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Peter Riede
Ich mache dich zur festen Stadt
Echter Verlag, 2009, 978-3-429-03179-4
25,00 EUR

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Zum Prophetenbild von Jeremia
1,18f und 15,20
Nur sehr selten werden im Alten Testament die
positiven Konnotationen, die sich mit einer Stadt verbinden, auf
einen Menschen übertragen. Zu diesen Stellen gehört Jer 1,18f, wo
sich Stadtmetaphorik im Rahmen einer Beistandszusage für den
Propheten Jeremia findet. In Jer 15,20 wird darüber hinaus das Bild
der bronzenen, festen Mauer auf den Propheten bezogen. Beide Stellen
werden kontrovers diskutiert. Denn sowohl die Bedeutung der Bilder
als auch deren traditions- und redaktionsgeschichtliche Herleitung
ist umstritten. Diesen Aspekten widmet sich der vorliegende Band und
zieht dabei auch neue ikonographische Beobachtungen zur Deutung
heran. Es zeigt sich, dass Jer 1,18f eine Leseperspektive für das
gesamte Jeremiabuch vorgibt: Indem Jeremia zur "idealen" Stadt
stilisiert wird, werden ihm Funktionen übertragen, die mit dem
Untergang Jerusalems weggefallen sind.
Band 121 aus Reihe Forschung zur Bibel
Peter Riede, geb. 1960, Studium der Evang. Theologie in Tübingen,
Bern und Heidelberg, Promotion 1998, Habilitation 2005 in Tübingen,
derzeit Außerplanmäßiger Professor für Altes Testament in Tübingen.
Forschungsgebiete: Psalmenforschung, Prophetie, Metaphorik,
Anthropologie, Tier- und
Pflanzenwelt der Bibel. |