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Logienquelle Q / Spruchquelle Q

Paul Hoffmann
Die Spruchquelle Q
Studienausgabe. Griechisch und Deutsch (Latein)
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2009, 185 Seiten, kartoniert,
978-3-534-22396-1

19,90 EUR
Die sog. 'Zweiquellentheorie' für die synoptischen Evangelien gilt heute als Konsens in der neutestamentlichen Exegese: Danach haben Matthäus und Lukas neben Markus auch noch eine zweite schriftliche Quelle benutzt. Da sie hauptsächlich Worte Jesu enthält, nennt man sie die Spruch- oder Logienquelle Q. Diese Quelle führt uns somit an die älteste heute greifbare Jesus-Überlieferung zurück. Daraus erklärt sich auch das große Interesse der neutestamentlichen Exegese an einer möglichst genauen Rekonstruktion. Von 1989 bis 1996 hat ein Team von 42 europäischen und nordamerikanischen Wissenschaftlern an ihrer exakten Rekonstruktion gearbeitet. Das Ergebnis wurde in einem umfangreichen Werk publiziert (Peeters Publishers/Leuven, 2001). Hier liegt nun die Studienausgabe für den allgemeinen Gebrauch vor. Sie bietet in synoptischer Gegenüberstellung den griechischen Text und die deutsche Übersetzung von Q und gibt in einer ausführlichen Einleitung über die Forschungsgeschichte und die Kriterien der Rekonstruktion des Textes Rechenschaft. Damit liegt ein unverzichtbares Basisbuch für die exegetische Arbeit am Neuen Testament und das Theologiestudium vor.
Michael Labahn
Der Gekommene als Wiederkommender
Die Logienquelle als erzählte Geschichte
Evangelisches Verlagshaus, 2010, 640 Seiten, Hardcover, 15,5 x 23 cm
978-3-374-02757-6

78,00 EUR
Die Logienquelle Q ist eine der grundlegenden Quellen der Evangelien. Die vorliegende Studie analysiert das frühchristliche Dokument unter Verwendung geschichts- und erzähltheoretischer Methoden.
Die Quelle Q erweist sich als eine kohärent zu bewertende Sinnbildungsleistung und eigenständige frühchristliche Präsentation Jesu. Das Werk entstand auf dem Hintergrund einer Krise, ausgelöst durch die Ablehnung der christlichen Botschaft und damit einhergehender sozialer Isolierung.Es entwickelt Orientierung für seine Adressaten durch die Verortung der narrativen Repräsentanten in der Textwelt zwischen dem Gekommenen und dem Wiederkommenden. Q ist ein Text voller Signale, die zur Sinnstiftung und daraus folgend zur Identitätsbildung einladen, indem sich die Leser und Leserinnen im Vollzug der Lektüre neu verstehen als Nachfolgende Jesu in steter und intensiv gelebter Erwartung des wiederkommenden Menschensohnes.
Michael Labahn, Dr. theol., Jahrgang 1964, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zudem ist er Mitarbeiter im DFG-Projekt »Einflüsse der Septuaginta in der Apokalypse des Johannes« an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal.
Band 32 in der Reihe Arbeiten zur Bibel und ihrer Geschichte
Dieter Zeller
Kommentar zur Logienquelle

Katholisches Bibelwerk Stuttgart, 112 Seiten, 978-3-460-15511-4

10,90 EUR
Stuttgarter Kleiner Kommentar NT Band 21
Martin Hengel
Die vier Evangelien und das eine Evangelium von Jesus Christus
Studien zu ihrer Sammlung und Entstehung
Mohr Siebeck, 2008, 420 Seiten, Leinen,
978-3-16-149663-9
99,00 EUR
Martin Hengel
Die vier Evangelien und das eine Evangelium von Jesus Christus
Studien zu ihrer Sammlung und Entstehung
Mohr Siebeck, 2011, 420 Seiten, Broschur,
978-3-16-151032-8
49,00 EUR
Warum besitzt die Kirche vier verschiedene schriftliche Evangelien, obwohl es nach Paulus von Anfang an nur ein mündlich verkündigtes Evangelium gab? Martin Hengel beginnt seine Untersuchung mit der Verteidigung der Vierer-Sammlung durch Irenäus und die teilweise abweichende Haltung des Clemens Alexandrinus. Es folgen die Zeugnisse des 2. Jh.s sowie das Problem der handschriftlichen Überlieferung. Besonders beachtet werden Hinweise auf ihre Autoren, die Reihenfolge ihrer Entstehung, ihre Überschriften und ihr Gebrauch im Gottesdienst. Die Papiasnotizen richten den Blick auf das erste und zweite Evangelium. Ihr ungewöhnlicher Titel geht auf Markus zurück. Er schrieb das 'Urevanglium' und schuf damit eine neue literarische Gattung. Eine entscheidende Rolle bei der Sammlung und Durchsetzung der kanonisch gewordenen Evangelien spielen ihre Lesung im Gottesdienst neben den Texten des Alten Testaments. Wesentlich war auch die Entstehung vorbildlicher 'Gemeindebibliotheken' in einflussreichen Gemeinden wie Rom und die Verwendung der Codexform, die auf erste kleinere Sammlungen von Jesustradition in ‚Notizbüchern’ zurückgehen kann. Alle vier Evangelien sind 'kerygmatische Geschichtsschreibung', ihr Vorbild ist letztlich die 'heilsgeschichtliche' Erzählung im Alten Testamtent. Dass die Kirche vier verschiedene Evangelien akzeptierte, drückt theologisch die Einheit in der Vielfalt ihrer Verkündigung aus. In einem Postskriptum behandelt Martin Hengel die Fragwürdigkeit der Q-Hypothese und die partielle Abhängigkeit des späteren Matthäus vom früheren Lukas, die sich auch aus den minor agreements ergibt. Anstatt von einer 'Q-Quelle' sollte man besser von einer vielfältigen 'Logientradition' sprechen, die allen drei Synoptikern vorlag.
Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament WUNT, Band 224
     
 

 

Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 26.01.2012, DH