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Theologie und Literatur

Claudia Nieser
Hagars Töchter
Der Islam im Werk Assia Djebars

Matthias-Grünewald Verlag, 2011, 368 Seiten, Paperback, 14 x 22 cm
978-3-7867-2871-9

29,90 EUR
Die Romane der algerischen Schriftstellerin Assia Djebar – im Jahr 2000 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet – behandeln Themen von höchster Aktualität: den Islam, seine prägende Kraft auf die Gesellschaft und besonders die gesellschaftliche Rolle von Frauen.
Claudia Nieser beschreibt, wie Assia Djebar in ihren Romanen den Einfluss islamischer Kultur auf weibliche Lebensläufe darstellt, die Einschränkung von Freiheiten im Namen der Religion hinterfragt und Wege zur Überwindung dieser Einschränkungen aufzeigt. Dabei entsteht ein vielgestaltiges Bild des Islam – ganz anders als die gängigen stereotypen Darstellungen. Claudia Nieser stellt das Werk Assia Djebars in Beziehung zur biblischen Gestalt der Hagar, die eine Vorlage bietet, fundamentalistischen Bestrebungen, die das »Andere« und »Fremde« ausgrenzen oder gar bekämpfen wollen, zu widerstehen.
Vera - Sabine Winkler
Leise Bekenntnisse

Die Bedeutung der Poesie für die Sprache der Liturgie am Beispiel von Hilde Domin
Schwabenverlag, 2009, 480 Seiten, Paperback, 14,5 x 22,5 cm
978-3-7867-2788-0

39,90 EUR
»Wenn ein Mensch in Not ist, hilft ein Gebet, ein Gespräch oder ein Gedicht.«
Dies kann Hilde Domin sagen, da sie um die Wirkkraft der Worte weiß und selbst in schwierigen Zeiten ihres Lebens vom Wort gelebt hat. Sie will es sagen, damit das Vertrauen in das helfende Wort nicht aufhört.
Das Werk Domins zeigt, wie mit sprachlichen Möglichkeiten aufmerksam, kreativ und reflektiert umgegangen werden kann. Eine solche Sprache zu finden ist nicht allein für die Poesie bedeutsam – auch die Liturgie kann ihre lebensdeutende Botschaft nur vermitteln, wenn sie Worte dafür findet, die berühren und bewegen.
Vera-Sabine Winkler entwickelt in der Auseinandersetzung mit Hilde Domins Lebensweg und Schriften den Entwurf einer theopoetischen Liturgie, die für Gemeinde wie Ausbildung inspirierend ist.

• interessanter Neuansatz für eine verantwortete zeitgemäße Liturgie
• reiches Quellenmaterial und Bilder von Hilde Domin
• richtungsweisend für die pastorale Praxis wie für die Aus- und Fortbildung
Joist, Alexander
Auf der Suche nach dem Sinn des Todes

Todesdeutungen in der Lyrik der Gegenwart
Matthias-Grünewald Verlag, 2004, 256 Seiten, kartoniert 978-3-7867-2521-3
24,80 EUR
In unserer gegenwärtigen Kultur existieren verschiedenste Todesdeutungen, denn das Christentum hat seine vorrangige Deutungsmacht verloren und ist heute auf dem Markt der Religionen und Weltanschauungen nur noch ein Sinnanbieter unter vielen. Deshalb ist Alexander Joist den Schriftstellerinnen und Schriftstellern auf ihrer Suche nach dem Sinn des Todes nachgegangen: Welche philosophischen oder theologischen Todesdeutungen werden in der Lyrik des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart verarbeitet? Diese Frage trägt der Autor an die Lyrik von Gottfried Benn, Werner Bergengruen, Thomas Bernhard, Bertold Brecht, Hans Magnus Enzensberger, Ernst Jandl, Marie Luise Kaschnitz und vielen anderen heran, verfolgt sie insbesondere aber im Werk von Durs Grünbein, Johannes Kühn und Günter Kunert.
Gojny, Tanja
Biblische Spuren in der Lyrik Erich Frieds

Zum intertextuellen Wechselspiel von Bibel und Literatur
Matthias-Grünewald-Verlag, 2004, 560 Seiten, kartoniert 978-3-7867-2520-6
39,80 EUR
Dem aufmerksamen Leser begegnen im Lyrikwerk des Schriftstellers Erich Fried zahlreiche biblische Spuren. Immer wieder verweist der Dichter, der sowohl zum Judentum wie zum Christentum ein überaus komplexes Verhältnis hat, auf biblische Worte, Erzählungen, Personen und Motive. In der vorliegenden Untersuchung werden im Rahmen von Gedichtinterpretationen diese biblischen Spuren zunächst auf ihre Form und Funktion hin befragt. Der Rezeption der Sintfluterzählung, der Mosefigur und der Jesusworte wird eine besondere Aufmerksamkeit zuteil, wobei die Deutungen der Gedichte ein hohes Gewicht auf die Frage legen, ob die Bibel als kultureller und heiliger Text eine bedeutsame Rolle spielt. Die Ergebnisse geben dabei nicht nur Einblicke in das spezifische Wechselspiel von Bibel und Literatur, sondern stellen auch die systematische Basis einer präzisen Beschreibung biblischer Bezüge und Rezeptionsformen anderer Schriftsteller dar.
Schmidinger, Heinrich
Die Bibel in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts

Band 1: Formen und Motive. Band 2: Personen und Figuren
Matthias-Grünewald Verlag, 2000, 1248 Seiten, gebunden, Schutzumschlag
978-3-7867-2171-0
65,50 EUR
Die Bibel ist nicht nur das Buch der Juden und Christen, sondern auch ein maßgebendes Werk der Weltliteratur. Auch in unserer säkularisierten Gesellschaft ist sie fester Bestandteil des gemeinsamen kulturellen Erbes. Gerade die zeitgenössische Literatur im deutschen Sprachraum schöpft aus dieser reich sprudelnden Quelle. Ob Lyrik, Roman oder Drama: Motive und Gestalten aus der Bibel begegnen immer wieder.
In bisher noch nie dagewesener Ausführlichkeit zeigt dieses zweibändige Standardwerk Stärke und Vielfalt des Einflusses der Bibel auf die Literatur auf. Die renommiertesten AutorInnen haben mitgearbeitet (u.a. K.-J. Kuschel, M. Motte, G. Bachl, W. Frühwald). Bekannte und weniger bekannte Gedichte, Romane, Erzählungen und Dramen werden ausgehend von einer gründlichen Kenntnis der Bibel neu interpretiert, und umgekehrt: Biblische Texte bekommen im Licht ihrer Wirkungsgeschichte ungeahnte Facetten. Die Beschäftigung mit der Bibel wird hier einmal mehr zu einem überraschenden Leseerlebnis.

zur Seite "Bibel"
Karin Schöpflin
Die Bibel in der Weltliteratur

Uni - Taschenbücher (UTB), 2011, 300 Seiten, kartoniert,
978-3-8252-3498-0
24,90 EUR
Wie hat die Bibel in der Weltliteratur gewirkt? Karin Schöpflin bietet grundlegendes Wissen über die biblischen Schriften des Alten und Neuen Testaments unter Zuspitzung auf rezeptionsgeschichtlich bedeutsame Inhalte, Erzählmuster, Gestalten und Motive. An ausgewählten epischen, dramatischen und lyrischen Werken aus der englischen, deutschen, italienischen, französischen, spanischen, russischen und amerikanischen Literatur zeigt die Autorin exemplarisch, wie Dichter aus der Bibel schöpften, sie sich aneigneten und (neu) interpretierten. Diese literarische Kulturgeschichte der Bibel von Dante bis in die Gegenwart möchte auch zu eigenem Entdecken biblischer Spuren in der Literatur anregen.
Schenk, Christian
Muss Literatur moralisch sein?

Friedrich Schiller und der Streit um Ethik und Ästhetik heute
Matthias-Grünewald Verlag, 2000, 328 Seiten, kartoniert
978-3-7867-2235-9
28,80 EUR
Was haben die Kunst, die Freude am Schönen, das Ästhetische mit unserer Lebenspraxis zu tun? Und umgekehrt: Ist in der Kunst wirklich alles erlaubt, oder hat die Ethik auch der Kunst etwas zu sagen? Bei kaum einem anderen lässt sich dieses Verhältnis von Ethik und Ästhetik besser herausarbeiten als bei Friedrich Schiller.

Christian Schenk zeigt, wie modern und aktuell Schiller gerade im Hinblick auf die Fragen einer philosophischen Ästhetik ist. Welche Rolle gerade die Literatur im Leben des Einzelnen spielen kann, macht Schenk vor allem an einer beachtlichen Interpretation des »Wallenstein« deutlich. Im Gespräch mit dem großen Klassiker der deutschen Literatur entwickelt Schenk die These: Ästhetik ist und bleibt die Voraussetzung für ein gutes und gelingendes Leben und für Moral überhaupt.
Schweizer, Erika
Geistliche Geschwisterschaft

Nelly Sachs und Simone Weil – ein theologischer Diskurs
Matthias-Grünewald Verlag, 2005, 512 Seiten, kartoniert, , 978-3-7867-2549-7
36,00 EUR
Nelly Sachs, die deutsch-jüdische Dichterin, hat die Werke der französischen Philosophin Simone Weil auf ihre Weise gelesen und interpretiert. Über diesen persönlichen Zugang hinaus zielt die vorliegende Studie aber auf eine grundsätzlichere Betrachtung. Im theologisch orientierten Diskurs zeigt sie auf, worin die authentische, lebendige Auseinandersetzung der beiden großen Frauen mit der religiösen Überlieferung besteht. Was beide schreibend zur Sprache bringen, bezeugt eine Erfahrungsdichte, die das Mitleiden am Unglück ihrer Zeit und die Abwesenheit des schweigenden Gottes miteinander erträgt.

weitere Literatur zu Simone Weil
Fuchs, Ottmar
Im Raum der Poesie
 

Literarische Impulse für praktisch-theologisches Nachdenken
Matthias-Grünewald Verlag, 2010, 240 Seiten, Paperback
978-3-7867-2816-0
24,90 EUR
Im Raum der Poesie, an den Orten der Literatur ereignet sich etwas, das theologisches Nachdenken bereichert: Hier wird Leben erzählt. Literarische Texte setzen Sehnsucht und Hoffnung ins sprachliche Bild, stellen Abgründe und Größe der menschlichen Seele dar, Gute und Böse, Fremde und Freunde begegnen in ihnen als herausforderndes Gegenüber.

Ottmar Fuchs macht diesen literarischen Raum für die praktisch-theologische Reflexion fruchtbar. Er untersucht ausgewählte Texte auf ihre Aussagekraft für einen theologischen Diskurs, der es vermag, nahe bei den Menschen zu sein.
Stapper, Norbert
Rainer Maria Rilkes Christus-Visionen
 

Poetische Bedeutung und christopoetische Perspektiven
Matthias-Grünewald Verlag, 2010, 560 Seiten, Paperback
978-3-7867-2844-3
39,90 EUR
Rainer Maria Rilkes früher Gedichtzyklus »Christus-Visionen« wurde zu Lebzeiten des Dichters (1875-1926) nicht veröffentlicht. In ungewöhnlichen Bildern und Gedanken löst der Dichter Christus aus traditionellen Zusammenhängen und erschafft ein Gebilde unterschiedlicher Christusgestalten, das zur Auseinandersetzung herausfordert. Norbert Stapper untersucht den Gedichtzyklus und andere frühe Texte Rilkes in ihrer Vielschichtigkeit und erschließt die Möglichkeiten einer theologischen Beschäftigung mit den poetischen Visionen. Damit eröffnet er dem Leser einen Zugang zum frühen Werdeprozess der Poesie Rilkes und Perspektiven einer theologischen Christopoetik.

Norbert Stapper, Dr. theol., geboren 1965, studierte katholische Theologie in Bann, Recife und Tübingen. Er ist Pfarrer im Erzbistum Köln und arbeitet als Krankenhausseelsorger in Troisdorf.
Kuschel, Karl-Josef
Jesus im Spiegel der Weltliteratur

Eine Jahrhundertbilanz in Texten und Einführungen. Ein Lesebuch des 20. Jahrhunderts

Patmos Verlag, 2007, 768 Seiten, Broschur
978-3-491-69433-0
24,95 EUR
Zum Buch Der Nazarener hat in Texten ungezählter Autorinnen und Autoren des 20. Jahrhunderts eine literarische Vergegenwär-tigung erfahren. Erst am Ende des Jahrhunderts aber übersieht man die Gipfelpunkte, kann unterscheiden zwischen Herausragendem und Zeitbedingtem. Deutlich wird, dass es in der Weltliteratur nur einige wirklich große Autoren sind, die auch bei der literarischen Gestaltung der Jesus-Figur Maßstäbe gesetzt haben. Für Europa etwa Anatole France, Gerhard Hauptmann, Thomas Mann, Günter Grass, Nikos Kazantzakis, José Saramago. Für Rußland Ilja Ehrenburg, Michail Bulgakow, Djingis Aitmatow. Für die Vereinigten Staaten Ernest Hemingway, William Faulkner, Norman Mailer. Für Lateinamerika Augusto Roa Bastos und Mario Vargas Llosa. Für die muslimische Kultur Nagib Machfus.
Niemand unter den Literaturwissenschaftlern und Theologen unserer Zeit ist geeigneter für eine solche Jahrhundertbilanz als Karl-Josef Kuschel, der mit dem vorliegenden Lesebuch das Forschungsfeld Theologie und Literatur weiter fruchtbar macht.

Karl-Josef Kuschel, geboren 1948, Dr. theol., ist Professor an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen und lehrt dort Theologie der Kultur und des Interreligiösen Dialogs.

 

     
Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 29.11.2011, RGL