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Segnungsgottesdienste |
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Zeitschrift für Gottesdienst und Predigt Heft
2012 / 4
November 2012 bis Januar 2013, Themenschwerpunkt Segen
Gütersloher Verlagshaus, 2012, 60 Seiten, geheftet, DIN A 4
20,85 EUR
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Liebe Leserinnen und
Leser,
in den letzten Jahren seines Lebens war mein Vater an Demenz
erkrankt. Wir Kinder spürten, wie sich bei ihm bestimmte
Charakterzüge immer stärker herausbildeten. Sein Wesen wurde
ausgeglichener, offener und auch herzlicher. Für jede Form der
Zuwendung zeigte er eine uns bis dahin unbekannte tiefe Dankbarkeit.
Auch wenn er bei den Namen seiner Enkel und Urenkel überlegen musste
und bisweilen auch ratlos war, so merkte er doch schnell, wenn uns
etwas bedrückte. Als ich meine Arbeitsstelle wechselte und mich
danach erleichtert fühlte, war er der Erste, der dies merkte und mir
das auch klar in seiner Sprache sagte. »Jetzt erkenne ich dich
wieder, der Mann vorher war ein anderer, das war nicht mein Sohn.«
Anderen gegenüber wusste ich meine Belastungen zu verbergen, mein
Vater indes ließ sich nicht täuschen. Gerade seine Erkrankung ließ
ihn viel empfindsamer werden.
An einem milden Sonntagnachmittag gingen wir im Park spazieren. Weil
sich dem Seniorenheim gegenüber ein Krankenhaus befand, begegneten
uns viele Menschen. Auf einmal hörte ich meinen Vater fröhlich zu
den Passanten sagen: »Wollt ihr gesegnet werden, mein Sohn kann
segnen.« Das war mir sehr unangenehm und ich war geradezu beruhigt,
dass es kaum Leute gehört hatten. Zum anderen war ich berührt, nicht
nur weil er sich meines Berufes erinnerte, sondern weil er auch
deutlich zu verstehen gab, was wir zum Leben brauchen: Segen, so
machte er mir unmissverständlich deutlich, ist ein existenzielles
Grundbedürfnis. Es hat nichts Magisches, davon hielt mein Vater
ohnehin nichts. Seine Welt war mathematisch-naturwissenschaftlich
bestimmt, aber sein Leben ging darin nicht auf. Zur menschlichen
Grundversorgung gehörte für ihn auch die Zusage des Segens. Er hat
die Menschen um sich herum gesehen und gewusst, was ihnen fehlt, und
sich daran erinnert, dass sein Sohn sie segnen kann. Und warum
sollte er es dann nicht tun?
Ein Jahr später stand ich im Abschiedsraum des Krankenhauses. Mein
Vater war gerade gestorben. Ich habe dann das getan, was ich bei so
vielen meiner Gemeindeglieder zuvor getan habe: Ich habe ihn
ausgesegnet. Der Segen, so war mir bewusst, steht an den Schwellen
des Lebens, er begleitet uns in Grenzsituationen. Die unbekümmerte
und auch fröhliche Aussage meines Vaters hat mir aber auch deutlich
gemacht: Der Ort des Segens ist ebenso die Mitte unseres Lebens, der
Alltag mit all seinen Nichtigkeiten. Wir brauchen in allem den Segen
Gottes, seine Zuwendung, sein Auf-uns-Zukommen - die Verheißung,
dass Gott auf unseren Weg tritt und mit uns ist, auf dass wir selbst
zum Segen werden können.
Segen als existenzielles Grundbedürfnis des Menschen, Segen als
Grundanliegen des Gottesdienstes - Sie finden hierzu
Hintergrundinformationen, Reflexionen und Kommentare, praktische
Entwürfe und Anregungen in dieser Ausgabe der ZGP. Begegnete das
Thema Segen in der Literatur vor Jahrzehnten eher am Rande, so ist
die Liste an wichtigen Arbeiten zu diesem Thema in den letzten
Jahren umfangreicher geworden. Die Beiträge in diesem Heft behalten
auch bei grundsätzlichen Überlegungen stets die Praxis im Blick. Wir
wünschen Ihnen beim Lesen anregende Gedanken und gute Impulse für
Ihre Gemeindearbeit.
Im Namen der Redaktion grüße ich Sie ganz herzlich
Werner Milstein, Schriftleiter |
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Christian Schwarz
Segnung / Salbung / Heilung
Arbeitshilfen für die Gestaltung von Gottesdiensten zu Kasualien,
Feiertagen, besonderen Anlässen und Arbeitsbücher für die
Gemeindepraxis
Gütersloher Verlagshaus, 2010, 160 Seiten, mit CD-ROM, kartoniert,
978-3-579-06053-8
18,95 EUR  |
Entdeckt die Kirche nun auch den
Wellness-Gedanken? Eher geht es wohl um Wholeness: Da wird in einem
Gottesdienst gesalbt, in einem anderen wird mit aufgelegten Händen
gesegnet, wieder anderswo wird für die Heilung Einzelner gebetet.
Die Ganzheitlichkeit des Menschen als Leib, Seele und Geist soll
auch im Gottesdienst vorkommen. Viele Gemeinden betreten damit
Neuland. Vieles davon wurde zwar in früheren Jahrhunderten schon
ganz selbstverständlich geübt, war aber mit der Zeit abhanden
gekommen. Nun wird es wiederentdeckt und fruchtbar gemacht für
Menschen des 21. Jahrhunderts. Eine dogmatische Standortbestimmung
sowie Erfahrungsberichte aus Gemeinden, die Segnung/Salbung oder
Handauflegen praktizieren, erleichtern den Zugang zum Thema. Den
Hauptteil bilden komplette Gottesdienstentwürfe, Predigten und
liturgische Stücke.
Christian Schwarz, geb. 1964, Dr. theol., Gemeindepfarrer in
Aglasterhausen bei Heidelberg; Vorsitzender der Liturgischen
Kommission Baden; Herausgeber von Gottesdienst Praxis Serie B.
Engagement in der Beratung für neue Gottesdienstformen.
aus der
Reihe Gottesdienstpraxis Serie B |
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Hanns (Hrsg.) Kerner
Ökumenische Segensfeiern
im Auftrag des Deutschen Liturgischen Instituts Trier
u.d.Materialstelle Gottesdienst, Nürnberg
Calwer Verlag / Bonifatius Verlag, 2010,
196 Seiten, Kunstleder mit Goldprägung,
Lesebändchen
978-3-7668-4138-4
26,90 EUR
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Ökumenische Segensfeiern sind gefragt. Nachdem
sich die gemeinsam erarbeiteten Vorschläge zur Gestaltung dieser
Feiern in der Praxis vielfach bewährt haben, wird nun eine
sprachlich überarbeitete und durch Formulare für acht weitere
Anlässe ergänzte Neuauflage angeboten. Damit wird Pfarrerinnen und
Pfarrern ein Buch vorgelegt, das den derzeitigen Stand eines
Miteinanders bei gemeinsamen Benediktionen aufzeigt. Es soll helfen,
auf dem Weg zur Einheit der Kirchen einen weiteren Praxisbereich für
gemeinsames Handeln zu erschließen und zu stärken. |
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Dagmar Keck
Unter deinem Segen
Bausteine und Gestaltungselemente für Segensfeiern
Herder Verlag, 2009, 96 Seiten, 2 Folien, mit CD-ROM, 21,0 x 29,7 cm
978-3-451-41018-5
19,90 EUR  |
Segnen bedeutet, Gutes (zu- )sagen. Diese
Bausteinsammung bietet vielfältige Impulse, in liturgischen Feiern
den Segen Gottes, der das Gute will, zu erbitten: für Verliebte,
für werdende Eltern, für alle Getauften, für Kranke und deren
Angehörige, für Jubilare, für neue Lebensphasen, für unsere
Fahrzeuge, für Reisen, für Gemeindefeste, für die Gemeinde und für
einen tieferen Glauben. Die Materialien sind flexibel und variabel
in Gottesdiensten und Andachten oder in der Gemeindearbeit
einsetzbar, etwa bei Bibel- oder Glaubensgesprächskreisen,
Besinnungstagen oder Freizeiten.
aus der Reihe
Ideenwerkstatt Gottesdienste |
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Hermann Schoenauer
Leben segnen
Rituale für den Alltag
Gütersloher Verlagshaus, 2010, 192 Seiten, Gebunden,
978-3-579-05896-2
12,95 EUR
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Für die Eckpunkte des Tages und die Wegmarken
des Lebens hält dieses Buch Segensrituale bereit. Ob Morgen- oder
Abendsegen, ob Geburt, Trauung oder Abschied und auch für die Höhen
und Tiefen unseres Alltags: Für alle Situationen des Lebens, die
Männer und Frauen gerne vor das Angesicht Gottes stellen möchten,
bietet dieses Buch Texte zur Gestaltung von Ritualen im Lebenslauf.
Für alle, die andere Menschen seelsorgerlich begleiten und den
Tages- und Lebenslauf mit ihnen spirituell gestalten
Ein hilfreiches Buch für den beruflichen wie privaten Gebrauch
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Anneliese Hück (Hg.)
Segnungen - Segensfeiern - Segensgebete
Das große Werkbuch für Gottesdienst und Gemeindearbeit
Schwabenverlag, 2009, 192 Seiten, mit CD-ROM,
Hardcover, 16,5 x 24 cm 978-3-7966-1450-7
19,90 EUR  |
Segen ist eine Verheißung, ein Geschenk,
das seinen Ursprung in Gott hat. So ist die Geschichte Gottes
mit den Menschen auch immer eine Segensgeschichte. Am Ende eines
jeden Gottesdienstes begleitet der Segen die Menschen in den
Alltag. Und ein Segenswort an Lebenswenden wird auch
ausdrücldich von Menschen gewünscht, die keine besondere Bindung
an die Kirche haben. Das neue Werkbuch bietet eine Fülle von
Segnungen und Segensfeiern für Gottesdienst und Gemeindearbeit.
Die Modelle und Texte für jedes Lebensalter sind am Kirchenjahr
oder an biografischen Anlässen orientiert. |
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Felix Mathys
Segenszeugnisse aus dem Alten Israel
Theologischer Verlag Zürich, 2010, 180 Seiten, Paperback, 12,5 x 20,0 cm
978-3-290-17547-4
18,80 EUR
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Archäologische Funde zeigen, dass der Alltag der
Israeliten geprägt war vom Vertrauen in Gottes Segenszuspruch. Die hier
in Text und teilweise auch in Bildern vorgestellten Beispiele bieten
einen Einblick in die alltägliche Frömmigkeit im Land der Bibel. Die
Dokumente zeigen anschaulich, dass der Segen nicht nur priesterliche
Handlung im Gottesdienst war. Als Kraft von Gott begleitete er die
Menschen auf dem Weg ihres Lebens: von der Namensgebung bei der Geburt
bis zum Tod – und auch darüber hinaus. Eine beeindruckende, auch ohne
Fachkenntnisse leicht lesbare Zusammenstellung.
Felix Mathys, Jahrgang 1941, ist Pfarrer i. R. und Hebräischlehrer mit
speziellem Interesse am Alten Testament und an der
Archäologie
Palästinas. |
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