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Leonardo Boff
Kirche: Charisma und Macht
25 Jahre Befreiungstheologie
Gütersloher Verlagshaus, 288 Seiten, Gebunden,
Schutzumschlag, 13,5 x 21,5 cm, 978-3-579-06530-4
24,95 EUR  |
Leonardo Boff, der »ewige Rebell«, hat
sein Leben in den Dienst der Menschen gestellt:
Die Verteidigung der Menschenrechte für die Armen hat ihn immer
wieder in Konflikt mit der Kirche gebracht - bis hin zum Rede-
und Lehrverbot aufgrund seiner Publikation »Kirche: Charisma und
Macht«.
Dieses Standardwerk erscheint jetzt in einer konzentrierten
Übersetzung mit neuen Kapiteln über die aktuelle Bedeutung der
Befreiungstheologie. Zusätzlich beinhaltet es eine kritische
Auseinandersetzung mit dem Pontifikat von Papst Benedikt XVI. Es
geht um die Glaubwürdigkeit der Kirche, um das
Auseinanderklaffen von Theorie und Praxis in ihr. Boffs
kritischkonstruktives Hinwirken auf ein neues Modell von Kirche
eröffnet Lösungswege, mit denen die von ihm ausgemachten
strukturell bedingten Missstände behoben werden können. |
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Bibliothek Theologie der Befreiung, Patmos
Verlag |
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Jose Comblin
Das Bild vom Menschen
Die Befreiung in der Geschichte
Patmos Verlag, 1987, 247 Seiten, kartoniert,
3-491-77712-7
18,90 EUR  |
»Die Menschheit steht am Anfang ihrer
Geschichte. Ihre Zeit ist verschwindend klein, gemessen an der
Zeit des Universums. Der Raum, den sie bis heute einnimmt, ist
nichts, gemessen an der Unermeßlichkeit des existierenden Raums.
In ihren Träumen wünschen sich die Menschen ins All. Ihre
Berufung jedoch führt sie zurück zu diesem kleinen Ausschnitt
aus Zeit und Raum, in dem sich ihr Schicksal abspielt. Das
grenzenlose Verlangen des Jugendlichen, ja auch noch des reifen
Menschen muß sich zurücknehmen auf die bescheidenen Aufgaben der
Gegenwart.
Die Massenkommunikationsmittel machen die Menschen zu
Betrachtern eines Schauspiels und ersetzen die reale Welt durch
eine imaginäre. Wer in sie eintaucht, kann der Illusion
verfallen, er nehme an den Geschicken der ganzen Welt teil.
Welch ein Irrtum! Es gibt nur eine Möglichkeit, am Schicksal der
ganzen Welt teilzuhaben: indem wir die Zeit und den Raum
akzeptieren, in die Gott uns gestellt hat. Dazu wurden wir
gesandt, und genau hier steht die ganze Befreiung des Menschen
auf dem Spiel.«
Jose Comblin, Dr. theol., geboren 1923 in Belgien, kam 1958
nach Lateinamerika. Er hat in Brasilien, Chile und Ekuador
Theologie gelehrt. Aufgrund seines Engagements für die Sache der
Armen wurde er 1972 aus Brasilien ausgewiesen. 1980 konnte er
wieder zurückkehren. Heute (1987) lebt und arbeitet er in Serra
Redonda im brasilianischen Nordosten. |
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Enrique Dussel
Ethik der Gemeinschaft
Die Befreiung in der Geschichte
Patmos Verlag, 1988, 239 Seiten, kartoniert,
3-491-77715-1
18,90 EUR  |
»Befreie den Armen!« lautet das Grundgebot,
das dieses ganze Buch durchzieht. Es ist das bleibende
Grundgebot der christlichen Ethik. Enrique Dussel unterscheidet
grundsätzlich zwischen »Gemeinschaftsethik« (daher der Titel des
Bandes) und »Gesellschaftsmoral«. Jene zielt auf die
interpersonale, brüderliche und gleichberechtigte Beziehung ohne
Ausbeutung und Herrschaft. Die zweite regiert die »Welt« und das
Handeln der Herrschenden, die ihre Ohren vor dem Schrei der
Armen verschließen.
Das Buch geht in zwanzig Kapiteln zunächst zehn große Themen an,
unter anderem: menschliche Praxis und Reich Gottes; Gutheit und
Leben; das Böse und der Tod; Sinnlichkeit, Gerechtigkeit und
Sakramentalität; relative Moralen und absolute Ethik. Und es
behandelt zehn Quaestiones disputatae, darunter: Arbeitsethik,
ethische Kritik des Kapitals und der Dependenz; multinationale
Unternehmen; Klassenkampf, Gewalt und Revolution; die Ethik der
Befreiung als Fundamentaltheologie.
Enrique Dussel, geboren 1934 in Mendoza, Argentinien, ist
verheiratet, Vater von zwei Kindern und wohnt derzeit in
MexikoStadt. Er hat in Geschichtswissenschaft (Sorbonne) und
Philosophie (Madrid) promoviert und ist Dr. theol. h. c.
(Freiburg/ Schweiz). Neben seiner Lehrtätigkeit an der
Universität in MexikoStadt ist er Vorsitzender der CEHILA (der
Kommission für die Erforschung der Geschichte der Kirche in
Lateinamerika) und Autor zahlreicher Bücher zur
Kirchengeschichte Lateinamerikas, zur Philosophie und Theologie
der Befreiung. Außerdem gehörte er zu den Gründungsmitgliedern
der ökumenischen Vereinigung der Dritte-Welt-Theologen (EATWOT).
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Eduardo Hoornaert
Die Anfänge der Kirche in der Erinnerung des Christlichen
Volkes
Gotteserfahrung und Gerechtigkeit
Patmos Verlag, 1987, 239 Seiten, Kartoniert, 3-491-77714-3
18,90 EUR  |
Geschichtsschreibung ist Erinnerung,
Vergegenwärtigung des Vergangenen, christliche
Geschichtsschreibung ist Erinnerung an die Vergangenheit der
Kleinen, der Armen, deren kein Denkmal und keine
Fürstengeschichte gedenkt und denen doch die Frohe Botschaft
verkündet wurde. Indem so das Frühere in unsere Gegenwart
hereingeholt wird, wird es plötzlich lebendig, zeigt sich
Verbundenheit mit Menschen über die Zeiten hinweg!
In diesem Sinn treibt Eduardo Hoornaert Kirchengeschichte.
Im vorliegenden Band vergegenwärtigt er das frühe Christentum,
indem er zentrale Themen aus den ersten drei Jahrhunderten
behandelt: »Die Verrandeten«, »Die Mission«, »Die kirchliche
Basisgemeinde«, »Das Neue des Christentums«. Es geht ihm nicht
um eine apologetische oder triumphalistische Darstellung,
sondern darum, das Leben der damaligen Christen in ihrem Alltag
zu zeigen und sichtbar zu machen, wie sie ihrem Glauben Gestalt
gaben: in einer neuen erlösten Praxis, in der Gütergemeinschaft,
in einem neuen Verhältnis zwischen Mann und Frau, im Martyrium.
Eduardo Hoornaert, 1930 in Belgien geboren, ist seit 1958 im
Nordosten Brasiliens wohnhaft und tätig in der Lehre
(Kirchengeschichte) an verschiedenen theologischen Instituten.
Er ist Mitglied der CEHILA, der Kommission zur Erforschung der
Kirchengeschichte Lateinamerikas. Als unermüdlicher und
engagierter Forscher verfolgt er aktiv das Leben der kirchlichen
Basisgemeinden und treibt Geschichte insbesondere aus der
Solidarität mit den Indianern, den Schwarzen und der
Unterschicht. |
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Ronaldo Munoz
Der Gott der Christen
Gott, der sein Volk befreit
Patmos Verlag, 1987, 231 Seiten, Kartoniert,
3-491-77717-8
18,90 EUR  |
»Das Anliegen oder das eigentliche Motiv für
den vorliegenden Band ... ist ein doppeltes. Negativ sollen die
gängigen Bilder und all die Karikaturen von Gott, die in unserer
Gesellschaft und nicht selten auch in uns Kirchenchristen und
Pastoralträgern herrschen, der Kritik unterzogen werden. Oder
noch radikaler:
Die Fälschungen von Gott sollen entlarvt und die Götzen der
Unterdrückung:- der Verrandung und des Mordes an den Armen
angeprangert werden. Und positiv wollen wir helfen bei der Suche
nach dem lebendigen Antlitz Gottes, nach seiner befreienden
Gegenwart unter den Armen dieser Erde ebenso wie nach seinen
Wegen, die ihn zu uns führen. Es geht uns darum, das
überraschend Neue des wahren Gottes anzusagen: daß er ein Gott
des demütigen Dienstes, der heiteren Solidarität und des
überströmenden Lebens für alle seine Kinder ist. «
Ronaldo Mufioz, gebürtig aus Santiago de Chile, ist heute (1987)
54 Jahre alt. Nach einem Studium der Architektur trat er mit 21
Jahren bei den Missionaren von den Heiligen Herzen ein. Er
studierte in Rom und Paris und promovierte in Regensburg zum Dr.
theol. An der Katholischen Universität von Chile lehrte er bis
zu seiner Amtsenthebung Theologie. Seit 12 Jahren lebt er
nunmehr unter den Armen in einem Arbeiterviertel von Santiago.
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