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Evangelium des Johannes, Auslegungen, Kommentare
Claus Westermann
Das Johannesevangelium aus der Sicht des Alten Testaments

Calwer Verlag, 1994, 111 Seiten, kartoniert, 978-3-7668-3274-0
9,80 EUR
Wir sind in einer Phase der Bibelauslegung, in der die Exegese des Alten und des Neuen Testaments nicht mehr ganz voneinander zu trennen sind. Es bleiben zwar Bereiche, in denen das möglich oder sogar geboten ist, aber wir können die Frage nach ihrer wechselseitigen Beziehung nicht mehr ausschließen. Diese Frage ist nicht nur aus der Perspektive der christlichen Tradition gestellt, in der Altes und Neues Testament ein Buch sind. Es kommt die neue Situation hinzu, daß einerseits die jüdische Exegese die Schriften der Tora ohne jegliche Berücksichtigung der Schriften des Neuen Testaments auslegt und andererseits das Neue Testament bei christlichen Exegeten häufig ganz von der jüdischen Tradition her verstanden wird. Ebenso wichtig ist, daß mit der fortschreitenden Säkularisierung sowohl die Bücher des Alten wie des Neuen Testaments längst außerhalb der Umzäunung durch kirchlich-religiöse Bindung gelesen und ausgelegt werden. Es wäre töricht, sich dem zu verschließen.
Am Beispiel des Johannesevangeliums möchte ich zeigen, wie nahe Übereinstimmung und schroffer Gegensatz sein können, wenn man es aus der Sicht des Alten Testamentes liest. Es zeigt sich, daß es Zusammenhänge gibt, in denen auch kritische Fragen vom Alten Testament her an die Texte des Neuen Testaments gestellt werden müssen.
Band 77 aus der Reihe Arbeiten zur Theologie
Franz Zeilinger
Die sieben Zeichenhandlungen Jesu im Johannesevangelium

Kohlhammer Verlag, 2011, 200 Seiten, kartoniert,
978-3-17-021816-1

34,90 EUR
Etwa um 90-100 n. Chr., zur Zeit der Abfassung des Johannesevangeliums, gab es offensichtlich unterschiedliche Interpretationen der Christologie, Soteriologie und Eschatologie in den Christengemeinden. Für Johannes ist Jesus aber eindeutig mehr als 'nur' Messias. Denn der Evangelist will zeigen, wer der geglaubte Christus Jesus seinem innersten Wesen nach wirklich ist. Literarisch geschieht das im ersten Teil des Evangeliums (Joh 2-11) durch sieben Erzählungen von Zeichenhandlungen Jesu, die anschließend in Selbstoffenbarungsworten und -reden ihre weiterführende theologische Interpretation erfahren. Die Zeichenhandlungen bilden also das erzählerische Fundament, das in den Selbstoffenbarungen zur Erkenntnis führen will, dass Jesus seinen Ursprung und seine Herkunft bei Gott hat, dass er Gottes Wort, Gottes Sohn, der vom Vater gesandte Menschensohn und Bringer des göttlichen Lebens ist.

O. Universitätsprofessor em. Dr. Franz Zeilinger lehrte Neutestamentliches Bibelstudium an der Universität Graz.
Hartwig Thyen
Das Johannesevangelium

Mohr, 2004, 800 Seiten, Broschur, 3-16-148485-1

49,00 EUR
Handbuch zum Neuen Testament Band 6
Schnackenburg
Johannes
Herder Verlag
Herders Theologischer Kommentar zum NT Band 4
Rudolf Bultmann
Das Evangelium des Johannes

Vandenhoeck u. Ruprecht, 1986, 572 Seiten
978-3-525-51513-6

68,95 EUR
Charles Kingsley Barrett
Das Evangelium nach Johannes

Vandenhoeck u. Ruprecht, 1990, Leinen,
978-3-525-51623-2

61,95 EUR
Kritisch-Exegetischer Kommentar zum Neuen Testament, KEK
Hans Weder
Ursprung im Unvordenklichen
Eine theologische Auslegung des Johannesprologs
Neukirchener Verlag, 2005, 125 Seiten, Paperback,
978-3-7887-2082-7
14,90 EUR
Der Johannesprolog ist einer der faszinierendsten Texte des frühen Christentums. Er ist geprägt durch einen eigenständigen und kreativen Umgang mit weisheitlichem Denken.
Wenn Weisheit im Spiel ist, geht es um die Erfahrungsdimensionen des Glaubens. Der Prolog ist ein sehr interessanter Versuch, Erfahrungen im Vordergrund der Welt wahrzunehmen in ihrem eigentlichen Gewicht. Was mit Jesus Christus im Handgemenge des Lebens zu erfahren war, ist hier auf eindrückliche Weise zu Ende gedacht worden: Wer die vordergründige Erfahrung des gnädig Gewährten in ihrem wahren Gewicht wahrnehmen will, so die These des Prologs, muss bis zum unvordenklichen Ursprung zurückdenken. Gerechtigkeit mag man im Kräftefeld des Geschaffenen begründen können,um Gnade zu denken, muss man auf den kreativen Ursprung des Universums zurückgreifen. Genau dies tut der Johannesprolog: Indem er sich von der vordergründigen Welterfahrung zu entfernen scheint, gewinnt er eine kaum zu überbietende Nähe zu eben dieser Erfahrung.
Wenn Weisheit im Spiel ist, geht es um theologische Reflexion. Der Johannesprolog verlangt demnach eine Auslegung, die sich den theologischen Sachfragen mit Entschiedenheit stellt. Dieser Text verträgt keine bloße Deskription, sei diese historisch, literaturwissenschaftlich oder soziologisch, er verlangt den Schritt von der Auslegung zum eigenen Theologietreiben. Dies wird in der vorliegenden Auslegung versucht. Dass dabei die Hermeneutik eine wichtige Rolle spielt, versteht sich von selbst. Das lässt hoffen, dass die vorliegende Auslegung auch für heutige Verkündigung brauchbar sein wird.
Band 70 in der Reihe Biblisch-Theologische Studien
Joachim Gnilka
Johannesevangelium

Echter Verlag, 1999, 164 Seiten, Broschur, 978-3-429-00841-3
19,90 EUR
Die Neue Echter Bibel - Kommentar zum Neuen Testament mit Einheitsübersetzung
Neue Echter Bibel Neues Testament Band 4
Johannes Beutler
Neue Studien zu den johanneischen Schriften

Vandenhoeck & Ruprecht Unipress, 2012, 287 Seiten, Gebunden,
978-3-89971-921-5

43,90 EUR
Wandel in der Johannesexegese: hin zur Frage nach dem Endtext und seiner Botschaft.

Das Alte Testament und das frühe Judentum haben einen erheblichen Einfluss auf das vierte Evangelium ausgeübt, und auch die synoptischen Evangelien haben ihre Spuren hinterlassen. Von den hier versammelten Aufsätzen gehen besonders die früher verfassten solchen entstehungsgeschichtlichen und religionsgeschichtlichen Fragen nach. Das Interesse gilt aber auch der letzten Schicht des Johannesevangeliums. Mit dem Modell der »relecture« wird es möglich, die Beziehung von Texten zu analysieren, ohne gleich Hypothesen zu Autoren oder Quellen aufstellen zu müssen. Zum anderen wird es leichter, vom vollendet vorliegenden Evangelium aus erneut die Frage nach seiner Botschaft einst und heute zu stellen
Bonner Biblische Beiträge Band 167
Ulrich Wilckens
Das Evangelium nach Johannes
NTD Band 4. 17.Auflage. 1.Auflage dieser Bearbeitung
Vandenhoeck u. Ruprecht, 2000, 336 Seiten, kartoniert,
3-525-51379-8
978-3-525-51379-8

35,90 EUR
Wissenschaftliche Qualität, verständliche Darstellungen und günstiger Preis haben diese Kommentarreihe seit Jahrzehnten zu einem Standardwerk für Pfarrer, Lehrer, Studenten und kirchliche MitarbeiterInnen gemacht. Nutzen Sie die Subskription aller künftigen Neubearbeitungen. Auch bereits vorliegende Bände können in die Subskription einbezogen werden.
Der Kommentar konzentriert sich auf die Denkaufgabe, die theologische Konzeption des vierten Evangeliums zu verstehen. Dieses erweist sich als im wesentlichen einheitliches, vom Verfasser mit literarischer Kunst gestaltetes Werk, in dem sich eine große Nähe zum Judentum zeigt, zugleich aber auch eine Spannung, in der sich akute christlich-jüdische Auseinandersetzungen der Zeit nach 70 spiegeln.
Das Neue Testament Deutsch, NTD, Neues Göttinger Bibelwerk Band
4
Christian Hengstermann
Der Kommentar zum Johannes-Evangelium
in Vorbereitung, wir merken vor
de Gruyter, 2011, 300 Seiten, Leinen,
978-3-11-024750-3

79,95 EUR
Der Kommentar zum Johannesevangelium ist eines der Hauptwerke des großen alexandrinischen Theologen, in dem dieser in Auseinandersetzung mit dem anspruchsvollen vierten Evangelium eine umfassende christliche Weltdeutung entwickelt. Der vorliegende Band enthält die ersten beiden Bücher des Kommentars, in denen Origenes den berühmten Prolog des Johannesevangeliums auslegt. Die Einleitung bietet neben allgemeinen Informationen zur Bedeutung und Entstehung des Kommentars eine philosophiegeschichtliche Würdigung dieses Meisterwerks altkirchlicher Bibelauslegung.
Origenes Werke Band 16.1
Michael Theobald
Das Evangelium nach Johannes Kapitel 1-12

Pustet Verlag, 2009, 848 Seiten, Hardcover, 14 x 22 cm
978-3-7917-2062-3

54,00 EUR
Während sich die drei so genannten synoptischen Evangelien über weite Strecken ähnlich sind, bietet das vierte Evangelium eine andere Konzeption und theologische Gestaltung der Geschichten von Jesu Leben und Sterben. Michael Theobald analysiert und erklärt die theologische und schriftstellerische bzw. redaktionelle Besonderheit des Johannes-Evangeliums. Dazu bedient er sich in der Auslegung der einzelnen Perikopen des bewährten Dreischritts, der das Regensburger Neue Testament profiliert:
Analyse der Text-Komposition
Vers-für- Vers-Auslegung
Theologischer bzw. paränetischer Ertrag für heute.
Regensburger Neues Testament
Hans G. Thümmel
Origenes' Johanneskommentar Buch I-V

Mohr Siebeck, 2011, 300 Seiten, fadengeheftete Broschur, 978-3-16-150584-3

60,00 EUR
Origenes hat über einen längeren Zeitraum hinweg Auslegungen zum Johannesevangelium an seinen Mäzen Ambrosius geschrieben. Von dem Werk ist ein knappes Drittel erhalten, wovon Hans G. Thümmel Buch 1 und 2 sowie die erhaltenen Fragmente von Buch 4 und 5 behandelt. Sie beziehen sich auf den Prolog des Johannesevangeliums. Die Publikation verbessert vor allem anhand der Korrekturlisten der älteren Rezensionen den Text und bietet eine Übersetzung. Weitere Klärungen gibt ein Kommentar.Grundlegend für die Ausführungen des Origenes über den Io 1,1 genannten Logos ist die Vorstellung des Schöpfungsmittlers, der gleichermaßen die Zusammenfassung der Schöpfung darstellt. Origenes verbindet ihn mit der Sophia in gleicher Funktion. Das bedeutet aber nicht, daß Origenes abstrakte Metaphysik betreibt. Ihm geht es um den Menschen in seinem erlösungsbedürftigen Zustand, und alles ist darauf angelegt, diesen Zustand zu erklären und dann zu zeigen, wie der Mensch ihn überwinden kann. Origenes entwickelt seine Vorstellungen von der Schöpfung als Folge eines Abfalls und vom Heil als Rückkehr zu Gott. Er bemüht sich, für jede Aussage die exegetische Grundlage darzulegen, wofür er besonders auf Paulus rekurriert. Er ist überzeugt, in allem, was er sagt, das göttliche Wort auszulegen. So begegnen sich bei Origenes die feste Überzeugung, daß Gott in dem verbal inspirierten Text spricht, der deshalb auch in grammatischen Feinheiten ernst genommen werden muß, und eine feste Vorstellung davon, wie sich das Drama von Gott und Welt, Abfall und Rückkehr vollzogen hat und vollzieht. Beides steht in einer gewissen Spannung zueinander, erklärt sich aber letztlich gegenseitig.
aus der Reihe Studien und Texte zu Antike und Christentum
Joachim Kügler
Der andere König
Religionsgeschichtliche Perspektiven auf die Christologie des Johannesevangeliums
Katholisches Bibelwerk Stuttgart, 1999, 165 Seiten, kartoniert,
978-3-460-04781-5
21,90 EUR
Ein galiläischer Handwerker als König?
Ein gewaltloser Wanderprediger als König? Dieser Gedanke erscheint angesichts der sozialen Herkunft Jesu, seines öffentlichen Wirkens unter Armen und Außenseitern und schließlich seines Schandtods am Kreuz recht abwegig. Trotzdem wurden sehr bald nach Ostern Elemente antiker Königstheologie herangezogen, um die Bedeutung Jesu zu umschreiben. Das war insofern naheliegend, als der König als Heilsgestalt nicht nur in allen antiken Kulturen, sondern auch in der biblischen Tradition und in den frühjüdischen Theologien eine wichtige Rolle spielte. An einigen Beispielen aus dem Johannesevangelium soll hier gezeigt werden, wie Denkmuster aus dem Bereich der Königstheologie in weisheitlicher Brechung benutzt wurden, um Jesus als Sohn Gottes, Brot des Lebens und guter Hirte zu deuten. Dabei wird klar, daß diese Muster so verändert wurden, daß sie der Eigenart Jesu und seinem Geschick entsprechen. Jesus ist immer der GANZ ANDERE KÖNIG.
53744"
Stuttgarter Bibelstudien Band 178
Felix Porsch
Johannes-Evangelium

Katholisches Bibelwerk Stuttgart, 230 Seiten,
3-460-15341-5
16,30 EUR
Stuttgarter Kleiner Kommentar NT
Udo Schnelle
Das Evangelium nach Johannes

Evangelische Verlagsanstalt, 2003, 326 Seiten,
978-3-374-02195-6

34,00 EUR
In dieser umfangreichen Neubearbeitung profiliert der Autor seine Interpretation des Johannes-Evangeliums als eines Zentrums frühchristlicher Theologie. Wie bei keinem anderem neutestamentlichen Autor lässt sich bei Johannes der Prozess der Theologiebildung und Traditions-Sicherung als kreative Sinnbildung erfassen.

Udo Schnelle, Dr. theol, Jahrgang 1952, ist Professor für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Theologischer Handkommentar zum Neuen Testament (ThHK), Band 4
Klaus Wengst
Das Johannesevangelium 1-10
1. Teilband, Kapitel 1-10
Kohlhammer Verlag, 2004, 450 Seiten,
978-3-17-018198-4

34,00 EUR
Die Besonderheit dieses Kommentars ist es, dass er in großer Breite jüdisch-rabbinische Texte bietet. Indem diese respektvoll wahrgenommen werden, lassen sich auch die johanneischen Aussagen historisch und theologisch angemessener verstehen.
»Insgesamt bietet der Kommentar anregende Auslegungen, die für Predigtvorbereitungen auch deswegen brauchbar sind, weil sie sich durch kurze, klare Formulierung und anregende Gedanken auszeichnen. Auf das Gespräch mit der >ganzen< Literatur kann ich dafür gern verzichten. Wer alte Meinungen über Johannes zu korrigieren bereit ist, um dafür einen neuen Blick auf dieses Evangelium zu gewinnen ..., dem sei dieser Kommentar ans Herz gelegt.« (M. Ost, Deutsches Pfarrerblatt)
Durch seinen flüssigen Stil, hilfreiche Textwiederholungen und Paraphrasen im Kommentarteil und den Verzicht auf einen großen Anmerkungsapparat wird der Kommentar auch einem breiteren Leserkreis wertvolle Einblicke in das vierte Evangelium eröffnen."" Ruben Zimmermann in Theologische Literaturzeitung 129 (2004) 4
Neben Korrekturen am Text nimmt die Neuauflage außer einiger neuerer Literatur vor allem die Auslegungen zum Johannesevangelium von Origenes, Augustin und Luther auf.
Prof. Dr. Klaus Wengst lehrt Neues Testament und Judentumskunde an der Universität Bochum.

Theologischer Kommentar zum Neuen Testament (ThKNT) Band
4
Klaus Wengst
Das Johannesevangelium 11-21
2. Teilband: Kapitel 11-21
Kohlhammer Verlag, 2007, 400 Seiten, kartoniert,
978-3-17-019815-9

34,80 EUR
Udo Schnelle / Georg Strecker
Neuer Wettstein Band 1/2: Texte zum Johannesevangelium
Texte zum Neuen Testament aus Griechentum und Hellenismus
de Gruyter, 2001, 988 Seiten, Leinen,
978-3-11-016807-5
139,95 EUR
Auf der Basis des Quellenteils von J. J. Wettstein (Hg.), Novum Testamentum Graecum, Amsterdam 1751/52, bietet der 2. Teilband zu den Evangelien ca. 1.600 Vergleichstexte zum Johannesevangelium. Neben den wichtigsten, bereits von Wettstein angeführten Parallelen werden zahlreiche weitere Texte aufgenommen.

Alle Vergleichstexte werden in der Regel ausführlich und in ihrem Kontext eingebettet in deutscher Sprache zitiert. Die zentralen Parallelen sind jeweils im griechischen bzw. lateinischen Originaltext beigefügt. Als Textbasis dienen anerkannte neuere Ausgaben, so daß Stellenangaben für den Benutzer leicht auffindbar sind. Jedem Text geht eine kurze Einleitung voran, die den Zusammenhang des Textabschnitts verdeutlicht. Schließlich stehen den Lesern Anmerkungen zur Verfügung, die ihnen das Verständnis des zitierten Textes erleichtern.

Den Abschluß des Bandes bilden ein ergänzendes Verzeichnis der zitierten lateinischen und griechischen Autoren samt ihrer Werke, ein Stellenregister sowie ein Begriffs- und Sachregister.
Dorit Felsch
Die Feste im Johannesevangelium
Jüdische Tradition und christologische Deutung
Mohr Siebeck, 2011, 360 Seiten, fadengeheftete Broschur,
978-3-16-150888-2

79,00 EUR
Das Johannesevangelium gehört zu den Schriften des Neuen Testaments, die besonders stark von Traditionen jüdischen Denkens und jüdischer Frömmigkeit durchdrungen sind. Das zeigt sich auch darin, dass sein chronologischer und geographischer Rahmen davon geprägt ist, dass Jesus sich wiederholt zur Feier jüdischer Feste in den Jerusalemer Tempel begibt und sich ein Großteil des Wirkens und Lehrens des johanneischen Jesus im Kontext und vor dem Hintergrund verschiedener jüdischer Feste abspielt. Dorit Felsch untersucht detailliert die von Johannes aufgenommenen Festtagstraditionen des antiken Judentums und macht diese auf ihre vom Evangelisten intendierte christologische Bedeutung hin transparent.
Aus der Reihe Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament (2. Reihe) WUNT
Jörg Frey
Die Herrlichkeit des Gekreuzigten
Studien zu den Johanneischen Schriften I
Mohr Siebeck, 2011, 740 Seiten, Leinen,
978-3-16-150782-3

120,00 EUR
Auf dem Weg zu einer ausführlichen Kommentierung des Johannesevangeliums bietet der Band Vorstudien und Aufsätze aus 15 Jahren zur Auseinandersetzung mit den klassischen Modellen der Johannesauslegung, zur Frage nach dem religionsgeschichtlichen Hintergrund und Kontext des Johannesevangeliums, insbesondere seinem Verhältnis zu den Qumran-Texten und zu den synoptischen Evangelien, zum Profil der Adressatengemeinden und zur Interpretation des Bildes der ›Juden‹ im Johannesevangelium. Weitere Beiträge behandeln die Brotmetapher in Joh 6 und die Bedeutung und Funktion der dualistischen Sprachelemente, die spezifische Form der johanneischen Kreuzestheologie und die Modelle der Deutungen des Todes Jesu im vierten Evangelium, die Frage nach dem bleibenden Geschichtsbezug des Heils und nach der Bedeutung des
Doxa-Motivs, die eschatologischen Traditionen und ihre Interpretation, die Bedeutung der Leiblichkeit, den inneren Zusammenhang der johanneischen Liebes-Aussagen und die Ansätze einer Ethik im vierten Evangelium.

Aus der Reihe Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament (1. Reihe) WUNT
Dietzfelbinger, Christian
Das Evangelium nach Johannes
Theologischer Verlag Zürich, 2001, 790 Seiten, kartoniert,
3-290-14743-6
978-3-290-14743-3
89,00 EUR
Dieser neue Kommentar zum Johannesevangelium sucht beides zu verbinden, kritische Einsichten und theologisches Erfassen dieses Evangeliums. Er geht von der Einsicht aus, daß im Johannesevangelium Gestalt und Verkündigung Jesu in eigenwillig neuer Weise zu Wort kommen, anders als bei Paulus und in den drei älteren Evangelien, und dies hängt nicht nur daran, daß es sich dabei um das zuletzt und ziemlich spät verfaßte Evangelium handelt. Es hängt vor allem daran, daß es aus einer eigenständigen Gruppe der frühen Kirche erwachsen ist und daß wir in seinem Verfasser (oder einer Gruppe von Verfassern?) einen Denker von höchsten Graden zu sehen haben. So kommt im Johannesevangelium das Denken der frühen Kirche zu einem eigenartigen Ziel und zu einer Höhe, die den Vergleich mit Paulus nicht zu scheuen braucht.
Mit diesen Einsichten verbindet der Kommentar die Absicht, das Johannesevangelium in seiner geschichtlichen und theologischen Besonderheit dem heutigen Leser aufzuschließen. Darum ist die Interpretation um Verständlichkeit der Sprache und der Gedankenführung bemüht, und sie weiß sich dem Ziel verpflichtet, dieses frühchristliche Buch als eine merkwürdig aktuelle und gegenwärtige Schrift zu erweisen. Nicht übergangen werden kann dabei der heute oft erhobene Vorwurf, das Johannesevangelium habe mit seinen angeblich judenfeindlichen Äußerungen einen verhängnisvollen Beitrag zum innerkirchlichen Antisemitismus geliefert.
Die fortlaufende Auslegung des Evangelientextes wird durch zahlreiche Exkurse unterbrochen, in denen theologische oder geschichtliche Sachverhalte (etwa Prädestination oder das Königtum in der jüdischen Geschichte) in einem kurzen Überblick zugänglich gemacht werden.
zur Beispielseite Johannes 13,1-11

Christian Dietzfelbinger, Jahrgang 1924, Prof. Dr. theol., war Lehrer am Missionsseminar in Neuendettelsau, Leiter des Mutterhauses für Kirchliche Diakonie in Hohenbrunn und Lehrbeauftragter an der Universität Tübingen, seit Oktober 1991 im Ruhestand.

Zürcher Bibelkommentar Neues Testament Band 4

Grünenfelder, Regula
Erde und Licht

Katholisches Bibelwerk Stuttgart, 80 Seiten, kartoniert
978-3-460-08507-7,
11,80 EUR
Mit dem Johannesevangelium auf den Spuren unserer Lebenswünsche

Die Begegnung mit der Bibel hilft. die eigenen großen Wünsche an das Leben wahrzunehmen, sie zu schärfen und ihnen Raum zu geben. Im Johannesevangelium sind es die ganz einfachen, alltäglichen Gegenstände, die zu einer Begegnung mit dem Zentrum des Lebens und Glaubens einladen: Das Wort und das Wasser, die Erde und das Licht, die Schwelle und das Brot, die Wohnung und das Frühstück.
In jeder Einheit wird ein Text aus dem Johannesevangelium betrachtet, der um einen solchen Alltagsgegenstand kreist. Die Verarbeitung gipfelt in einem Ritual: Lebenswünsche, die durch diesen Gegenstand und Text zum Ausdruck kommen, können so Gestalt annehmen.
Band 7 der Reihe
WerkstattBibel
Martin Schmid
Brunnen des Himmels
Johannes - Paraphrasen
Radius Verlag, 1998, 100 Seiten, broschur,
3-87173-171-4

9,80 EUR
Die erzählenden Teile des Johannes-Evangeliums in zweiundzwanzig Auslegungen, die heranführen an die Vielschichtigkeit der Texte - einem Schlüssel zum Verständnis des Evangeliums. Gerade die Erzählungen spiegeln im mehrsinnigen Schillern ihrer Bedeutungen die Gestalt Jesu wider: eine Mehrsinnigkeit, die zurückweist auf seine »Tiefe« - die Verwurzelung des Juden Jesus im Alten Testament - und auf die »Höhe« oder Hoheit des Gottessohnes, der in seiner Bedeutung in den Himmel reicht.
BRUNNEN DES HIMMELS deutet, erklärt und hilft zum Verstehen; jedoch ist die Sprache der JOHANNES-PARAPHRASEN nicht die der Wissenschaft. Sie entspricht vielmehr dem Gesprächston, welcher sich einstellt, wenn jemand suchend, nachspürend und staunend mit den Texten des Evangeliums umgeht.
Martin Schmid,  geboren 1938, studierte evangelische Theologie in Tübingen und Bonn und ist seit 1980 Gemeindepfarrer an der Gartenstadtkirche in Stuttgart-Untertürkheim.
D. Martin Luthers Evangelienauslegung,  Vandenhoeck & Ruprecht
    Hrsg. von Erwin Mülhaupt      
1-5 3-525-55621-7
978-3-525-55621-4
5 Bände komplett 280,95  
1 3-525-55616-0
978-3-525-55616-0
Die Weihnachts- und Vorgeschichten bei Matthäus und Lukas 39,95 1984
2 3-525-55617-9
978-3-525-55617-7
Das Matthäus-Evangelium, Kap. 3-25 108,95 1973
3 3-525-55618-7
978-3-525-55618-4
Das Markus- und Lukas-Evangelium, Markus 1-13, Lukas 3-21 48,95 1968
4 3-525-55619-5
978-3-525-55619-1
Das Johannes-Evangelium. Mit Ausnahme der Passionstexte 73,95 1977
5 3-525-55620-9
978-3-525-55620-7
Die Passions- und Ostergeschichten aus allen vier Evangelien 63,85 1970
 

 

Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 15.04.2012, DH