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Orientalische Religionen in der Antike (ORA) |
Die Reihe möchte dem Rechnung tragen, dass
die interdisziplinäre Zusammenarbeit wie auch die Einzelforschung
der Bereiche Altes Testament/Palästinawissenschaft, Assyriologie und
Ägyptologie in den letzten Jahrzehnten einen großen Aufschwung
erfahren haben. Sie hat zum Ziel, den religionsgeschichtlichen
Fragestellungen der genannten Bereiche ein eigenes Forum
verschaffen. Es geht dabei sowohl darum, die Verbreitung bereits
anerkannter Ergebnisse zu fördern als auch innovativen Entwicklungen
und Forschungsansätzen Raum zu geben. ORA möchte spezialisierte
Einzelstudien, wie auch breiter angelegte Aufsatz- und Kongressbände
zu einzelnen religionsgeschichtlichen Themen an die
wissenschaftliche und interessierte Öffentlichkeit bringen
Angelika Berlejung ist Professorin für Alttestamentliche
Wissenschaft an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig.
Joachim Quack ist Professor für Ägyptologie an der Universität
Heidelberg.
Annette Zgoll ist Professorin für Altorientalistik an der
Universität Göttingen. |
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Takayoshi Oshima
Babylonian Prayers to Marduk
Mohr Siebeck, 2011, 560 Seiten, Leinen,
978-3-16-150831-8
110,00 EUR
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Takayoshi Oshima präsentiert die erste
umfassende Studie der akkadischen Gebete an den babylonischen Gott
Marduk seit J. Hehns Essay “Hymnen und Gebete an Marduk” (1905). Der
Autor untersucht die vielfältigen Aspekte der akkadischen Gebete zu
verschiedenen Göttern und den Glauben an Marduk als den göttlichen
Erlöser der Menschen. Das Buch enthält sowohl einen aktuellen Katalog
aller babylonischen Gebete an Marduk als auch eine Textedition von 31
antiken Dichtungen. |
Joachim F. Quack
Ägyptische Rituale der griechisch-römischen Zeit
Mohr Siebeck, 2011, 360 Seiten, Leinen,
978-3-16-150418-1
95,00 EUR
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Unter den Hinterlassenschaften der
ägyptischen Kultur nehmen Zeugnisse für Rituale einen hervorragenden
Platz ein. Sie können sowohl monumental auf den Wänden von Tempeln
und Gräbern verewigt sein als auch auf Papyri und Ostraka als
Referenzwerke zur konkreten Anwendung erscheinen. Gerade aus dem
Ägypten der griechisch-römischen Zeit (ca. 330 v. Chr.-200 n. Chr.)
gibt es eine Fülle erhaltener Rituale, die sich durch thematische
Vielfalt (Tempelkult, private Nutzung für Lebende und Verstorbene)
ebenso wie durch ein breites Spektrum der Sprachstufen und
Schriftsysteme auszeichnen. Gleichzeitig herrschen in dieser Zeit
dadurch spezielle Bedingungen, daß der König als offizieller
oberster Ritualherr ein Fremder ist. Die Beiträge dieses Bandes
widmen sich verschiedenen Aspekten dieser Thematik und werden durch
eine Studie zu zeitgleichen Phänomenen in Mesopotamien abgerundet. |
Peter Gemeinhardt
Weltkonstruktionen
Mohr Siebeck, 2010, 242 Seiten, Leinen,
978-3-16-150582-9
79,00 EUR
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Band 5:
Religiöse Weltdeutung zwischen Chaos und Kosmos vom Alten Orient bis
zum Islam
Religion hat mit Gott und der Welt zu tun. Wie Religionen im Alten
Orient, in der griechischen und ägyptischen Antike, im Alten und
Neuen Testament, im spätantiken Christentum und im Islam die Welt
deuten, wird in dem vorliegenden Band im interdisziplinären Gespräch
erörtert. Grundlegende Kategorien der Welterklärung sind Chaos und
Kosmos, Schöpfung und Weltende, himmlische und irdische Welt bzw.
die Welt der Lebenden und die Unterwelt. In zehn Fallstudien fragen
die Autoren nach der Topographie solcher Weltkonstruktionen, wobei
sowohl die Unterschiede zwischen den Deutungsmustern der einzelnen
Religionen als auch die Analogien zu Tage treten. Klar ist: Wer
zwischen dem zweiten Jahrtausend vor und dem ersten Jahrtausend nach
Christus nach der Welt und den in ihr waltenden Mächten fragt, fragt
auch nach der Macht Gottes - und damit nach Ziel und Sinn der Welt.
Mit Beiträgen von:Friederike Herklotz, Wayne Horowitz, Paul A.
Kruger, Todd Lawson, Daniel Ogden, Henrik Pfeiffer, Maria E.
Subtelny, Claus Wilcke, Oda Wischmeyer, Frances Young
Hrsg. v. Peter Gemeinhardt u. Annette Zgoll |
Jan Dietrich
Kollektive Schuld und Haftung
Mohr Siebeck, 2010, 462 Seiten, Leinen,
978-3-16-150353-5
99,00 EUR
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Band 4:
Religions- und rechtsgeschichtliche Studien zum Sündenkuhritus des
Deuteronomiums und zu verwandten Texten
Die exegetische und kulturanthropologische Diskussion um
Sündenbockriten nimmt von Lev 16 ihren Ausgangspunkt, obwohl der
â??Sündenkuhritusâ?? von Dtn 21,1-9 ebenso Anspruch auf Auslegung im
Rahmen dieser Diskussion verdient, enthält doch Dtn 21,1-9 alle
Momente, die für einen klassischen Sündenbockritus wesentlich sind:
die kollektive Schuldproblematik durch den Totschlag von unbekannter
Hand, die ersatzweise Elimination und Tötung der jungen Kuh sowie
nicht zuletzt die mehrfache Verwendung der Begriffe â??Blut(schuld)â??
und â??Sühneâ??. Deshalb unternimmt Jan Dietrich in der vorliegenden
Studie eine religions- und rechtsgeschichtliche Untersuchung zu Dtn
21,1-9 und verwandten Quellen, die den Text sowohl im Licht der
exegetischen und kulturanthropologischen Deutung von Sündenbockriten
interpretiert als auch in den größeren Zusammenhang kollektiver
Schuldproblematik stellt. |
Franziska Naether
Die Sorte Astrampsychi
Problemlösungsstrategien durch Orakel im römischen Ägypten
Mohr Siebeck, 2010, 550 Seiten, Leinen,
978-3-16-150250-7
110,00 EUR
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Band 3:
"Du wirst deine Geliebte heiraten, aber es
wird dir leid tun"; "Du wirst von deiner Frau erben, aber nicht als
Alleinerbe". So spricht ein dem Pythagoras zugeschriebenes Orakel,
das schon Alexander zur Weltherrschaft verholfen haben soll. Das
Losbuch "Sortes Astrampsychi" ist auf römerzeitlichen Papyri und
mittelalterlichen Handschriften in griechischer Sprache überliefert.
Mit 92 vorformulierten Fragen und 1030 Antworten aus fast allen
Lebensbereichen liegt eine ergiebige Quelle zur Sozialgeschichte
Ägyptens vor - vom Überleben von Krankheiten über
Geschäftsbeteiligungen hin zu Verhandlungstaktiken vor Gericht.
Wichtige Fragestellungen dieses Kommentars zu den Sortes
Astrampsychi zielen auf den Anwendungskontext und die Einordnung des
Werks innerhalb der religiösen, divinatorischen und magischen
Praktiken Ägyptens unter besonderer Berücksichtigung der
"Ticket-Orakel" in demotischer, griechischer und koptischer Sprache. |
Ernst-Joachim Waschke
Reformen im Alten Orient und der Antike
Mohr Siebeck, 2009, 250 Seiten, Leinen,
978-3-16-149869-5
70,00 EUR
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Band 2:
Programme, Darstellungen und Deutungen
In den Beiträgen dieses Bandes werden die in der Wissenschaft
schlägigen, unter dem Begriff der Reform erfassten historischen
Ereignisse und Prozesse einer kritisch Analyse unterzogen, indem
sowohl der Begriff selbst problematisiet als auch die Hintergründe
ausgewählter antiker Reformen, ihre Stilisierung und
Wirkungsgeschichte dargestellt werden. Beginnend mit der
Restauration Tutanchamuns als Gegenreaktion auf die Reform Echnatons
werden Reformprozesse der griechisch-römschen Antike und
Transformationsprozesse vorderorientalischer Gesellschaften am
Beispiel von Uruk und Jehud in persischer Zeit untersucht. Die
spezifisch alttestamentlichen Beiträge führen der Frage nach dem
Deuteronomium als Reformprogramm zur Darstellung der Reformen
Hiskias, Esras und Nehemias. Abschließend wird die Gestalt Esras als
Reforrner in der klassischen Literatur des Judentums thematisiert. |
Martin A. Stadler
Weiser und Wesir
Mohr Siebeck, 2009, 560 Seiten, Leinen,
978-3-16-149854-1
100,00 EUR
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Band 1:
Studien zu Vorkommen, Rolle und Wesen des Gottes
Thot im ägyptischen Totenbuch
In der Ägyptologie sind Göttermonographien ein wichtiges Genre, in
dem wesentliche Erkenntnisse zu einzelnen Gottheiten zusammengefaßt
werden. Doch sind Göttermonographien auch ein recht heikles Feld, da
gerade für die bedeutenderen Gottheiten solche Studien in einem
Katalog zu ersticken drohen, der die Quellen additiv nebeneinander
stellt. Eingrenzungen sind daher nötig, die konventionell nach
Epochen vorgenommen werden. Dies ist ein durchaus problematisches
Vorgehen, da so Entwicklungslinien abgeschnitten werden. Ein
prominenter altägyptischer Gott wie Thot, der gern vereinfachend als
Schreiber- und Weisheitsgott charakterisiert wird, ist deshalb in
jüngerer Zeit nicht mehr umfassend untersucht worden. Martin A.
Stadler zeichnet ein differenzierteres Bild von Thots vielfältigerem
Wesen und schlägt dazu einen neuen methodischen Weg ein. Gegenüber
den konventionellen ägyptologischen Göttermonographien möchte er
nicht nur eine der wichtigsten Gottheiten Ägyptens untersuchen,
sondern auch mit einem totenbuchexegetischen Ansatz zahlreiche
Sprüche eines zentralen ägyptischen religiösen Textcorpus als
kohärente Kompositionen erklären, worauf in der Ägyptologie allzu
häufig unter Verweis auf die andersgeartete Logik im ägyptischen
religiösen Denken verzichtet worden ist. Die spezifische Stellung
des Totenbuchs innerhalb des religiösen Schrifttums Ägyptens
ermöglicht darüber hinaus, das Wesen Thots nicht nur auf einen
Ausschnitt beschränkt, sondern über die gesamte altägyptische
Religionsgeschichte hinweg zu untersuchen. |
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