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Jürgen Habermas 18.6.1929 - 14.3.2026 |
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Jürgen Habermas, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. (1929–2026), war einer der
weltweit einflussreichsten Philosophen und Soziologen der Gegenwart. Er
lehrte unter anderem an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am
Main sowie der University of California in Berkeley. Jürgen Habermas
erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Friedenspreis
des Deutschen Buchhandels (2001) und den Kyoto-Preis (2004) |
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Klaus Viertbauer / Franz Gruber Habermas und die Religion
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2019, 336 Seiten,
Gebunden, 978-3-534-27108-5 29,99 EUR
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Das Verhältnis von Jürgen Habermas zur Religion hat in den
letzten Jahrzehnten einen elementaren Wandel durchlaufen und ist immer
mehr in den Mittelpunkt seiner Arbeit gerückt. Der vorliegende Band
liefert die erste umfassende Untersuchung dieser Entwicklung im Kontext
des allgemeinen philosophischen, theologischen und soziologischen
Diskurses.Jürgen Habermas gilt als einer der wichtigsten deutschen
Intellektuellen der Nachkriegszeit. Wie kein Zweiter prägte er die
politisch-gesellschaftlichen Diskurse der letzten Dekaden und trägt
breitenwirksam zu aktuellen Debatten bei.Seit Ende der 1980er-Jahre
öffnet Habermas sich langsam dem Dialog mit akademischen Vertretern der
Religion. Doch nimmt er Religion nicht einfach als eine soziologische
Kategorie wahr, sondern tritt in einen tiefgreifenden Austausch mit
Theologen und Religionsphilosophen.Der Band analysiert das Verhältnis
von Habermas zur Religion erstmals umfassend und bestimmt es nicht nur
in seiner historisch-genealogischen Tiefe, sondern ordnet es auch in der
gegenwärtigen Diskurslandschaft ein.Für die vorliegende 2. Auflage wurde
der Band durchgesehen und erweitert - so greift er nun auch die
Rezeption der Religionsphilosophie Hegels auf und behandelt das aktuelle
Thema der Bioethik.Mit Beiträgen u.a. von Friedo Ricken, Klaus Müller
und Franz Gruber.
Blick ins Buch |
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Jürgen Habermas / Joseph Ratzinger Dialektik der
Säkularisierung
Über Vernunft und Religion Herder Verlag, 2018, 64 Seiten,
Paperback, 978-3-451-03119-9 10,00 EUR
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Diese beiden Gesprächspartner versprechen eine
Dialogkonstellation, wie man sie sich für Grundsatzreflexionen
menschlicher Existenz spannender kaum denken kann. Beide gehören
zu den größten Denkern der Gegenwart und stehen für eine ganze
intellektuelle Welt: Der Kirchenmann
Joseph
Ratzinger im Gespräch mit dem wohl bedeutendsten
Gegenwartsphilosophen Jürgen
Habermas über Grundlagen einer freiheitlichen und
friedlichen Gesellschaftsordnung. Wie ist zu verhindern, dass
Modernisierung entgleist? Kann Religion der Vernunft Grenzen
setzen - und umgekehrt? Das Thema des Dialogs ist "Vorpolitische
moralische Grundlagen eines freiheitlichen Staates". Es ging
also um die Grundlegung menschenwürdiger Gesellschaft. "Was die
Welt zusammenhält" hatte Kardinal Ratzinger über seinen Text
gesetzt. In einer solchen Fundamentalreflexion werden
Grundannahmen, Axiome, religiöse oder säkulare Letztbegründungen
der eigenen Haltung sichtbar, weil auf den Prüfstand der
öffentlichen Argumentation gestellt. Bei Jürgen Habermas ist
dies die praktische Vernunft eines nachmetaphysischen, säkularen
Denkens, bei Joseph Ratzinger die jeder rationalen
gemeinschaftlichen Festsetzung vorausliegende Wirklichkeit des
Menschen als Geschöpf von seinem Schöpfer her. Die Dokumentation
des berühmten Gesprächs zwischen Jürgen Habermas und Joseph
Ratzinger am 19. Januar 2004 in der Katholischen Akademie Bayern
war auf riesiges Interesse gestoßen, das sich bis heute gehalten
hat. Immer neue Auflagen und viele Übersetzungsanfragen, nicht
zuletzt für außereuropäische Sprachen, legen davon Zeugnis ab.
Die Ausführungen von 2004 haben nichts von ihrer Brisanz
verloren: das Thema bleibt hochaktuell.
Leseprobe |
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Jürgen Habermas Auch eine Geschichte der Philosophie, 2
Bände
Suhrkamp Verlag, 2019, 1775 Seiten, Hardcover,
978-3-518-58734-8 98,00 EUR
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Band 1: Die okzidentale Konstellation von Glauben und Wissen.
Band 2: Vernünftige Freiheit. Spuren des Diskurses über Glauben und
Wissen
Das Buch von Jürgen Habermas ist auch eine Geschichte der
Philosophie. Es gibt im Stil einer Genealogie darüber Auskunft, wie die
heute dominanten Gestalten des westlichen nachmetaphysischen Denkens
entstanden sind. Als Leitfaden dient ihm der Diskurs über Glauben und
Wissen, der aus zwei starken achsenzeitlichen Traditionen im römischen
Kaiserreich hervorgegangen ist. Habermas zeichnet nach, wie sich die
Philosophie sukzessive aus ihrer Symbiose mit der Religion gelöst und
säkularisiert hat. In systematischer Perspektive arbeitet er die
entscheidenden Konflikte, Lernprozesse und Zäsuren heraus sowie die sie
begleitenden Transformationen in Wissenschaft, Recht, Politik und
Gesellschaft.
Leseprobe |
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