate theologies Band 9
Eine bessere Zukunft für Menschen und Tiere imaginieren Man stelle
sich vor, es gäbe eine Gesellschaft, in der Menschen und Tiere friedlich
zusammenleben. Ist eine solche Vorstellung nur ein realitätsfernes
Hirngespinst? Oder können utopische Vorstellungen einer gerechten
Multispeziesgemeinschaft – oder gar Visionen wie die des biblischen
Mensch-Tier-Friedens – gesellschaftliche Relevanz entfalten und bei der
Zukunftsgestaltung helfen? In der Tierethik und den Human-Animal
Studies spielen Utopien bislang kaum eine Rolle und auch in den
Theologien wird dem utopischen Mensch-Tier-Frieden selten Bedeutung für
ethische und gesellschaftliche Fragen zugeschrieben. Dabei können
Utopien durchaus Impulse für reale Veränderungen und gesellschaftliche
Transformation geben. Der Sammelband widmet sich diesen Fragen und lotet
die Möglichkeiten und Chancen ebenso wie die Grenzen und Gefahren von
utopischem Denken aus. Die Beiträge beleuchten aus verschiedenen
Disziplinen und mit vielfältigen Zugangsweisen, welche Rolle Utopien für
das Mensch-Tier-Verhältnis spielen können. Sie untersuchen dafür ein
breites Spektrum an Fragen, das von der biblischen Vision des
Mensch-Tier-Friedens über ökologische Utopien bis hin zur Bedeutung von
Geschichten für die Tierethik reicht. Erörtert wird, wie utopische
Vorstellungen von einer besseren und gerechteren Gesellschaft zur
Transformation des Mensch-Tier-Verhältnisses beitragen können. Zugleich
tritt aber auch immer wieder die Ambivalenz von Utopien hervor – viele
Beiträge machen ausdrücklich auf Grenzen und Gefahren aufmerksam.
Insgesamt wird der Band jedoch von dem Grundtenor getragen, dass Utopien
mehr als realitätsferne Traumbilder sind und reale Veränderungen
anstoßen können. Der Sammelband eröffnet damit einen differenzierten
Blick auf Mensch-Tier-Utopien und zeigt auf, dass und inwiefern diese
einen Beitrag zur Gestaltung einer besseren Zukunft leisten können. Er
bietet: eine interdisziplinäre Perspektive auf die aktuelle Forschung
zu Mensch-Tier-Beziehungen; eine differenzierte Analyse der
Möglichkeiten und Grenzen von Utopien für die Transformation des
Mensch-Tier-Verhältnisses sowie Denkanstöße für eine schöpfungs- und
tiersensible Zukunftsforschung.
Leseprobe |
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Marie Spieker Die Angst der Tiere Eine
interreligiöse Erkundigung in hermeneutischer Absicht
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2024, 166 Seiten, 310 g, Hardcover,
978-3-534-64173-4 42,00 EUR
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animate theologies Band 8
Die „Angst-Zeitschleife“ der Tiere „Ameisen! Geht hinein in eure
Wohnungen, auf dass euch Salomo und seine Heerscharen nicht zertreten“
(Sure 27,18). Die koranische Textstelle richtet einen dringenden Appell
an die Menschen: Tiere sind regelmäßig menschengemachten Gefahren und
Bedrohungen ausgesetzt, weshalb ihr Leben überall und stark von Angst
geprägt ist. Die anthropozentrische Umwelt erfordert bei den Tieren
ständige Wachsamkeit in allen Bereichen ihres Lebens. Dabei hat die
Angst nicht nur einen erheblichen Einfluss auf die Verhaltensweisen der
Tiere. Die „Angst-Zeitschleife“ der Tiere ist eine Folge wie Wirkfaktor
für die Beziehung zwischen den Menschen und den Tieren, denn der Mensch
ist aufgrund seiner herrschenden Rolle der zentrale Feind der Tiere und
je mächtiger der Feind ist, desto mehr Angst erzeugt er. Theologische
Problematisierung der tierlichen Angst: In diesem Band der Reihe
„Animate Theologies“ wird über eine christlich-theologisch motivierte
Koranexegese problematisiert, dass die Religionen durch ihre
anthropozentrischen Überzeugungen an der Angst der Tiere mitwirken und
die Tiertheologie diese Bedeutungsdimension nicht ignorieren kann.
Besonders die Tatsache, dass die Angst der Tiere keine natürliche und
schöpfungsgemäße Lebensform ist, sondern eine Reaktion auf die
Gewalttaten des Menschen, unterstreicht diese Bedeutungsdimension.
Erst die Problematisierung und offenbarungstheologische Reflexion der
tierlichen Angst können eine emotionale Versöhnung zwischen den Menschen
und den Tieren anstoßen, denn immerhin tragen die Religionen zur
Ökologie der Angst bei. Untersuchung eines drängenden Desiderats:
Theologische Relevanz tierlicher Angst Theologische Hervorhebung des
„emotional turn“ der Tierethik Methodologische Einbettung in einen
interreligiösen Fragehorizont Kritische Auseinandersetzung mit der
anthropozentrischen Umwelt gegenüber Tieren Offenbarungstheologische
Reflexion der tierlichen Angst mit ethischen Lösungsansätzen für eine
emotionale Tier-Mensch-Versöhnung
Leseprobe |
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Andreas Krebs Rethinking Theology in the Anthropocene
animate theologies 7 Wissenschaftliche Buchgesellschaft,
2024, 212 Seiten, 366 g, Hardcover, 978-3-534-64169-7
45,00 EUR
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animate theologies diaslogue
Band 7 The Anthropocene as Challenge to Theology The term
“anthropocene” transgresses the demarcation between “nature” and
“culture.” Having its origins in the “natural” sciences and increasingly
becoming part of “cultural” discourses spreading in philosophy,
literature, and the arts, it describes a (geo-)historical situation in
which there is no place left on our planet that has not been radically
reshaped, affected or destroyed by humans. The whole earth has been
“cultivated,” for bad or worse. At the “climax of culture,” however, we
realise how much we have always remained a part of “nature.” All things
and beings on earth are deeply entangled with each other. The excessive
exploitation of more-than-human worlds is also ruining the very
foundation of human life. The extent of this crisis is stimulating
new models and perceptions in both the “natural sciences” and the
“humanities.” The former have substantially contributed to the delusion
that “nature” was independent of humans and that we had complete control
over it. However, “natural” sciences are now revealing a world that is
based not on separation, but rather on intra-relationality,
inter-connectedness, and self-organisation. A complementary trend in the
„humanities“ is discovering the role of non-human agents in the
evolution of human thoughts and practises. What does all this imply
for theology? Traditional Christianity has certainly played a crucial
role in establishing a strict anthropocentrism that has encouraged and
driven the devastation of our planet. But do Christian narratives and
ideas really have no other potential? Is theology capable of a similar
paradigm shift as the contemporary “natural” sciences and “humanities”?
And what would such a transformation of theology amount to? The
contributions of this volume challenge the boundaries of conventional
Christian theology and develop new, creative ideas that meet the
predicaments of our time. Moreover, Jewish and Islamic perspectives
expand the horizon of the anthology beyond Christianity. Also
available as
Open
Access PDF |
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Lisa-Marie Kaiser Jenseits der Schöpfung
Eine Spurensuche nach Tieren in der Eschatologie Wissenschaftliche
Buchgesellschaft, 2023, 140 Seiten, 320 g, Hardcover,
978-3-534-27818-3 40,00 EUR
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animate theologies focus Band 6
Auferstehung, Vollendung, ewiges Leben – auch für Tiere? Die
Tradition verneint die Frage nach Auferstehung, Vollendung und ewigem
Leben für Tiere und reserviert diese Hoffnungsgehalte allein für den
Menschen. Tiertheolog:innen bejahen sie und sprechen auch den Tieren
einen theologischen Ort jenseits der Schöpfung zu. An der Eschatologie
hängt nicht nur unser Umgang mit den Tieren, sondern auch die
Gottesfrage. Denn sollte es dem Gott der Bibel letztendlich wirklich
allein um den Menschen gehen, während er den Rest der lebendigen Welt
dem ewigen Nichts überlässt? Auf verschiedenen Wegen versuchen
Tiertheolog:innen deshalb, Tiere in die eschatologische Hoffnung zu
integrieren. Doch wie tierfähig sind diese Ansätze wirklich, die Tieren
eine unsterbliche Seele, eine den Tod überdauernde Gottesbeziehung, eine
leibliche Auferstehung zusprechen? Inwieweit gelingt ihnen die so
dringende Überwindung des Anthropozentrismus der Eschatologie? Welche
Möglichkeiten bieten die Traditionsbestände für eine
postanthropozentrische eschatologische Hoffnung? Diesen Fragen geht
dieser Band der Reihe "animate theologies" nach. So werden fünf
verschiedene Ansätze tiereschatologischen Denkens vorgestellt und in
Hinblick auf ihre Tierfähigkeit untersucht. Im Fokus steht dabei die
kritische Analyse des implizierten „Tierbegriffs“ einerseits sowie der
zugrundeliegenden eschatologischen Hoffnung andererseits. Dabei zeigt
sich nicht nur, wie tierfähig christliche Eschatologie ist, sondern
auch, wie es um ihre Alteritätsfähigkeit und ihr gegenwartskritisches
Potenzial steht. Das Buch ist auch als
Open
Access-Publikation erhältlich. |
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Davide D'Amico Animals as Social Construction in the
Hebrew Bible Creation, Law, and Sacrifice
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2023, 214 Seiten, 460 g, Hardcover,
978-3-534-30014-3 45,00 EUR
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animate theologies focus Band 5
Animals in Biblical Texts Through the hermeneutical lens of
human-animal studies, this volume explores how biblical texts help
construct a precise image of animals and assign them a precise role
within society. In this regard, three central moments are considered:
(a) Creation narratives: Examining the two creation narratives shows how
these are functional in creating a hierarchy within the animal kingdom,
elevating domestic animals over other animals and positioning humans as
God's privileged interlocutors. (b) Biblical Legislation: The second
part explores how legal codes frame animals as ‘objects’ in a
human-centered relationship, reinforcing a definite hierarchical social
order. However, it also reveals instances where animals assume the role
of ‘legal subjects’ with associated responsibilities. (c) Institution
of sacrifices: The third section explores how sacrifices in the Hebrew
Bible shape the perception of animals and determine their social role. A
comparative approach between ritual texts in Leviticus and references to
sacrifices in prophetic texts opens up different perspectives on the
suffering of animals during sacrifices. Also available as
Open
Access PDF |
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Roman Werner Milch neu denken Zur ethischen
Beurteilung von Kuhmilch-Konsum angesichts von Tierleid und
Mitweltzerstörung Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2023, 276
Seiten, 460 g, Hardcover, 978-3-534-40798-9 48,00 EUR
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animate theologies Band 4
Kuhmilch und Thierethik Überall ist Milch: im Glas und Karton, auf
Pizza, in Kaffee, Kinderdrinks und Keksen; gepriesen als
Qualitätsprodukt heimisch-regionaler Landwirtschaft, am Weltmarkt als
billiger Rohstoff gehandelt. Kleinbäuerlich organisierte Betriebe
weichen der industriellen Erzeugung, die kaum noch Raum für würdevolle
Tierhaltung, grasende Weiderinder und nachhaltige Kreisläufe lässt.
Ernährungsgewohnheiten und Geschmacksvorlieben hindern uns häufig noch
daran, das systematisch hervorgerufene Tierleid und die deutliche
Umweltzerstörung als das zu erkennen, was sie sind: gewichtige Gründe
dafür, den Milchkonsum zu überdenken. Dabei ist die Milch von
Weidetieren heute nicht mehr alternativlos; nährstoffreiche pflanzliche
Erzeugnisse dienen als zugänglicher Ersatz und bieten die Möglichkeit
des komfortablen Umstiegs auf Pflanzen. Tierische Milch auf Rezept
statt mit der Gießkanne für alle Mit akademischer Vor- und gebotener
Umsicht formuliert der Grazer Tierethiker Roman Werner sein Argument für
den weitestgehenden Verzicht auf Milchprodukte. Einzig in seltenen
Ausnahmefällen sollen jene für Menschen hergestellt werden, denen der
Zugang zu validen Alternativen fehlt. Etwa Säuglingen, die nicht an
menschliche Muttermilch kommen, oder Personen, deren
Nahrungsmittel-Palette aufgrund schwerwiegender Krankheiten stark
eingeschränkt ist. Rinder, die in solchen Fällen genutzt würden,
wären auf Gras- und Weideland zu halten sowie respektvoll zu behandeln.
Dies umfasste mitunter die Möglichkeit für Kuh und Kalb, beieinander
bleiben zu dürfen, anstatt zum Zwecke der Profitmaximierung getrennt zu
werden. Und das bedeutete das Weiterleben auch all jener Tiere, die
aufgrund von Geschlecht oder Alter nicht (mehr) rentabel erscheinen.
Das Buch ist auch als
Open
Access-Publikation erhältlich. |
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Henrike Herdramm Die Fremdheit der Tiere Zur
theologischen Konstruktion und Dekonstruktion des Anderen
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2023, 86 Seiten, 220 g, Hardcover,
978-3-534-30012-9 36,00 EUR
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animate theologies Band 3
Die Tiervergessenheit der Theologie verdeutlicht, dass es an der Zeit
ist, Tiere theologisch neu zu denken und den vorherrschenden
Anthropozentrismus zu überwinden. Hierfür ist eine Dekonstruktion des
Anderen notwendig, um bestehende Legitimationen und theologische
Vorannahmen bezüglich der Gewalt an Tieren kritisch zu hinterfragen. In
diesem Band 3 der Reihe „Animate Theologies“ wird die systematisch
konstruierte Andersheit der Tiere und ihre Verstrickung in theologische
und säkulare Denk- und Handlungsmuster dekonstruiert und kritisch
hinterfragt, um den Ausschluss der Tiere aus der Theologie zu
überwinden. Dabei werden (intersektionale) Abwertungsmechanismen
analysiert, die zur Legitimation eines gewaltvollen Umgangs gegenüber
nicht-menschlichen Tieren herangezogen und dabei selten bewusst
wahrgenommen oder hinterfragt werden. Erst diese Dekonstruktion der
bestehenden Verhältnisse ermöglicht es, das theologische Potenzial der
Tiere zu entfalten. Das Buch ist auch als
Open
Access-Publikation erhältlich. |
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Stefano Franchini Vom Affen zum Übermenschen und zurück
Theoretische, historische und literarische Ansätze über
Evolution und Regression Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2023,
274 Seiten, 460 g, Hardcover, 978-3-534-40708-8 46,00
EUR
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animate theologies dialogue
Band 2 Wenn der Mensch vom Affen abstammt, was wird dann aus dem
Menschen? Den Bourgeois des 19. Jh. hätte keine schlimmere Nachricht
treffen können als die, dass er vom Affen abstammt. Ausgerechnet vom
Affen! – diesem grotesken Zerrbild des kultivierten Menschen, von dem in
der damaligen Umgangssprache nur im abschätzigen, diskriminierenden Sinn
die Rede war. Auch die Wahrer der Weltordnung, die Theologen zuerst,
zeigten sich erschüttert. Was war denn nun mit der wohlgefügten Leiter,
die vom Himmel bis in die Unterwelt reichte und dem Menschen einen Platz
nächst Gott, weit über den Tieren zuwies? Ist aus dem Ebenbild Gottes
das Ebenbild des Affen geworden? Die Schockwellen der kulturellen
Erschütterung Wie ein Meteorit schlug die
Evolutionstheorie in die
Geisteswelt ein. Zutiefst getroffen und verletzt war das Konzept des
menschlichen Seins. Wie die Sapiens zur Tierwelt stehen und ob es da
überhaupt einen Unterschied gibt, musste ganz neu bestimmt werden.
Nietzsche zog entschlossen die Linie über den Menschen hinaus und
verkündigte den Übermenschen. Kafka, Benn und Canetti gingen andere,
unvergleichliche Wege. Die neuerfundene Fotografie, darin Spiegel ihrer
Zeit, bekam die Tiere als Objekte vor die Linse und schoss Bilder wie
Jagdschüsse. Kreative Theologen montierten ihre Lehrgebäude um. Die
Anthroposophie schwang sich zu fantastischen Kosmologien auf.
Unterdessen schritt die Industrialisierung der Tierverwertung voran. Die
Frage, wie der Mensch zu seinen tierischen Verwandten steht, ist bis
heute virulent. Reaktionen auf Darwins Abstammungslehre aus
multidisziplinärer Sicht Eine Fundgrube für die human-animal-Debatte
Zukunftsszenarien der Mensch-Tier-Beziehung Kooperation einer
italienisch-deutschen Forschungsgruppe Zwischen „Décréation“ und
Transhumanismus Die zwölf Beiträge des aus einer Tagung in Rom
hervorgegangenen Bandes erörtern über die historische Spurensuche hinaus
die Frage nach der Zukunft der Mensch-Tier-Beziehung. Wäre es gut, wenn
sich die Menschheit abschafft? Oder kann technische Optimierung helfen,
aus der „Affinität“ zu den Tieren herauszukommen? Damit landet der Band
bei der Kernfrage der gegenwärtigen politischen Ökologie. Das Buch
ist auch als
Open
Access-Publikation erhältlich. |
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Julia Enxing Animate Theologies
Ein (un-)mögliches Projekt? Herder Verlag, 2022, 252 Seiten,
978-3-534-45036-7 38,00 EUR
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animate
theologies Band 1 Postanthropozentrische Theologie im
interdisziplinären Dialog Dieser Band bildet den Auftakt zu einer
Publikationsreihe für eine postanthropozentrische Theologie im
interdisziplinären Dialog. Die praktische wie theoretische Anerkennung
nichtmenschlicher Lebewesen gehört zweifellos zu den zentralen
Herausforderungen der Zukunft: Es sind Phänomene wie das Artensterben
und der anthropogene Verlust der Biodiversität, die unerträgliche Gewalt
der ‚industriellen Tierhaltung‘, die nahezu ubiquitäre Missachtung von
anderen Tieren als Subjekten ihres eigenen Lebens und nicht zuletzt die
nach wie vor fehlende politische Berücksichtigung nichtmenschlichen
Lebens, die die Dringlichkeit einer fundamentalen Neuorientierung vor
Augen führen. Auch für die Theologien dürfte ihr Verhältnis zu den
nichtmenschlichen Lebewesen in den kommenden Jahren immer deutlicher als
Entscheidungsfrage über ihre eigene Zukunft erkennbar werden. Das
Buch ist auch al
open
access pdf erhältlich.
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