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Israelsonntag, 10. Sonntag nach
Trinitatis |
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Irene Mildenberger
Der Israelsonntag
Gedenktag der Zerstörung Jerusalems
Institut Kirche u. Judentum, 2004, 390 Seiten, Paperback,
978-3-923095-77-3
15,00 EUR
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Der 10. Sonntag nach Trinitatis gehört
zu den wenigen Sonntagen der Trinitatiszeit, die aufgrund ihrer
besonderen Thematik eine klar umrissene Kontur haben. In der Tradition
ist er ganz dem Gedenken an die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70
gewidmet. Im Zeichen der Erneuerung sind ihm in den letzten Jahrzehnten
des christlich-jüdischen Verhältnisses neue Beudeutungselemente
zugewachsen. Beides läßt sich nicht voneinander trennen.
In ihrer aufs Sorgfältigste recherchierten und glänzend geschriebenen
Heidelberger Dissertationen erarbeitet Irene Mildenberger die Geschichte
des Sonntags seit Mittelalter und Reformationszeit und zeichnet seine
bemerkenswert konstante homiletische und liturgische Gestaltung nach.
Sie schließt damit eine empfindliche Lücke in der Kenntnis der
Geschichte des christlich-jüdischen Verhältnisses und schafft zugleich
die Voraussetzung für eine geschichtlich informierte und theologisch
reflektierte Gestaltung des Israelsonntags. |
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Elisabeth Volkmann
Vom Judensonntag zum Israelsonntag
Predigtarbeit im Horizont des
christlich-jüdischen Gesprächs
Calwer Verlag, 2002, 320 Seiten
978-3-7668-3762-2
24,-- EUR
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Wie kaum ein anderer Sonntag im
Kirchenjahr trägt der 10. Sonntag nach Trinitatis die
Frage nach dem Verhältnis zwischen Christentum und
Judentum in sich: er gilt in der evangelischen Kirche dem
Gedenken an die Zerstörung Jerusalems. Unter den
Predigern führt er ein zwiespältiges Dasein: die einen
betrachten ihn als Pflichtübung, für die anderen ist er
ein willkommener Anlass, der Gemeinde etwas über das
Verhältnis zwischen Kirche und Israel zu sagen.
Anhand einer detaillierten Analyse der Predigtgeschichte
dieses Sonntags seit 1945 zeigt die Autorin, wie sich das
Profil gewandelt hat: Vom einstigen Judensonntag, an dem
die Gemeinde ermahnt wurde, nicht wie die Juden Gottes
Strafe auf sich zu ziehen, wurde er zum Israelsonntag, an
dem das Judentum mit seinem eigenen Selbstverständnis
und seiner Tradition im Vordergrund steht. |
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