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AThANT - Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments, Zwingli Verlag / Theologischer Verlag Zürich
Für die Reihe «Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments» (AThANT) zeichnen verschiedene Herausgeber verantwortlich. Im Bereich Altes Testament sind dies Erhard Blum (Universität Tübingen), Shimon Gesundheit (Hebrew University of Jerusalem) und Konrad Schmid (Universität Zürich), im Bereich Neues Testament sind es Christine Gerber (Universität Hamburg), Matthias Konradt (Universität Heidelberg), Jens Schröter (Humboldt-Universität Berlin) und Samuel Vollenweider (Universität Zürich).
Band ISBN Autor Titel EUR   Jahr
110 978-3-290-18217-5 Lida Leonie Panov Hiskijas Geschick und Jesajas Beistand. Heilstheologische Verarbeitungen der Jesajaüberlieferung in den Hiskija-Jesaja-Erzählungen
zur Beschreibung
61,00 Warenkorb 2019
109 978-3-290-17939-7 Hendrik Stoppel Von Angesicht zu Angesicht. Ouvertüre am Horeb. Deuteronomium 5 und 9–10 und die Textgestalt ihrer Folie
zur Beschreibung
76,00 Warenkorb 2018
108 978-3-290-17858-1 Matthias Hopf  Liebesszenen. Eine literaturwissenschaftliche Studie zum Hohenlied als einem dramatisch-performativen Text
zur Beschreibung
76,00 Warenkorb 2016
107 978-3-290-17453-8 David M. Carr  Schrift und Erinnerungskultur. Die Entstehung der Bibel und der antiken Literatur im Rahmen der Schreiberausbildung
zur Beschreibung
71,00 Warenkorb 2015
106 978-3-290-17826-0 Erich Bosshard-Nepustil Schriftwerdung der Hebräischen Bibel. Thematisierungen der Schriftlichkeit biblischer Texte im Rahmen ihrer Literaturgeschichte
zur Beschreibung
65,00 Warenkorb 2015
105 978-3-290-17778-2 Johannes Klein Beschworene Selbstverpflichtung. Eine Studie zum Schwur im Alten Testament und dessen Umwelt, mit einem Ausblick auf Mt 5,33–37
zur Beschreibung
76,00 Warenkorb 2015
104 978-3-290-17768-3 Reinhard Achenbach Wege der Freiheit. Zur Entstehung und Theologie des Exodusbuches.
zur Beschreibung
32,00 Warenkorb 2014
103 978-3-290-17638-9 Detlef Dieckmann Worte von Weisen sind wie Stacheln (Koh 12,11). Eine rezeptionsorientierte Studie zu Koh 1–2 und zum Lexem dabar im Buch Kohelet 
zur Beschreibung
49,80 2012
102 978-3-290-17578-8 Samuel Vollenweider Eva Ebel Wahrheit und Geschichte. Exegetische und hermeneutische Studien zu einer dialektischen Konstellation
zur Beschreibung
36,90 2012
101 978-3-290-17606-8 Annette Schellenberg Der Mensch, das Bild Gottes. Zum Gedanken einer Sonderstellung des Menschen im Alten Testament und in weiteren altorientalischen Quellen 
zur Beschreibung
    2011
100 978-3-290-17583-2 Stefan Wenger Der wesenhaft gute Kyrios. Eine exegetische Studie über das Gottesbild im Jakobusbrief 
zur Beschreibung
52,-- 2011
99 978-3-290-17561-0 Albert de Pury Die Patriarchen und die Priesterschrift / Les Patriarches et le document sacerdotal. Gesammelte Studien zu seinem 70. Geburtstag / Recueil d'articles, à l'occasion de son 70e anniversaire.
zur Beschreibung
52,-- 2011
98 978-3-290-17545-0 Christian Metzenthin Jesaja-Auslegung in Qumran
zur Beschreibung
56,-- 2010
97 978-3-290-17539-9 Andreas Dettwiler Studien zu Matthäus und Johannes / Études sur Matthieu et Jean. Festschrift für Jean Zumstein zu seinem 65. Geburtstag / Mélanges offerts à Jean Zumstein pour son 65 aaniversaire
zur Beschreibung
52,-- 2009
96 978-3-290-17535-1 Thomas Krüger Das menschliche Herz und die Weisung Gottes. Studien zur alttestamentlichen Anthropologie und Ethik
zur Beschreibung
42,-- 2009
95 978-3-290-17536-8 Sarah Shectman The Strata of the Priestly Writings. Contemporary Debate and Future Directions
zur Beschreibung
42,-- 2009
94 978-3-290-17490-3 Wolfgang Oswald Nathan der Prophet. Eine Untersuchung zu 2. Samuel 7 und 12 und 1. Könige 1
zur Beschreibung
44,-- 2008
93 978-3-290-17491-0 Felipe Blanco Wißmann Er tat das Rechte.... Beurteilungskriterien und Deuterononismus in 1 Kön 12 - 2 Kön 25
zur Beschreibung
54,-- 2008
92 978-3-290-17472-9 Daniel Marguerat Lukas, der erste christliche Historiker. Eine Studie zur Apostelgeschichte, aus dem Französischen von Anne-Lise Fink zur Beschreibung 55,40 2011
91 978-3-290-17492-7 Volker Haarmann JHWH-Verehrer der Völker. Die Hinwendung von Nichtisrealiten zum Gott Israels in alttesamentlichen Überlieferungen
zur Beschreibung
44,-- 2008
90 978-3-290-17452-1 Martin Leuenberger Segen und Segenstheologien im alten Israel. Untersuchungen zu ihren religions-und theologiegeschichtlichen Konstellationen und Transformationen
zur Beschreibung
58,-- 2008
89 978-3-290-17442-2 Jürg Hutzli Die Erzählung von Hanna und Samuel. Textkritische und literarische Analyse von 1. Samuel 1–2 unter Berücksichtigung des Kontexts 
zur Beschreibung
44,-- 2007
88 978-3-290-17407-1 Thomas Krüger Das Buch Hiob und seine Interpretationen. Beiträge zum Hiob-Symposium auf dem Monte Verità vom 14.-19. August 2005
zur Beschreibung
54,-- 2007
87 978-3-290-17413-2 Pascale Rondez Alltägliche Weisheit? Untersuchung zum Erfahrungsbezug von Weisheitslogien in der Q-Tradition
zur Beschreibung
30,-- 2006
86 978-3-290-17359-3
978-3-290-17917-5
Andreas Schüle Der Prolog der hebräischen Bibel. Der literar- und theologiegeschichtliche Diskurs der Urgeschichte (Genesis 1-11)
zur Beschreibung
65,00 Warenkorb 2006
85 978-3-290-17382-1 Jörg Lanckau Der Herr der Träume. Eine Studie zur Funktion des Traumes in der Josefsgeschichte der Hebräischen Bibel
zur Beschreibung
48,-- 2006
84 978-3-290-17294-7 Jean Zumstein Kreative Erinnerung. Relecture und Auslegung im Johannesevangelium
zur Beschreibung
40,-- 2004
83 978-3-290-17274-9 Martin Leuenberger Konzeptionen des Königstums Gottes im Psalter. Untersuchungen zu Komposition und Redaktion der theokratischen Bücher IV-V (Ps 90-150) im Psalter
zur Beschreibung
40,-- 2004
82 3-290-17273-2 Oeming / Schmid Der eine Gott und die Götter
zur Beschreibung
    2003
78   Jegher-Bucher Galaterbrief      
77   Biddle Redaction History Jeremiah      
76   Rhea The Johannine     1990
75   Liebers Das Gesetz als Evangelium      
74 3-290-10033-2 Müller Anfänge der Paulusschule. Dargestellt am 2. Thessalonicherbrief und am Kolosserbrief     1988
73 3-290-01000-6 Krieg Todesbilder im Alten Testament     1988
72   Kohler Kreuz und Menschwerdung      
71   Breytenbach Nachfolge und Zukunftserwartung nach Markus     1984
70   Mohr Markus und Johannes      
69   Kellenberger häsaäd wää als Ausdruck einer Glaubenserfahrung     1982
67   Rose Deuteronomist und Jahwist      
66   Hofmann Reform und Reformen. Untersuchungen zu einem Grundthema der deuteronomistischen Geschichtsschreibung     1980
65   Bartelmus Heroentum in Israel und seiner Umwelt     1979
64   Brändle Die Ethik der "Schrift an Diognet"     1975
63 3-290-12063-5
978-3-290-12063-4
Siegfried Meurer Das Recht im Dienst der Versöhnung und des Friedens. Studie zur Frage des Rechts nach dem Neuen Testamment
zur Beschreibung
28,00 1972
62   Klopfenstein Scham und Schande nach dem Alten Testament     1972
61 3-290-12061-9 Peter Silber Mit Christus leben. Eine Studie zur paulinischen Auferstehungshoffnung
zur Beschreibung
38,-- 1971
60   Stolz Jahwes und Israels Kriege     1972
59 3-290-12059-7
978-3-290-12059-7
Hans Joachim Stoebe Wort - Gebot - Glaube. Walter Eichrodt zum 80. Geburtstag. Zusammen mit Johann Jakob Stamm, Bern, Ernst Jenni, Basel
zur Beschreibung
18,00 1970
58 3-290-12058-9
978-3-290-12058-0
Bjorn Sandvik Das Kommen des Herrn beim Abendmahl im Neuen Testament
zur Beschreibung
28,00 1970
57 3-290-12057-0
978-3-290-12057-3
Felix Christ Jesus Sophia. Die Sophia-Christologie bei den Synoptikern
zur Beschreibung
    1970
56   Rissi Studien zum 2. Korintherbrief     1969
55 3-290-12055-7 
978-3-290-12055-9
Wilhelm Wilkens Zeichen und Werke. Ein Beitrag zur Theologie des 4. Evangeliums in Erzählungs- und Redestoff
zur Beschreibung
28,00 1969
54   Fohrer Die symbolischen Handlungen der Propheten     1953
53   Fohrer Elia     1957
52   Baltensweiler Die Ehe im Neuen Testament      
51 3-290-12051-7
978-3-290-12051-1
Hans-Alwin Wilcke Das Problem eines messianischen Zwischenreiches bei Paulus
zur Beschreibung
20,00 1967
50 978-3-290-12050-4 Schütz Johannes der Taufer
zur Beschreibung
    1967
49   Wiard Popkes Christus Traditus     1967
48 3-290-12048-1
978-3-290-12048-1
Gottfried Schille Die urchristliche Kollegialmission
zur Beschreibung
20,00 1967
47 3-290-12047-3
978-3-290-12047-4
Lieselotte Mattern Das Verständnis des Gerichtes bei Paulus
zur Beschreibung
20,00 1966
46 3-290-12046-5
978-3-290-12046-7
Matthias Rissi Was ist und was geschehen soll danach. Die Zeit- und Geschichtsauffassung der Offenbarung des Johannes
zur Beschreibung
28,00 1965
45   Hans Jakob Gabathuler Jesus Christus. Haupt der Kirche - Haupt der Welt
zur Beschreibung
20,00 1965
44   Werner Kramer Christos, Kyrios, Gottessohn      
43   Willy Rordorf Der Sonntag. Geschichte des Ruhe- und Gottesdiensttages im ältesten Christentum
zu 2. Mose 20, 1-18, Feiertagsgebot
     
42   Mathias Rissi Die Taufe für die Toten     1962
41 3-290-12041-4
978-3-290-12041-2  
Otto Bächli Israel und die Völker. Eine Studie zum Deuteronomium
zur Beschreibung
39,-- 1962
40 3-290-12040-6 
978-3-290-12040-5
John Bright Altisrael in der neueren Geschichtsschreibung. Eine methodologische Studie
zur Beschreibung
20,00 1961
39 3-290-12039-2
978-3-290-12039-9
Günter Wagner Das religionsgeschichtliche Problem von Römer 6,1-11
zur Beschreibung
39,-- 1962
38 3-290-12038-4
978-3-290-12038-2
Werner Bieder Die Berufung im Neuen Testament
zur Beschreibung
18,00 1961
37   Hans Wildberger Johaves Eigentumsvolk. Studie zur Traditionsgeschichte und Theologie des Erwählungsgedankens      
36   David Bosch Die Heidenmission in der Zukunftsschau Jesu. Eine Untersuchung zur Eschatologie der synoptischen Evangelien     1959
35   Eduard Schweizer Gemeinde und Gemeindeordnung im Neuen Testament      
34   Hans Walter Huppenbauer Der Mensch zwischen zwei Welten. Der Dualismus der Texte von Qumran (Höhle I) und der Damaskusfragmente     1959
33   Heinrich Baltenweiler Die Verklärung Jesu. Historisches Ereignis und synoptische Berichte      
28 3-290-12028-7
978-3-290-12028-3
Eduard Schweizer Erniedrigung und Erhöhung bei Jesus und seinen Nachfolgern
zur Beschreibung
20,00 1962
20   Rad Heiliger Krieg in Israel      
17   Aage Bentzen Messias Moses redivius Menschensohn. Skizzen zum Thema Weissagung und Erfüllung
zur Beschreibung
15,-- 1948
12   O. Cullmann Die Tauflehre des Neuen Testaments. Erwachsenen- und Kindertaufe      
11   J. Jeremias Die Gleichnisse Jesu      
10   J.J. Stamm Das Leiden des Unschuldigen in Babylon und Israel     1946
9   Rudolf Liechtenhan Die urchristliche Mission. Voraussetzungen, Motive und Methoden
zur Beschreibung
15,-- 1946
8   Eduard Schweizer Das Leben des Herrn in der Gemeinde und ihren Diensten      
7   J. Hering Die biblischen Grundlagen des christlichen Humanismus     1946
6   W.G. Kümmel Verheißung und Erfüllung. Untersuchungen zur eschatologischen Verkündigung Jesu      
5   K.L. Schmidt Kanonische und apokryphen Evangelien und Apostelgeschichte      
4   W. Eichrodt Das Menschenverständnis des Alten Testaments      
3   O. Cullmann Urchristentum und Gottesdienst      
2   E. Gaugler Das Abendmahl im Neuen Testament      
1   W. Michaelis Zur Engelchristologie im Urchristentum      
978-3-290-18217-5 Lida Leonie Panov
Hiskijas Geschick und Jesajas Beistand
Heilstheologische Verarbeitungen der Jesajaüberlieferung in den Hiskija-Jesaja-Erzählungen
Theologischer Verlag Zürich, 2019, 290 Seiten, Hardcover, 16,5 x 24 cm
978-3-290-18217-5
61,00 EUR Warenkorb
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 110
Entstehung und Theologie der Hiskija-Jesaja-Erzählungen
Beitrag zur Monotheismusdebatte in der Bibelwissenschaft
Die assyrische Belagerung Jerusalems gehört zu den entscheidenden historischen Ereignissen in der Geschichte des Alten Israels. Die Erinnerung daran wurde in der biblischen und ausserbiblischen Literatur entsprechend oft bewahrt. Allein in der Hebräischen Bibel wurden die Geschehnisse sowohl im Jesajabuch wie in den Königebüchern als auch in den Chronikbüchern aufgenommen und sind forschungsgeschichtlich als die sogenannten Hiskija-Jesaja-Erzählungen bekannt geworden.
Die mit dem Jahrespreis 2019 der Universität Zürich ausgezeichnete Dissertation beschäftigt sich mit der Klärung der Literatur-, Theologie- und Religionsgeschichte der Hiskija-Jesaja-Erzählungen. Da zwischen den Hiskija-Jesaja-Erzählungen und anderen Texten in den Vorderen und Hinteren Propheten auffällig viele Verbindungen bestehen, wird der Textbereich Jesaja 36–39 / 2. Könige 18–20 im Horizont der innerbiblischen Exegese interpretiert. Überdies belegen die Hiskija-Jesaja-Erzählungen Inhalte, die für die Entwicklung des biblischen Monotheismus wichtige Wegmarken darstellen. So bringt dieses Buch zugleich neue Perspektiven für die gegenwärtige Monotheismusdebatte ein.
978-3-290-17939-7 Hendrik Stoppel
Von Angesicht zu Angesicht

Theologischer Verlag Zürich, 2018, 472 Seiten, Paperback, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17939-7
76,00 EUR Warenkorb
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 109
Ouvertüre am Horeb. Deuteronomium 5 und 9–10 und die Textgestalt ihrer Folie
Von Angesicht zu Angesicht steht Israel am Gottesberg seinem Gott gegenüber. Die Berichte über die dortigen Ereignisse sind ein Schlüssel zur Entstehungsgeschichte des Pentateuchs und des Deuteronomistischen Geschichtswerks.
Ausgehend von den Texten in Deuteronomium 5 und 9–10 wird das Verhältnis zu Exodus 19–24 und 32–34 in mehreren literargeschichtlichen Durchgängen geklärt. Besonderes Gewicht erhalten dabei die argumentativen Absichten der verschiedenen Schichten. So können die Texte als Selbst­verständigung Israels in einer bestimmten his­to­rischen Zeit beschrieben werden. Es lässt sich aber auch aufzeigen, wie in den Texten selbst schon die Saat ihrer weit über den Entstehungszeitraum hinausgehenden Bedeutung liegt.
Leseprobe
978-3-290-17858-1 Matthias Hopf
Liebesszenen

Theologischer Verlag Zürich, 2016, 416 Seiten, Paperback, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17858-1
76,00 EUR Warenkorb
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 108
Eine literaturwissenschaftliche Studie zum Hohenlied als einem dramatisch-performativen Text
Ist das Hohelied ein Drama? Im 19. Jahrhundert wurde diese Frage gerne bejaht, im 20. Jahrhundert überwiegend verneint.
Matthias Hopf greift auf Erkenntnisse der vergleichenden Literaturwissenschaft zurück, um das gesamte Hohelied einer methodisch gesicherten Prüfung zu unterziehen. Dabei kommen bewährte dramen- bzw. performanztheoretische Analyseschritte zum Einsatz. Im Endergebnis zeigt sich, dass der Begriff Drama wenig geeignet ist, um das Hohelied angemessen zu beschreiben. Besser wäre, im Hinblick auf das Textgenre von einem dramatischen Text zu sprechen. Dieser weist durchaus ein groes Potenzial auf, öffentlich vorgetragen – performiert – zu werden.
Leseprobe
978-3-290-17453-8 David M. Carr
Schrift und Erinnerungskultur

Theologischer Verlag Zürich, 2015, 360 Seiten, Paperback, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17453-8
71,00 EUR Warenkorb
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 107
Wie ist Literatur in der antiken Welt entstanden? David M. Carr schlägt in seinem Buch ein neues Modell vor, wie die Entstehung antiker schriftlicher Texte – darunter auch die Bibel – im Rahmen des damaligen Bildungswesens zu verstehen ist. In einem weitgespannten kulturgeschichtlichen Vergleich, der von Mesopotamien und Ägypten über Israel bis hin nach Griechenland reicht, rekonstruiert er die Ausbildung damaliger Schreiber, die für die Produktion von Literatur verantwortlich waren. Es zeigt sich dabei, dass dem Memorieren traditioneller Überlieferungen durch die Schreiber ein erheblicher Stellenwert zukam. So findet die schriftgelehrte Prägung der Bibel eine neue Erklärung. Gleichzeitig bietet Carrs Entwurf einen umfassenden Überblick über die Schriftkultur der antiken Welt, auf die sich auch spätere Literaturen immer wieder zurückbezogen haben.
übersetzt von Martin Leuenberger
übersetzt von Wolfgang Oswald
übersetzt von Dominik Rößler
übersetzt von Annette Schellenberg
übersetzt von Louise Oehrli
übersetzt von Samuel Arnet
978-3-290-17826-0 Erich Bosshard-Nepustil
Schriftwerdung der Hebräischen Bibel

Theologischer Verlag Zürich, 2015, 300 Seiten, Paperback, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17826-0
65,00 EUR Warenkorb
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 106:
Thematisierungen der Schriftlichkeit biblischer Texte im Rahmen ihrer Literaturgeschichte
Schriftlichkeit kommt im Alten Testament nicht nur gelegentlich zur Sprache, sondern sie spielt in einer Anzahl von Texten eine konstitutive Rolle: so etwa bei den von Gott beschriebenen Gesetzestafeln (Ex 24 und 34), bei der Entstehung der Jeremia-Schriftrolle (Jer 36) oder beim Studium der schriftlichen Tora (Ps 1).
Die nach den drei Kanonteilen Tora, Propheten und Schriften gegliederte Studie geht den Fragen nach, wie die Heilige Schrift ihre eigene Schriftwerdung thematisiert und inwiefern sich diese Thematisierung und Konzipierung der Schriftlichkeit von Teilen des Alten Testaments als Spur durch die alttestamentliche Literaturgeschichte verfolgen lässt. Trägt die Thematisierung von Schriftlichkeit bei zur Erhellung der Genese des Alten Testaments, das schliesslich zu einer kanonisierten Schrift geworden ist.
Leseprobe
978-3-290-17778-2 Johannes Klein
Beschworene Selbstverpflichtung
Eine Studie zum Schwur im Alten Testament und dessen Umwelt, mit einem Ausblick auf Mt 5,33–37
Theologischer Verlag Zürich, 2015, 436 Seiten, Paperback, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17778-2
76,00 EUR Warenkorb
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 105:
Schwören ist ein kulturübergreifendes Phänomen. Ein Schwur beinhaltet in den verschiedenen Kulturen das Gleiche: eine Beschwörungsformel, in der die Gottheit angerufen wird, eine Erklärung, die den Schwurinhalt expliziert, und die Konkretisierung der Verbindlichkeit durch einen Segen oder Fluch. Während die Flüche mitgedacht, aber in der Formulierung oft ausgespart werden, wird der Segen als Anreiz zur Einhaltung des Schwurs gelegentlich angesprochen.
Eine Schwurkritik findet sich im Alten Testament nur in Ansätzen und bezieht sich auf das falsche Schwören und darauf, wie gefährlich das Beschwören ist. Jesus kritisiert diese beschworene Selbstverpflichtung unter Verschärfung des dritten Gebots: Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen. Davon unangetastet bleiben aber viele im Alten Testament formulierte Schwüre. Wie also ist die Schwurkritik Jesu vor dem Hintergrund des Alten Testaments zu deuten?
Leseprobe
Johannes Klein, Dr. theol., Jahrgang 1969, ist Privatdozent an der Theologischen Fakultät der Universität Bern und Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde A. B. Fogarasch/Rumänien.
978-3-290-17768-3
Reinhard Achenbach
Wege der Freiheit
Zur Entstehung und Theologie des Exodusbuches.

Theologischer Verlag Zürich, 2014, 230 Seiten, Paperback, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17768-3
32,00 EUR Warenkorb
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 104
Die Beiträge eines Symposions zum 70. Geburtstag von Rainer Albertz
Entstehung und Theologie des Exodusbuchs werden in der gegenwärtigen alttestamentlichen Wissenschaft intensiv diskutiert. In zwölf Referaten, die bei einem Symposion anlässlich des 70. Geburtstages von Rainer Albertz gehalten wurden, gehen international renommierte Experten auf verschiedene Aspekte der Forschung zum Exodusbuch ein: Behandelt werden etwa die literarische Einbindung in den Pentateuch, die historischen Hintergründe der priesterlichen Passagen, die narrative Inszenierung Gottes, die Bedeutung des im Exodusbuch belegten Gesetzes sowie verschiedener Einzelbestimmungen oder auch die Relevanz der Exodustradition für die christliche Theologie.
Leseprobe
Reinhard Achenbach, Dr. theol. habil., Jahrgang 1957, ist Professor für Altes Testament an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Jakob Wöhrle, Dr. theol. habil., Jahrgang 1975, ist Professor für Altes Testament an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Ruth Ebach, Dr. theol., Jahrgang 1982, ist wissenschaftliche Angestellte am Seminar für Altes Testament an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Detlef Dieckmann
Worte von Weisen sind wie Stacheln (Koh 12,11)
Eine rezeptionsorientierte Studie zu Koh 1–2 und zum Lexem dabar im Buch Kohelet

Theologischer Verlag Zürich, 2012, 400 Seiten, Paperback,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17638-9
49,80 EUR
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 103
Seit das Buch Kohelet in den Kanon gelangt ist, fasziniert es durch seine innere Widersprüchlichkeit. Kohelet erscheint als Prediger der Lebensfreude
oder als depressiver Pessimist, er widerspricht gängigen Weisheiten – und am Ende oft sich selbst.
Ausgehend von philologisch sorgfältig begründeten Übersetzungsalternativen zeichnet Dieckmann die Entstehung der Widersprüche im Leseprozess nach, indem er den Leserinnen und Lesern gleichsam über die Schulter schaut. Erstmals in der Kohelet-Exegese werden dafür auch qualitative Interviews mit «Alltags-Lesern» fruchtbar gemacht. Nach der eingehenden Analyse von Koh 1–2 arbeitet der Autor die Gegensätzlichkeit im Denken und in der Sprache Kohelets anhand des Leitwortes dabar («Wort»/«Sache») heraus und legt dabei grossen Wert auf die theoretische Begründung der angewandten Methoden.
Leseprobe
Detlef Dieckmann, Dr. theol., Jahrgang 1970, ist Privatdozent für Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum sowie Pastor in der Kirchengemeinde Engerhafe/Kreis Aurich. Zudem ist er in der Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Aurich tätig.
Band 102
Samuel Vollenweider, Eva Ebel
Wahrheit und Geschichte
Exegetische und hermeneutische Studien zu einer dialektischen Konstellation

Theologischer Verlag Zürich, 2012, 186 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17578-8
36,90 EUR
Die aus einer Zürcher Tagung hervorgegangenen exegetischen, hermeneutischen und geschichtsphilosophischen Aufsätze dieses Bandes kundschaften das spannungsvolle Verhältnis von Wahrheit und Geschichte aus, zwischen denen es nach christlichem Glauben zu einer episodischen Berührung gekommen ist. Die Autorinnen und Autoren setzen sich dabei mit den erkenntnistheoretischen Fragen der neueren Geschichtsforschung auseinander. Behandelt werden aus dem antiken Bereich die Jesusforschung, das Johannesevangelium, das lukanische Geschichtswerk sowie Texte von Sophokles und Platon, während in hermeneutischer Perspektive neben Überlegungen zu Kierkegaard und Ricœur das Geschichtsverständnis bei Darwin und in der analytischen Philosophie thematisiert wird.
Mit Beiträgen von Knut Backhaus, Pierre Bühler, Claire Clivaz, Konrad Haldimann, Hans-Ulrich Rüegger, Philipp Sarasin, Jens Schröter, Hans Weder, Jean Zumstein.
Leseprobe
Eva Ebel, Dr. theol., Jahrgang 1971, war von 2006 bis 2011 Assistentin und Oberassistentin am Lehrstuhl für Neutestamentliche Wissenschaft des Theologischen Seminars der Universität Zürich und ist seit 2007 Dozentin für Religiöse Grundfragen und Didaktik des Faches «Religion und Kultur» am Institut Unterstrass an der Pädagogischen Hochschule Zürich.

Samuel Vollenweider, Dr. theol., Jahrgang 1953, ist Professor für neutestamentliche Wissenschaft mit dem Schwerpunkt Geschichte und Theologie der urchristlichen Literatur an der Universität Zürich.
Annette Schellenberg
Der Mensch, das Bild Gottes

Theologischer Verlag Zürich, 2011, 476 Seiten, Hardcover, 978-3-290-17606-8
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 101
Zum Gedanken einer Sonderstellung des Menschen im Alten Testament und in weiteren altorientalischen Quellen
Verschiedentlich stösst man im Alten Testament auf den Gedanken einer Sonderstellung des Menschen, so besonders deutlich in Genesis 1 («Bild Gottes»), Genesis 2–3 («sein wie Gott») und Psalm 8 («nur wenig geringer als Gott»). Doch was hat es mit dem Gedanken einer Sonderstellung des Menschen eigentlich genau auf sich? Dieser Frage geht Annette Schellenberg in ihrem Buch nach. Sie konzentriert sich dabei nicht nur auf das Alte Testament, sondern berücksichtigt Texte (und Bilder) aus dem gesamten Alten Orient.
Ein systematischer Überblick zeigt, dass sich die Vorstellung einer Sonderstellung des Menschen im Alten Orient auf unterschiedliche Arten niedergeschlagen hat. Dabei fällt auf, dass diese Vorstellung an sich weitverbreitet war, aber nur sehr selten explizit ausformuliert wurde. Ein weiterer Blick auf «Gegentexte» zeigt, dass dieses Ungleichgewicht weniger mit Vorstellungen zum Verhältnis Mensch–Tier zu tun hat, sondern primär mit Verengungen im Menschenbegriff und Vorstellungen zu Sonderstellungen gewisser Menschen.
Stefan Wenger
Der wesenhaft gute Kyrios
Eine exegetische Studie über das Gottesbild im Jakobusbrief

Theologischer Verlag Zürich, 2011, 368 Seiten, Hardcover, 978-3-290-17583-2
52,00 EUR
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 100
Die Frage nach dem Gottesbild im Jakobusbrief ist in der theologischen Forschung bisher kaum bedacht worden. Die exegetische Studie bietet nach einem einleitenden Forschungsüberblick und knapp gehaltenen Vorüberlegungen zur Gesamtanlage des Jakobusbriefes eine umfassende Analyse des Briefs, die sich auf die Frage nach der Rede von Gott (und Jesus Christus) konzentriert. Die Ergebnisse zusammengefasst ergeben ein «Gesamtgemälde» des jakobeischen Gottesbildes. Dabei wird deutlich, dass das Gottesbild in sich komplementär (in hellen und dunklen «Farben » gemalt) ist: Die Rede ist von Gott, der als wesenhaft Guter allein das Gute will, sucht und fördert und der als majestätisch-souverän richtender Kyrios gleichzeitig Rechenschaft einfordern wird.
Leseprobe

Stefan Wenger, Dr. theol., Jahrgang 1968, ist freiberuflicher Theologe.

Albert de Pury
Die Patriarchen und die Priesterschrift / Les Patriarches et le document sacerdotal
Gesammelte Studien zu seinem 70. Geburtstag / Recueil d'articles, à l'occasion de son 70e anniversaire. Festschrift für Albert de Pury
Theologischer Verlag Zürich, 2010, 356 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17561-0
52,00 EUR
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 99:
Der Schweizer Alttestamentler Albert de Pury hat mit seinen Arbeiten massgeblich zur Erforschung der Literatur, Religion und Geschichte des Alten Testaments beigetragen. Besonders im Bereich des Pentateuch haben seine Beiträge neue Perspektiven für die Forschung eröffnet und die Diskussionslage entscheidend beeinflusst. Im vorliegenden Sammelband sind einige seiner wichtigsten Aufsätze vereinigt: (1) Zur Theologie der Priesterschrift, (2) Der Jakobszyklus als Ursprungslegende des antiken Israel, (3) Monotheismus als historische Ökumene, (4) Der Schriftenkanon in kulturvergleichender Sicht.
Diese Festschrift für Albert de Pury wird von Jean-Daniel Macchi, Thomas Römer und Konrad Schmid herausgegeben.

Albert de Pury, Dr. theol., Jahrgang 1940, war von 1972 bis 1984 Professor für Altes Testament an der Université de Neuchâtel und von 1984 bis 2005 an der Université de Genève.

zur Seite Priesterschrift /P
Band 98:
Christian Metzenthin
Jesaja-Auslegung in Qumran

Theologischer Verlag Zürich, 2010, 400 Seiten, Hardcover
978-3-290-17545-0
56,-- EUR
Unter den in den Jahren 1947 bis 1956 entdeckten Schriftrollen von Qumran befinden sich auch die ersten Kommentartexte zu Jesaja. Sie zeigen, wie hoch angesehen dieses Prophetenbuch und wie wichtig dessen richtiges Verständnis für die Verfasser der Qumrantexte gewesen sein muss. Christian Metzenthin bezieht neben diesen Kommentartexten auch die Jesaja-Auslegung in der Damaskusschrift, in der Gemeinderegel und in der Kriegsregel in seine Darstellung mit ein. Er stellt sie in den grösseren historisch-hermeneutischen Kontext von innerbiblischer Auslegung uns späterer Schriftauslegung in neutestamentlichen und rabbinischen Schriften. Ein Buch für alle, die sich für Jesaja, seine Rezeption in frühjüdischer Zeit oder für Qumran interessieren.

Christian Metzenthin, Pfr., Dr.theol., Jahrgang 1970, war von 2004 bis 2009 wissenschaftlicher Assistent für Altes Testament an der Universität Zürich und ist Mitarbeiter bei der Abteilung Pädagogik und Animation der Landeskirche des Kantons Zürich.

zur Seite Qumran
Band 97
Andreas Dettwiler, Uta Poplutz
Studien zu Matthäus und Johannes / Études sur Matthieu et Jean
Festschrift für Jean Zumstein zu seinem 65. Geburtstag / Mélanges offerts à Jean Zumstein pour son 65 aaniversaire

Theologischer Verlag Zürich, 2009, 422 Seiten, Hardcover,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17539-9
52,00 EUR
Die vorliegende dreisprachige Festschrift zu Ehren von Jean Zumstein umfasst 24 Studien zum Matthäus- und Johannesevangelium, zwei wichtigen Arbeitsfeldern des Zürcher Exegeten. Die Beiträge – neuere literaturwissenschaftliche Ansätze sind darin ebenso zu finden wie Arbeiten mit hermeneutischer und rezeptionsgeschichtlicher Ausrichtung – spiegeln aufs Beste das Anliegen Jean Zumsteins wider, in grosser methodischer Offenheit sorgfältige Interpretationen der biblischen Texte mit theologischem Tiefgang zu verbinden.

Les mélanges trilingues en l’honneur de Jean Zumstein comprennent 24 études sur les évangiles de Matthieu et de Jean, deux des champs de recherche de prédilection de l’exégète zurichois. Les contributions, qui font appel tant aux avancées récentes des sciences du langage qu’à des approches orientées par l’herméneutique et l’histoire de la réception, reflètent au mieux le souci qu’a Jean Zumstein de fournir des interprétations précises des textes bibliques permettant de saisir leur profondeur théologique, tout en préservant une grande ouverture méthodologique.

Andreas Dettwiler, Dr. theol., Jahrgang 1960, war Assistent bzw. Oberassistent bei Jean Zumstein in Neuenburg und Zürich. Von 1997 bis 2004 lehrte er an der Universität Neuenburg. Seit 2004 ist er Professor für Neues Testament an der Universität Genf.

Uta Poplutz, Dr. theol., Jahrgang 1971, war von 1998 bis 2004 Assistentin an der Universität Würzburg, von 2004 bis 2009 Assistentin bzw. Oberassistentin bei Jean Zumstein an der Universität Zürich. Seit dem WS 2009/2010 ist sie Lehrstuhlvertreterin für Neues Testament an der Universität Mainz.
Band 96
Thomas Krüger
Das menschliche Herz und die Weisung Gottes
Studien zur alttestamentlichen Anthropologie und Ethik

Theologischer Verlag Zürich, 2009, 250 Seiten, Hardcover, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17535-1
42,00 EUR
Kann der Mensch selbst erkennen, was für ihn gut ist und wie er leben soll? Oder muss er sich das von Gott sagen lassen? Kann er verstehen, was Gott ihm sagt, und sein Leben daran ausrichten? Oder muss Gott ihn dazu erst befähigen? Oder will Gott, dass der Mensch selbst erkennt, was gut ist und was böse, und hat er ihn bereits bei seiner Erschaffung mit allen dafür nötigen Fähigkeiten ausgestattet? Diese und ähnliche Fragen der Lehre vom Menschen (Anthropologie) und der Lehre vom richtigen Handeln und vom guten Leben (Ethik) werden in der Hebräischen Bibel eingehend diskutiert und auf unterschiedliche Weise beantwortet. Die in diesem Band gesammelten Studien zeichnen diese Diskussionen an wichtigen Texten und Themen des Alten Testaments nach. Dabei wird deutlich, dass die biblischen Texte, die das abendländische Denken bis heute geprägt haben, noch immer lesens- und nachdenkenswert sind.


Thomas Krüger, Dr. theol, Jahrgang 1959, ist Professor für Alttestamentliche Wissenschaft und Altorientalische Religionsgeschichte an der Universität Zürich.
Band 95
Sarah Shectman, Joel S. Baden
The Strata of the Priestly Writings
Contemporary Debate and Future Directions

Theologischer Verlag Zürich, 2009, 250 Seiten, Hardcover, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17536-8
42,00 EUR
The papers in this volume are the fruits of a conference on the priestly strata of the Pentateuch that took place in Vienna in the summer of 2007. The conference brought together scholars from Europe, North America, and Israel, and revealed the diversity of contemporary views on the nature of the priestly material. The essays in this volume cover a wide range of critical issues, including the question of the extent to which a view of P as a consistent and unified whole can still be defended, criteria for determining literary strata within the priestly material, evaluation of models for understanding these strata, and a discussion about the existence of the Holiness Code and its relationship to P.
Contributors include Joel Baden, David Bernat, Erhard Blum, Simeon Chavel, William Gilders, Tamar Kamionkowski, Christophe Nihan, Eckart Otto, Thomas Römer, Baruch Schwartz, Sarah Shectman, and Jeffrey Stackert.

Dr. Sarah Shectman, Jahrgang 1973, ist Visiting Assistant Professor am Department of Judaic Studies der Binghamton University in Binghamton, New York.

Dr. Joel S. Baden, Jahrgang 1977, ist Assistant Professor of Old Testament an der Yale Divinity School in New Haven, Connecticut.

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Band 94
Wolfgang Oswald
Nathan der Prophet
Eine Untersuchung zu 2. Samuel 7 und 12 und 1. Könige 1

Theologischer Verlag Zürich, 2008, 350 Seiten, Paperback, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17490-3
44,00 EUR
Der Prophet Nathan stand bislang am Rande der Forschung, insbesondere gelang es nicht, ihn in die Geschichte des Prophetismus einzuordnen. Die Suche nach einer historischen Gestalt verhinderte die Rezeption der klar profilierten literarischen Gestalt des Nathan. Der Prophet Nathan ist im Rahmen der Thronfolge-Erzählung der von Gott Gesandte, der in zwei tiefen Krisen (2Sam 11 f.; 1Kön 1) den Bestand des Hauses David rettet. Diese Rolle baut 2Sam 7 aus, worin Nathan zum Verkünder der ewigen Herrschaft des Hauses David wird. 2Sam 7 zielt auf die Begnadigung des deportierten Königs (Jojachin, 2Kön 25,27-30). Die Verbindung zwischen beiden Texten wird durch das System der Dynastie-Orakel in den Königebüchern hergestellt. Nathan ist somit der «Hofprophet» schlechthin, zwar nicht als Berater des historischen David, sehr wohl aber als prophetische Idealgestalt der späteren Königszeit und der Exilszeit.
Die vorliegende Untersuchung richtet sich an alle, die an der Theologie des Samuel- und des Königebuches interessiert sind.

Wolfgang Oswald, Dr. theol., Jahrgang 1958, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen und Privatdozent für Altes Testament.

Band 93
Felipe Blanco Wißmann
Er tat das Rechte...
Beurteilungskriterien und Deuterononismus in 1 Kön 12 - 2 Kön 25

Theologischer Verlag Zürich, 2008, 350 Seiten, Hardcover, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17491-0
54,00 EUR
Nicht nur über den historischen Ort und die theologische Prägung, sondern auch über den ursprünglichen literarischen Horizont der Königebücher besteht in der heutigen Forschung keine Einigkeit mehr. Die Arbeit nimmt ihren Ausgangspunkt bei den Beurteilungen der Könige bzw. des Volkes im Textbereich 1Kön 12 - 2Kön 25 und untersucht deren innerbiblische Voraussetzungen und vergleichbare Darstellungsprinzipien in anderen altorientalischen Texten. Dabei zeigt sich, dass sich diese Texte nicht nur in sprachlicher und sachlich-konzeptioneller Hinsicht deutlich vom Buch Deuteronomium unterscheiden, sondern dass für die Königebücher auch ein anderer kultur- und sozialgeschichtlicher Hintergrund anzunehmen ist. Die Königebücher sind Reflex einer gewandelten Königsideologie; sie vertreten die Sicht der Priesterschaft auf das Königtum und zeigen dabei eine grosse Nähe zu neubabylonischen Texten.
Band 92:
Daniel Marguerat
Lukas, der erste christliche Historiker
Eine Studie zur Apostelgeschichte

Theologischer Verlag Zürich, 2011, 480 Seiten, Paperback,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17472-9
55,40 EUR
Mit der an sein Evangelium anschliessenden Apostelschichte hat Lukas die erste Geschichte des Cristentums geschrieben. Sein Werk ist einmalig und entspricht mit seinen 52 Kapiteln rund einem Viertel des Neuen Testaments. War aber Lukas ­ der erste christliche Historiker - ein guter Historiker? Die aktuelle Forschung macht ihm verschiedene Vorwürfe: Sein Werk sei einseitig und vollständig, unpräzise, antijüdisch und vermittle ein verzerrtes Bild von Paulus. Dagegen wehrt sich Daniel Marguerat in seiner Studie: Bevor wir Lukas der Fälschung christlicher Geschichtsüberlieferung beschuldigen; gilt es, sich Gedanken zu seiner theologischen Motivation und seinem literarischen Arrangement zu machen.
Der Erfolg des in mehrere Sprachen übersetzten Buchs Daniel Marguerats basiert auf seinem Geschick, solide Kenntnis der jüdischen und griechisch-römischen Geschichtsschreibung des ersten Jahrhunderts und moderne Werkzeuge der narrativen Analyse zu kombinieren: ein frischer und ursprünglicher Zugang zu den klassischen Themen der lukanischen Theologie.
Band 91
Volker Haarmann
JHWH-Verehrer der Völker
Die Hinwendung von Nichtisrealiten zum Gott Israels in alttesamentlichen Überlieferungen

Theologischer Verlag Zürich, 2008, 340 Seiten, Paperback,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17492-7
44,00 EUR
Verschiedene alttestamentliche Überlieferungen sprechen von einer Hinwendung von Nichtisraeliten zum Gott Israels: Moses Schwiegervater Jitro (Ex 18), die Kanaanäerin Rahab (Jos 2) und der Aramäer Naaman (2Kön 5) bekennen sich ausdrücklich zu JHWH. Bei den Seeleuten des Jona (Jon 1) steht besonders die kultische Verehrung JHWHs im Vordergrund. Auch 1Kön 8,41­43 und Jes 56,1-8 handeln von Fremden, die sich JHWH und dessen Verehrung anschliessen.
Bislang wurden diese Überlieferungen üblicherweise als erste Belege für das Phänomen des Proselytismus gewertet. Die vorliegende Studie kann demgegenüber zeigen, dass ihnen ein anderes Modell der JHWH-Beziehung von «Heiden» zugrunde liegt, das insbesondere nicht mit deren Inkorporation in Israel verbunden ist. Die als «JHWH-Verehrer der Völker» zu bezeichnenden Fremden erhalten im Kontext des nachexilischen Israel/Juda Zugang zum Gottesverhältnis Israels, ohne dass dadurch ihre Identität oder die Identität Israels aufgehoben würde.

Volker Haarmann, Dr. theol., Jahrgang 1973, studierte Evangelische Theologie und absolvierte Jüdische Studien in Heidelberg, Jerusalem, Tübingen und Cambridge/USA. Seit 2006 ist er Vikar der Evangelischen Kirche im Rheinland in Wuppertal.

Band 90:
Leuenberger, Martin
Segen und Segenstheologien im alten Israel

Theologischer Verlag Zürich, 2008, 600 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17452-1
58,00 EUR
Untersuchungen zu ihren religions-und theologiegeschichtlichen Konstellationen und Transformationen
Die Segensthematik spielt im alten Israel eine vielfältige, aber anhaltende und fundamentale Rolle. In der vorliegenden Arbeit wird dies anhand archäologischer Primärquellen und alttestamentlicher Sekundärquellen herausgearbeitet. Das resultierende, differenzierte Bild ermöglicht historisch-kritisch reflektierte Einsichten und theologisch verantwortete Impulse für gegenwärtige Rezeptionen der Segensthematik.

Martin Leuenberger, Dr. theol., Jahrgang 1973, ist seit 2008 Professor für Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Band 89
Jürg Hutzli
Die Erzählung von Hanna und Samuel
Textkritische und literarische Analyse von 1. Samuel 1–2 unter Berücksichtigung des Kontexts

Theologischer Verlag Zürich, 2007, 296 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17442-2
44,00 EUR
Die Erzählung vom Gelübde Hannas im Tempel zu Schilo und von der Geburt Samuels wurde zu verschiedenen Zeiten von Redaktoren und Abschreibern ergänzt. Die vorliegende Studie verfolgt den textlichen und literarischen Werdegang von 1Sam 1–2 von den jüngsten über ältere Überlieferungsstufen zurück bis zum mutmaßlichen Grundbestand der Erzählung: In einer ausführlichen textkritischen Untersuchung macht der Autor zunächst in allen drei Haupttextzeugen (MT, LXX, 4QSama) kleinere, theologisch motivierte Bearbeitungen ausfindig. Weiter identifiziert er ältere Ergänzungsschichten, die der ursprünglichen Erzählung noch vor der Phase der Texttransmission zugeführt worden sind.
Bei der Analyse der eruierten Grunderzählung spielt die Frage der Abgrenzung von den nachfolgenden Erzähleinheiten 1Sam 3 und 4 eine wichtige Rolle. Schließlich wird das literarhistorische Verhältnis des älteren Erzählbestandes der Bücher Richter und Samuel zum frühdeuteronomistischen Königebuch untersucht und neu bestimmt.

Jürg Hutzli, Dr. theol., Jahrgang 1963, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Collège de France (Lehrstuhl «Milieux Bibliques») und Lehrer für Biblisches Hebräisch an der Kirchlich-Theologischen Schule Bern.
Band 88
Thomas Krüger
Das Buch Hiob und seine Interpretationen
Beiträge zum Hiob-Symposium auf dem Monte Verità vom 14.-19. August 2005

Theologischer Verlag Zürich, 2007, 522 Seiten, Hardcover,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17407-1
54,00 EUR
Das Buch Hiob gehört nicht nur zu den religiös und theologisch besonders bedeutenden Schriften der jüdischen und der christlichen Bibel, es ist auch ein Werk der Weltliteratur, das immer wieder zur Interpretation herausfordert und zur Abfassung neuer Werke inspiriert. Entsprechend vielfältig sind nicht nur die literarischen und künstlerischen Rezeptionen, sondern auch die wissenschaftlichen Zugänge zur Interpretation dieses Textes. Sie reichen von philologischen über literatur-, religions- und kulturgeschichtliche Fragestellungen und Untersuchungen zur Rezeptionsgeschichte bis hin zu theologischen, philosophischen sowie literatur- und kulturwissenschaftlichen Deutungen. Der vorliegende Band dokumentiert die Beiträge eines internationalen und interdisziplinären Symposiums auf dem Monte Verità, das unterschiedliche Interpretationsansätze miteinander ins Gespräch gebracht hat.

Manfred Oeming, Dr. theol., Jahrgang 1955, ist Professor für Alttestamentliche Theologie an der Universität Heidelberg.
Konrad Schmid, Dr. theol., Jahrgang 1965, ist Professor für Alttestamentliche Wissenschaft und Frühjüdische Religionsgeschichte an der Universität Zürich.
Thomas Krüger, Dr. theol, Jahrgang 1959, ist Professor für Alttestamentliche Wissenschaft und Altorientalische Religionsgeschichte an der Universität Zürich.
Christoph Uehlinger, Dr. theol., Jahrgang 1958, ist Professor für Allgemeine Religionsgeschichte und Religionswissenschaft an der Universität Zürich.
Band 87
Pascale Rondez
Alltägliche Weisheit?
Untersuchung zum Erfahrungsbezug von Weisheitslogien in der Q-Tradition

Theologischer Verlag Zürich, 2006, 200 Seiten, Hardcover, 16,5 x 24 cm
978-3-290-17413-2
30,00 EUR
Sprachliche Prägnanz und Offenheit in Bezug auf das ihnen zukommende Sinnpotential machen die Weisheitslogien der Q-Tradition zu einem ebenso faszinierenden wie herausfordernden Untersuchungsgegenstand. Diese Arbeit setzt beim exegetisch-hermeneutischen Problem des «Erfahrungsbezuges» weisheitlicher Texte ein und ist entsprechend der Fragestellung interdisziplinär angelegt. Ziel ist es, die Art und Weise des Erfahrungsbezuges ausgewählter Logien aus der Q-Tradition präziser in den Blick zu bekommen. Anhand eines eigens entwickelten exegetischen Instrumentariums werden die Texte analysiert und im Blick auf ihre theologische Relevanz erschlossen. Untersucht werden fünf Textbereiche, die als Mikrotexte und anschliessend im näheren Kontext von Q ausgelegt werden: Q 12,6–7a Spatzen und Haare, Q 12,24.27f. Raben und Lilien, Q 11,11f. Brot und Fisch, Q 6,39f. Blinde und Schüler sowie Q 11,33 Lampe. Leitend ist dabei die Frage, wie in den rekonstruierten Texten Erfahrung erschlossen und artikuliert wird.

Pascale Rondez, Jahrgang 1968, Dr. theol. VDM, Neutestamentlerin. Studium und Assistenz in Zürich, Promotion 2007 «Alltägliche Weisheit? Untersuchung zum Erfahrungsbezug von Weisheitslogien in der Q-Tradition», TVZ 2006 (AThANT 87). Tätigkeit im Pfarramt in Egg b. Zürich und Maur sowie in der theologischen Erwachsenenbildung, 2005–2009 Studienleiterin in Basel im Bereich Ökumene, Mission, Interkulturalität und Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2009 Fachmitarbeiterin am Hochschulforum von Bildung und Gesellschaft, einem gesamtkirchlichen Dienst der Landeskirche des Kantons Zürich.

Andreas Schüle
Der Prolog der hebräischen Bibel
Der literar- und theologiegeschichtliche Diskurs der Urgeschichte (Genesis 1-11)

Theologischer Verlag Zürich, 2006 / 2. Auflage 2017, 442 Seiten, Hardcover,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17359-3
978-3-290-17917-5
65,00 EUR Warenkorb
AThANT, Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 86:
Die biblische Urgeschichte erzählt nicht nur von Anfängen, sie ist ein Anfang – derjenige des Alten Testaments, der Hebräischen Bibel. Gemäss der These dieser Studie erfolgte die literarische und theologische Arbeit an der Urgeschichte im Bewusstsein, dass es sich um den Prolog zu einem Textcorpus aus Tora, Propheten und Schriften handelt. Ein diskursiver Durchgang durch Gen 1–11 zeigt die Auseinandersetzung der verschiedenen Stimmen der Urgeschichte (Priesterschrift und nicht-priesterliche Texte) insbesondere mit den prophetischen und weisheitlichen Traditionen, die schliesslich im Rahmen des Tanak kanonisiert wurden.
Auch in anderer Hinsicht erweist sich die Urgeschichte als Prolog: Es finden sich Einflüsse mythologischer Traditionen mesopotamischer und griechischer Provenienz. Dies wird dahingehend interpretiert, dass die Autoren der Urgeschichte die literarischen Traditionen Israels und Judas gezielt in den Kontext antiker Literatur zu integrieren suchten.
Leseprobe
Andreas Schüle, Dr. phil., Dr. theol. habil., Jahrgang 1968, ist Aubrey Lee Brooks Professor of Biblical Theology am Union Theological Seminary in Richmond (Virginia), USA.
Band 85
Jörg Lanckau
Der Herr der Träume
Eine Studie zur Funktion des Traumes in der Josefsgeschichte der Hebräischen Bibel

Theologischer Verlag Zürich, 2006, 480 Seiten, Hardcover,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17382-1
48,00 EUR
Die in der Bibel überlieferten Träume haben ihre Leser und Auslegerinnen schon immer fasziniert. Sie dürfen aber nicht als Traumprotokolle, sondern müssen als literarische Niederschläge des universal-menschheitlichen Phänomens Traum gelesen werden. Zudem benutzten die biblischen Autoren die literarische Gattung «Traumerzählung», um theologische Sachverhalte auszudrücken. Damit beziehen sie auch Stellung zu der im Alten Israel zeitweilig hart umstrittenen Legitimation von Träumen als Offenbarungsmedium des Gottes Israels. Die Studie fragt somit nach den literarischen und theologischen Funktionen alttestamentlicher Traumerzählungen. Aufgezeigt wird dies am Beispiel der Josefsgeschichte, deren Gottes- und Menschenbild dazu herausfordert, erkenntnistheoretisch begründete Schwierigkeiten zu überwinden und eine theologische Dimension des Phänomens Traum wiederzuentdecken.

Jörg Lanckau, Dr. theol., Jahrgang 1970, studierte evangelische Theologie in Halle (Saale), Basel und Leipzig und war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für alttestamentliche Wissenschaft der Universität Leipzig. Seit 2003 ist er Pfarrer in Untervaz-Haldenstein im Kanton Graubünden.
Band 84
Jean Zumstein
Kreative Erinnerung
Relecture und Auslegung im Johannesevangelium

Theologischer Verlag Zürich, 2004, 364 Seiten, Hardcover,
16,5 x 24 cm
978-3-290-17294-7
40,00 EUR
Die Tiefe, der Scharfsinn und die Neuheit des theologischen Denkens, welches das Johannesevangelium als Werk kennzeichnet, die Schönheit seiner Sprache, die oft übersehene Feinheit und Stringenz der Argumentation faszinieren die Leser stets von neuem. Das vierte Evangelium ist aber kein leicht zu interpretierendes Werk. Nur wer sich mit einer oberflächlichen Lektüre nicht zufrieden gibt und bereit ist, sich überraschen zu lassen, entdeckt den komplexen Reichtum der johanneischen Erzählwelt, die ihrerseits das menschliche Leben in signifikanter Weise auslegt.
Die Aufsätze dieses Sammelbandes sind Ergebnisse einer mehr als zehnjährigen Forschungsarbeit über die johanneische Literatur. Zwei Fragestellungen stehen im Vordergrund. Zum einen wird versucht, das Johannesevangelium als Interpretationsprozess wahrzunehmen und anhand des Relecture-Modells diese hermeneutische Bewegung zur Sprache zu bringen. Zum andern wird die jüngere Literaturwissenschaft, insbesondere die Narratologie, in Anspruch genommen, um die johanneische Erzählwelt sachgemäss auszulegen.

Jean Zumstein, Jahrgang 1944, lehrte von 1975 bis 1990 an der Universität Neuenburg. Er ist seit 1990 Professor für Neutestamentliche Theologie, Exegese und Hermeneutik an der Universität Zürich.
Band 83
Martin Leuenberger
Konzeptionen des Königstums Gottes im Psalter
Untersuchungen zu Komposition und Redaktion der theokratischen Bücher IV-V (Ps 90-150) im Psalter

Theologischer Verlag Zürich, 2004, 480 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17274-9
40,00 EUR
Das biblische Psalmenbuch besteht aus Einzelpsalmen, die als planvolle und sachlich profilierte Komposition arrangiert sind. Die Arbeit untersucht, im Anschluß an die neuere Psalmen- und Psalterforschung, die vorliegende Anlage des Psalters und dessen Entstehungsgeschichte im Bereich der Psalmenbücher IV–V (Ps 90–150). Die jetzige Buchgestalt erweist sich ebenso wie der vorangehende redaktionsgeschichtliche Prozeß als konzeptionell vom Königtum Jhwhs dominiert: Die Endkomposition wird als Ergebnis einer mehrphasigen kritischen Fortführung des sog. »messianischen« Psalters (Ps 2–89) durch die »theokratischen« Bücher IV–V (Ps 90–150) verständlich, dabei fungiert das unterschiedlich akzentuierte Königtum Jhwhs als umfassende Leitkonzeption, die für das Sachgefälle des Psalters kennzeichnend ist und der deshalb besondere Beachtung gilt.

Martin Leuenberger, Dr. theol., Jahrgang 1973, ist seit 2008 Professor für Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Band 82
M. Oeming /K. Schmid
Der eine Gott und die Götter
Polytheismus und Monotheismus im antiken Israel

Theologischer Verlag Zürich, 2003, 270 Seiten, Hardcover,
978-3-290-17273-2
In den letzten Jahren hat sich das Thema des biblischen Monotheismus zu einem besonders intensiv bearbeiteten Gebiet der alttestamentlichen Wissenschaft entwickelt, was aus einer Vielzahl von Publikationen zu ersehen ist. Religionswissenschaftliche Präzisierungen, elementare Umbrüche in der Einschätzung der altisraelitischen Religions- und Literaturgeschichte sowie neue epigraphische Funde zwingen dazu, die Frage nach den Ursprüngen und Entwicklungen, vor allem aber auch nach den theologischen Motiven und den Problemen der Alleinverehrung Jahwes neu zu stellen.
Der Band bietet einen Überblick über die unterschiedlichen Positionen zur Gottesfrage innerhalb des antiken Israel. Die Beiträge stammen von Gregor Ahn (Heidelberg), Matthias Albani (Leipzig), Erik Aurelius (Göttingen), Bob Becking (Utrecht), Christian Frevel (Köln), Ernst Axel Knauf (Bern), Matthias Köckert (Berlin), Bernhard Lang (Paderborn), Baruch A. Levine (New York), Franz Maciejewski (Heidelberg), Herbert Niehr (Tübingen) und Konrad Schmid (Zürich).

Manfred Oeming, Dr. theol., Jahrgang 1955, ist Professor für Alttestamentliche Theologie an der Universität Heidelberg.

Konrad Schmid, Dr. theol., Jahrgang 1965, ist Professor für Alttestamentliche Wissenschaft und Frühjüdische Religionsgeschichte an der Universität Zürich.
3-290-12063-5  Siegfried Meurer
Das Recht im Dienst der Versöhnung und des Friedens
Studie zur Frage des Rechts nach dem Neuen Testamment
Theologischer Verlag Zürich, 1972, 194 Seiten, 185 g, Kartoniert,
3-290-12063-5
978-3-290-12063-4
28,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 63
Detaillierte Untersuchungen über die Rechtspraxis und die Rechtsgrundsätze im Neuen Testament haben bisher gefehlt. Diese Lücke möchte Siegfried Meuters Arbeit ausfüllen. Der Verfasser sichtet und erläutert die Rechtsvorstellungen der neutestamentlichen Schriften und versucht, ein Bild der Rechtsauffassung der frühchristlichen Gemeinden zusammenzustellen. Er zeigt, daß es im Neuen Testament eine lebhafte Diskussion um diesen Problemkreis und eine Auseinandersetzung mit den Rechtsvorstellungen der Umwelt gegeben hat. Er geht dabei so vor, daß aus der Interpretation einzelner Rechtsfälle der Gemeinde Schlüsse auf die mutmaßliche allgemeine Rechtspraxis gezogen werden. Nach heutigen Maßstäben gemessen kommen Privat- und ZivilrechtsIalle, Vergehen gegen die Sitten- und Gemeinschaftsordnung und Vergehen der Irrlehre im Neuen Testament vor. Dem allgemeinen. Chankter des Neuen Testaments entsprechend, kann nicht von einer einheitlichen Rechtspraxis gesprochen werden. wohl aber von gemeinsamen Grundvorstellungen der Verfasser der neutestamentlichen Schriften. Die für das Neue Testament charakteristische Auffassung vom Recht zielt einzig und allein auf Frieden und Versöhnung, nicht aber auf Strafe und Vergeltung. Die Aufgabe aller Rechtspraxis besteht nach den Zeugnissen des Neuen Testaments darin. die Gemeinschaft zu schützen, das Heil des Rechtsbrechers nicht aus den Augen zu verlieren. den Frieden zu erhalten oder wieder herzustellen. Den Abschluß der Arbeit bildet eine Auseinandersetzung mit der Frage, inwieweit diese Rechtsauffassung auf das weltliche Recht übertragbar ist, welche Konsequenzen sich aus einer Abgrenzung und aus eventuellen Gemeinsamkeiten für die weltliche StIafjustiz ergeben.
3-290-12061-9 Peter Silber
Mit Christus leben
Eine Studie zur paulinischen Auferstehungshoffnung
Zwingli Verlag, 1971, 272 Seiten, kartoniert,
3-290-12061-9
38,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 61
Paulus steht mit der Hoffnung auf die Auferweckung aus dem Tode im Urchristentum nicht allein. Dennoch steckt in seinem Verständnis dieser Hoffnung eine spezifische, für ihn kennzeichnende Denkleistung. Sie 'besteht in der konsequenten Begründung der Auferstehungshoffnung in den christologischen Hei1sereignissen. In Tod und Auferweckung Jesu ist die entscheidende eschatologische Wende geschehen, die den Menschen auf die Zukunft ausrichtet und in gewisse Hoffnung versetzt. Die paulinische Auferstehungstheologie hat ihren Schwerpunkt bei dieser Vergewisserung der Hoffnung durch Tod und Auferweckung Jesu.
Eines der Ausdrucksmittel der so verstandenen Hoffnung sind die in dieser Arbeit untersuchten Aussagen vom Leben und Auferwecktwerden «mit Christus». Sie stehen im Zusammenhang einer umfassenden Denkbewegung, in der Paulus das menschliche Leben von verschiedenen Seiten her als Teilhaben an Christus begreift. Das künftige Leben mit Christus gründet darum im jetzigen Leiden mit Christus oder im Absterben mit Christus gegenüber den Unheilsmächten der Welt. Es entspricht diesem Schwerpunkt der paulinischen Auferstehungshoffnung, daß die Zukunftsvorstellungen im einzelnen undeutlich bleiben, so etwa der Zusammenhang der verschiedenen Endereignisse untereinander und die konkrete Gestalt der Auferstehungshoffnung.
Die Arbeit leistet einen Beitrag zum nach wie vor aktuellen Gespräch über die neutestamentliche Zukunftshoffnung.
3-290-12059-7 Hans Joachim Stoebe
Wort - Gebot - Glaube

Zwingli Verlag, 1970, 333 Seiten, kartoniert,
3-290-12059-7
978-3-290-12059-7
18,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 59
Walter Eichrodt zum 80. Geburtstag. Zusammen mit Johann Jakob Stamm, Bern, Ernst Jenni, Basel
Prof. D. Walther Eichrodt, jetzt emerinert, hat von 1922 bis 1961 als Ordinarius für das Alte Testament an der Universität Basel gelehrt. Er ist vor allem durch seine dreibändige, in verschiedene Sprachen übersetzte und immer wieder aufgelegte Theologie des Alten Testamentes weit über den Kreis der Fachgenossen hinaus in der ganzen Welt bekannt und hoch geachtet. Auch seine zahlreichen anderen Veröffentlichungen zur Auslegung und zur Theologie des Alten Testaments haben weite Verbreitung und Anerkennung gefunden. Unter ihnen seien besonders die Kommentare zu den Propheten Jesaja und Hesekiel genannt. Während vieler Jahre hat Prof. Eichrodt zusammen mit Prof. Cullmann die im Zwingli Verlag in Zürich erscheinenden Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments betreut.
Aus Anlaß seines achtzigsten Geburtstages am 1. August 1970 haben vierundzwanzig seiner Kollegen und Schüler aus dem In- und Ausland diese Festgabe vorbereitet. Sie soll das weltweite Echo zeigen, das das Werk des um die alttestamentliche Exegese hochverdienten Jubilars gefunden hat. Der Band enthält Beiträge von Otto Bächli; Milos Bit; Heinrich Groß; Edmond Jacob; Ernst Jenni; Alfred Jepsen; Carl A. Keiler; Robert Martin-Achard; John W. Miller; H. van Oyen; Norman W. Porteous; Bo Reicke; Leonhard Rost; Wilhelm Rudolph; Georg Sauer; Josef Scharbert; Martin Schmidt; J. Alberto Soggin; Johann Jakob Stamm; Hans Joachim Stoebe; Ernst Vogt; Claus Westermann; Hans Wildberger und Walther Zimmerli.
Ein Bild des Jubilars und ein Verzeichnis seiner Veröffentlichungen aus den Jahren 1961 bis 1970 ist dem Bande beigegeben.
14956 Bjorn Sandvik
Das Kommen des Herrn beim Abendmahl im Neuen Testament

Zwingli, 1970, 170 Seiten, kartoniert
3-290-12058-9
978-3-290-12058-0
28,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 58
Mit der vorliegenden Untersuchung begibt sich der Verfasser auf bisher nahezu unbearbeitetes Neuland: Er behandelt das Problem einer hinter den neutestamentlichen Texten vorausgesetzten Abendmahlstheologie. Bekanntlich gibt es im euen Testament keine eigentliche Abendmahlslehre. Daher geht der Verfasser bei seiner Arbeit aus von zwei liturgischen Formeln, nämlich Maranatha und Hosanna. Er zeigt, wie bestimmte theologische Themenkreise des Neuen Testaments im Abendmahl ihren Ursprung haben, im besonderen der Tempelkomplex (die Vorstellung von der Gemeinde als Tempel Gottes). Außerdem legt er dar, daß es im euen Testament eine fest umrissene Abendmahlsparänese gibt. Texte des ganzen neutestamentlichen Schrifttums, aber auch der apostolischen Väter werden behandelt. Ziel dieser Arbeit soll sein, die heutige Diskussion über Bedeutung und Stellung des Abendmahles anzuregen.
4012 Felix Christ
Jesus Sophia
Die Sophia-Christologie bei den Synoptikern
Zwingli, 1970, 196 Seiten, kartoniert,
3-290-12057-0
978-3-290-12057-3
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 57
In den letzten Jahren ist mehr und mehr erkannt worden, welch führende Rolle die Sophia-Christologie im ältesten Christentum spielte. Die vorliegende exegetische Arbeit weist nach, daß Jesus schon in der synoptischen Tradition nicht nur als Träger der Weisheit, sondern als die Weisheit selbst erscheint. Der Verfasser zeigt auf, daß hinter den verschiedenen Weisheitslogien nicht ein einheitlicher (und gar «gnostischer») Ab- und Aufstiegs mythos (Bultmann), sondern der vielfältige, aus einer Vielzahl einzelner Motive allmählich gewachsene (allerdings mannigfach mythisch beeinflußte) Vorstellungskomplex der Weisheitstradition steht. Der Autor, Schüler Oscar Cullmanns, verbindet die verschiedenen historisch-kritischen Methoden, vermeidet aber bewußt, für die Sophia-Christologie überall eindeutige literarische oder historische «Abhängigkeiten» und einen bestimmten «Sitz im Leben» herauszustellen. Theologisch ist vielleicht der Nachweis am wichtigsten, daß die Hoheit Christi von Anfang an zur Christologie gehörte, ja daß Jesus gerade als der Erniedrigte der Erhöhte ist. Im Anschluß an die Untersuchung stellt sich die psychologische Frage: Was bedeutet es, daß nach der Identifikation J esu mit der weiblichen Hauptgottheit das «Weibliche» (C. G. Jung) als Mann auftritt? Stellt die Mariologie ein Ventil dar?
3-290-12055-7  Wilhelm Wilkens
Zeichen und Werke
Zwingli Verlag, 1969, 172 Seiten, 283 g, kartoniert,
3-290-12055-7
978-3-290-12055-9
28,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 55

Ein Beitrag zur Theologie des 4. Evangeliums in Erzählungs- und Redestoff
In einer früheren Arbeit suchte der Verfasser aufzuweisen, daß das vierte Evangelium unter der Hand ein und desselben Verfassers einen entstehungsgeschichtlichenProzeß durchmachte: Enthielt es zunächst den Erzählungsstoff, der wesentlich durch die sieben Zeichen charakterisiert wird, sowie einige andere Stücke und die Passions- und Ostergeschichte - so wurden in einer späteren Phase umfangreiche Redepartien aufgenommen und das Evangelium von deren Inhalt her neu konzipiert ...
Im vorliegenden Werk unternimmt Wilkens es nun, die theologischen Akzente von Erzählungsstoff und Redestoff herauszuarbeiten und voneinander abzuheben. Zum Index einer unterschiedlichen Nuancierung wird ihm dabei das Nebeneinander der Begriffe Semeion und Ergon.
In der Verhältnisbestimmung von Semeion und Ergon setzt sich der Autor gegen Bultmann einerseits und Käsemann anderseits für eine Aufwertung des Semeion-Begriffes ein. - Gegenüber Bultmann wird festgehalten, daß die johanneischen Zeichen nicht um der Hochschätzung des Wortes willen einfach als «verba visibilia » deklariert werden dürfen. Der vierte Evangelist mißt dem Wunder vielmehr eine auffallende Bedeutung bei und versteht es offensichtlich als offenbarungsgeladene Demonstration der göttlichen Doxa Jesu. - Gegenüber Käsemann wird ausgeführt, daß dessen Urteil eines «naiven Doketismus » in bezug auf die Serneia nicht zu halten sei. Die Realistik der Semeia ist alles andere als doketisch und ihr theologisch durchreflektiertes Verständnis alles andere als naiv. Die Semeia Jesu sind nicht nur «Staffage» und «Kommunikationsmöglichkeit» des Präexistenten, sondern von so realer Wirkungsmacht, daß sich die Geister an ihnen scheiden.
Auch die Passions- und Ostergeschichten sind geradezu als Herzstück in die Semeia-Konzeption des vierten Evangelisten einzuordnen. Das Kreuz ist das Semeion der Semeia!
Neben den Semeion-Begriff, der der Erzählungsschicht zugehört, tritt als weiterer Zentralbegriff johanneischer Theologie der Begriff des Ergon. Er ist vor allem im Redestoff anzutreffen. Die erweiterte Bedeutung der Erga Jesu gegenüber den Semeia spricht sich darin aus, daß der Evangelist «Ergon» gerne durch einen nachfolgenden Genitiv qualifiziert: z. B. «Gottes », «meines Vaters» u. a. m. Über die Semeia hinaus weisen die Ergaalso den Menschen mit besonderem achdruck auf das «Woher» des Tuns Jesu hin.
Erga sind im wesentlichen die Worte Jesu. Mit Recht hat Bultmann die Bedeutsamkeit dieser Tatsache herausgestellt. Trotzdem sollten nicht die Worte den Zeichen in einem Subordinationsverhältnis entscheidend übergeordnet werden. Zeichen und Worte sind einander im Johannesevangelium vielmehr sachlich zugeordnet. Wie die Reden Jesu unverhüllt vor sein Ego eirni stellen, auf das die Semeia hinweisen, so demonstrieren die Semeia unverhüllt die göttliche Doxa seines Ego eimi.
Das Problem eines messianischen Zwischenreiches bei Paulus Hans-Alwin Wilcke
Das Problem eines messianischen Zwischenreiches bei Paulus

Zwingli Verlag, 1967, 199 Seiten, kartoniert, 
3-290-12051-7
978-3-290-12051-1
20,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 51:
Die Vorstellung vom messianischen Zwischenreich hat sich im Verlauf der Kirchengeschichte im sogenannten Chiliasmus aus und fortgebildet. Wie ein Blick auf die Geschichte des Chiliasmus zeigt, hat er als eschatologische Lehre von einer «vorläufigen Vollendung des Reiches Gottes auf Erden durch unmittelbares Eingreifen des erhöhten Christus» teils grosse Anerkennung, teils aber auch schroffe Ablehnung erfahren.
Die Aufgabe dieser Untersuchung ist es nicht, dogmatische Überlegungen über Berechtigung oder Nichtberechtigung einer «chiliastischen» Lehre anzustellen; es soll nicht darüber geurteilt werden, inwiefern die Anschauung vom Zwischenreich im christlichen Kerygma ihren Platz haben muss oder nicht haben darf; es soll auch nicht die Problematik darum aufgerollt werden, weshalb - obwohl biblisch bezeugt (Apk 20) - jene Zwischenreichsidee in die heutige Theologie und kirchliche Verkündigung kaum Eingang findet.
Die Aufgabe dieser Arbeit ist lediglich diese:
es soll - soweit das möglich ist - ohne dogmatisches Vorurteil mit rein exegetisch-historischen Mitteln untersucht werden, ob die gegen Ende des ersten nachchristlichen Jahrhunderts voll ausgeprägte Lehre vom messianischen Zwischenreich bereits in Ansätzen bei Paulus vorlag und von ihm vertreten wurde.
978-3-290-12050-4 Band 50:
Roland Schütz
Johannes der Täufer

Zwingli Verlag / Theologischer Verlag Zürich, 1967, 151 Seiten, Klappenbroschur, 22,5 x 15,5 cm
978-3-290-12050-4
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 50
In dieser Studie über Johannes den Täufer würdigt der Autor, Prof. D. Dr. Roland Schütz, die souveräne Grösse, die dem eschatologischen Propheten gebührt. Niemand ausser dem Täufer hatte vor J esu Wirken das Wagnis unternommen, schuldbeladenen Menschen Sündenvergebung und Anwartschaft auf das Gottesreich zuzusichern.
War der in der Wüste zum Propheten berufene Täufer selbst nicht getauft? Die Quellen haben diese Frage nicht gestellt. Jedenfalls waren seine Tauchbäder unabhängig von den täglichen Waschungen der Essener; sie hatten keinen levitischen Charakter. Auch blieben sie abseits der jüdischen Proselytentaufe.
Des Täufers radikal umwälzende Stellungnahme zu Pharisäern und Zöllnern in seiner Volkstümlichkeit spiegelt sich in Jesu Gleichnisreden wieder. Und dies ist nicht die einzige Wirkung des Elia redivivus als des Vorbereiters für Jesu Verkündigung.
3-290-12048-1 Gottfried Schille
Die urchristliche Kollegialmission

Zwingli Verlag, 1967, 216 Seiten, 354, kartoniert,
3-290-12048-1
978-3-290-12048-1
20,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 48
Obgleich die Mission für die weltweite Ausbreitung der ersten Christenheit verantwortlich gemacht werden muss, hat sich die Fachwissenschaft jahrzehntelang von diesem Gegenstand abgewendet, mehrere zusammenfassende Darstellungen und die rege Diskussion um den Apostelbegriff ausgenommen. Nachdem die Mission als eigenes Anliegen der Urchristenheit erkannt worden ist, für welches vorchristliche Analogien kaum nachzuweisen sind, wird man wieder auf das Thema aufmerksam. Die vorliegende Untersuchung will die neutestamentliche missionarische Begrifflichkeit präziser erfassen helfen. Dabei rückt die Frage in den Vordergrund, was hinter den merkwürdigen, von der Forschung bisher übergangenen Listen urchristlicher Apostel und Mitarbeiter stehe. Verbergen sich in solchen Listen festere Mitarbeitertraditionen ?
Darf man diese auf dem Hintergrund der ältesten Apostelregeln deuten? Sind wir berechtigt, ein Institut der Missionare zu erschliessen, welche an bestimmten Provinzialorten wie an Missionszentren zu wohnen und von dort aus in das Umland vorzustossen pflegten, wobei die versammelte Missionarsgruppe zugleich das weisungsbefugte Gremium darstellte, das im Namen Jesu Christi den Einsatz im Missionsgebiet regelte? Bildeten diese Kollegien eine Vorstufe zur hierarchischen Verfassung? Gab es in der Antike für den kollegialen Gedanken Vorbilder? Die vorliegende Untersuchung stellt vor Fragen, die von unserer nach kollegialen Organisationen und einer kollegialen Neuordnung ihrer Missionsanstrengungen suchenden Generation bedacht werden sollten.
3-290-12047-3 Lieselotte Mattern
Das Verständnis des Gerichtes bei Paulus

Zwingli Verlag, 1966, 235 Seiten, 404 g, Kartoniert,
3-290-12047-3
978-3-290-12047-4
20,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 47
Die vorliegende Doktorarbeit befasst sich mit einer der schwierigsten Fragen der paulinisehen Theologie. Ist der hierfür bewiesene Mut der Verfasserin schon verdienstlich, so sind es die erzielten Ergebnisse erst recht. In sorgfältiger exegetischer und systematischer Bemühung gelangt Lieselotte Mattem zu folgenden Ergebnissen:
«Das Gericht» ist kein Kapitel am äussersten Rand paulinischer Theologie, und das Gerichtsverständnis des Paulus ist nicht jüdisch.
Eine oberflächliche Betrachtung erweckt zwar den Anschein, als habe Paulus das apokalyptische und das rabbinische Gerichtsverständnis - nämlich einerseits die Freiheit des Gerechten vom Gericht und andererseits ein Gerichtsverfahren, welches das Handeln jedes Menschen abwägend beurteilt - gewissermassen addiert. Diese Folgerung wäre jedoch falsch - und zwar nicht nur darum, weil für Paulus die neue Schöpfung schon angebrochen ist und die Verantwortung des Tuns nicht zur Gerechtsprechung führt, sondern auch darum, weil dieser grundlegende Unterschied zum jüdischen Gerichtsverständnis eine Addition eines - wenn auch reduzierten - apokalyptischen und rabbinischen Gedankengutes unmöglich macht. Es geht Paulus nicht um Addition alter Vorstellungen und Aussagen, sondern um ein grundlegend Neues: die «iustificatio impii»,
die in verantwortlichen Gehorsam stellt.
Während der Apokalyptiker vom Gericht her lebt - er flieht in die Zukunft, um die Gegenwart ertragen zu können - und der Rabbine auf das Gericht hin lebt - er nimmt die Gegenwart ernst, um das Gericht ertragen zu können -lebt der Christ als Diener des Herrn und hat teil am Werk des Herrn. Für diesen Dienst fordert ihn der Herr einst zur Rechenschaft.
978-3-290-12046-7 Mathias Rissi
Was ist und was geschehen soll danach

Zwingli Verlag, 1965, 150 Seiten, 266 g, kartoniert,
3-290-12046-5
978-3-290-12046-7
28,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 46
Die Zeit- und Geschichtsauffassung der Offenbarung des Johannes
In keiner anderen Schrift des Neuen Testamentes ist die Geschichte so sehr zum eigentlichen Gegenstand der theologischen Erkenntnis geworden, wie in der Offenbarung des Johannes. Es geht in ihr allerdings nicht um die Ausarbeitung einer allgemeinen Geschichtstheologie, sondern ganz konkret um prophetische Deutung der Geschichte, die zwischen den bei den über alle menschliche Geschichte entscheidenden Eingriffen Gottes liegt, zwischen der historisch datierbaren ersten Erscheinung J esu Christi und seiner Wiederkunft.
Die vorliegende Studie beschränkt sich auf eine historische Untersuchung der Grundstrukturen des Geschichtsverständnisses der Johannesapokalypse und möchte zu zeigen versuchen, wie wesentlich diese Erkenntnisse für die Auslegung des ganzen Buches sind.
5159 Hans Jakob Gabathuler
Jesus Christus
Haupt der Kirche - Haupt der Welt
Zwingli, 1965, 186 Seiten, 340 g, kartoniert,
20,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 45
Der im ersten Kapitel des Kolosserbriefes befindliche Christushymnus besitzt als locus classicus des kosmischen Aspektes der Christologie eine Sonderstellung im ganzen Neuen Testament. Auf das Christusverständnis und damit auf das ekklesiologische Selbstverständnis gewisser Kirchen übte er einen nachhaltigen Einfluss aus. Kein Wunder, dass die Aufmerksamkeit der Fachgelehrten gegenüber diesem Text immer gross war. Zu den zuweilen weitgehenden Spekulationen der systematischen Theologie bilden dabei die zur Vorsicht mahnenden Hinweise der neutestamentlichen Wissenschaft, wie stark der Verfasser des Briefes an dieser Stelle religionsphänomenologische Vorstellungen aus ausserchristlichen Bereichen übernimmt und in nicht unbedenklich kühner Weise auf den Christus der Gemeinde überträgt, einen deutlichen Kontrapunkt.
Im Anschluss an die kirchenbegrifflichen Diskussionen der oekumenischen Konferenz von New Delhi ist nun diese strahlungsreiche neutestamentliche Perikope in besonderer Weise in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, und hat über die zeitweise den Vorrang behauptende exegetische Erwägung hinaus wieder die systematischen Fragestellungen vordringlich werden lassen.
Damit erscheint dieses Buch zur rechten Zeit, um einen wesentlichen Beitrag zum Gespräch zu leisten.
Gabathulers Arbeit ist in den Hauptteilen ein Literaturbericht über die wichtigsten Deutungsversuche seit Schleiermacher. Im Schlussteil wird sodann die Konfrontation der Ergebnisse mit der aktuellen oekumenischen Debatte vollzogen.
Die Selbstbeschränkung des Verfassers, den verschiedenen Entwürfen nicht noch eine ausgeführte eigene Konstruktion gegenüberzustellen, wohl aber von deutlich formulierter Eigenposition aus in kritischem Überblick die forschungsgeschichtliche Darstellung einer mehr als jahrhundertelangen Arbeit an diesem Text zu geben, weist sich hier als Vorteil aus. Wer immer heute theologisch auf diesen sich für die Kirchen der Welt folgenreich anlassenden Problemkomplex eintritt, wird für Gabathulers kluges Referat des weitschichtigen Materials dankbar sein.
  Otto Bächli
Israel und die Völker
Eine Studie zum Deuteronomium
Zwingli, 1962, 235 Seiten, 410 g, kartoniert,
3-290-12041-4
978-3-290-12041-2
39,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 41

Die vorliegende Studie zum Deuteronomium von Pfarrer Otto Bächli versucht, die neue Konzeption Israels aus der Auseinandersetzung des Gottesvolkes mit den Völkern seiner Umgebung verständlich zu machen. Es sind drei Fragen, die auf Grund der Fixierung des Themas beantwortet werden sollen: Wodurch sieht der Deuteronomist Israel gefährdet ? Welche Waffen setzt er gegen die in den Völkern auftretende Front ein? Wie bildet sich im Verlauf der Auseinandersetzung eine neue Sicht Israels heraus? Die Antwort auf diese Fragen führt zum Schlusskapitel über die Herkunft des Deuteronomiums. Die ganze Anlage der Studie erweist sich als fruchtbar für die Aufhellung bisher ungeklärter Phänomene im Deuteronomium und in der späten Königszeit.
3-290-12040-6 John Bright
Altisrael in der neueren Geschichtsschreibung
Eine methodologische Studie
Zwingli, 1961, 139 Seiten, 257 g, kartoniert,
3-290-12040-6
978-3-290-12040-5
20,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 40

Die vorliegende Untersuchung von Professor Dr. J ohn Bright, Dozent für Hebräisch und Altes Testament am Union Theological Seminary Richmond, Virginia, beschäftigt sich mit einem methodischen Problem, das sowohl die Darstellung wie das Verständnis der Geschichte Israels entscheidend beeinflusst. Es geht um die Frage: Durch welche Methode kann man den historischen Wert der Überlieferungen über die Erzväter, den Auszug und die Eroberung, wie sie im Hexateuch zu finden sind, feststellen, und auf welche Weise, bis zu welchem Grad, kann man sie - zusammen mit anderen Befunden - zur Rekonstruktion des Ursprungs und der Frühgeschichte des hebräischen Volkes verwenden? Das ist keine akademische Frage ohne praktische Bedeutung. Im Gegenteil. Für den Theologen kann die wirkliche Geschichte nie Nebensache sein. Wie man die Geschichte und den Glauben Frühisraels rekonstruiert, ist sehr bedeutsam.
Wagner, religionsgeschichtliches Problem Römer 6 Band 39:
Günter Wagner
Das religionsgeschichtliche Problem von Römer 6,1-11

Zwingli Verlag, 1962, 351 Seiten, kartoniert,
3-290-12039-2
978-3-290-12039-9
39,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 39
Die Tauffrage beschäftigt die heutige Forschung auf das lebhafteste. Es ist verständlich, dass dabei das 6. Kapitel des Römerbriefes mit seinem für die paulinische Taufanschauung aufschlussreichen Text im Mittelpunkt der Diskussion steht. Die vorliegende Untersuchung von Dr. Günter Wagner, Associate Professor of New Testament am Baptist Theological Seminary Rüschlikon/Zürich, will keine neue Interpretation von Römer 6 bieten. Es soll vielmehr gefragt werden, was von den religionsgeschichtlichen Parallelen her - und das heisst in diesem Falle, besonders von den Mysterien her - aufhellend zum Text zu sagen oder auch nicht zu sagen ist. Hat z. B. R. Bultmann recht, wenn er behauptet, dass die Interpretation der Taufe, die Paulus in Römer 6 bietet, aus der hellenistischen Gemeinde stammt? Der erste Teil der Arbeit versucht, einen darstellenden Überblick über die Geschichte der Exegese von Römer 6 im Lichte der religionsgeschichtlichen Fragestellung zvi gehen. In einem zweiten Teil wird das religionsgeschichtliche Material gesichtet. Im dritten Teil schliesslich wird kurz die Frage behandelt, inwieweit eine «mysterienhafte» Auslegung von Römer 6, also eine Interpretation in Analogie zu verwandten Vorstellungen des Miterlebens des Schicksals der Gottheit in den Mysterienreligioncn, im Text selbst einen Rückhalt findet.
3-290-12038-4 Werner Bieder
Die Berufung im Neuen Testament

Zwingli, 1961, 110 Seiten, kartoniert,
978-3-290-12038-2
18,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 38
Professor Dr. Werner Bieder, der an der Universität Basel als Dozent für Missionswissenschaft und Neues Testament tätig ist und zugleich das Amt eines Studienleiters im Missionshaus Basel innehat, bekennt, dass zwei Gründe ihn zu der vorliegenden Arbeit veranlasst haben: «Einmal hat Karl Barth in der Entfaltung seiner Versöhnungslehre sich über des Menschen Berufung ausgesprochen. Dies ist für den Exegeten ein Anreiz, text-analytisch derselben Frage nachzugehen. Zweitens höre ich als Kursleiter im Basler Missionshaus immer wieder von der Krise in der missionarischen Berufung, was mich veranlasst, grundsätzlich darüber nachzudenken, was es mit der Berufung des Christen im allgemeinen und mit der Berufung des Missionars im besonderen auf sich habe.»
Die für die christliche Existenz entscheidende Frage der Berufung ist bei der heutigen Situation der Kirche und ihrer Mission zweifellos von besonderem Interesse. Es ist deshalb erfreulich, dass Professor Bieder diesem wichtigen Thema, zu dem bisher fast keine fachwissenschaftliehen Beiträge veröffentlicht wurden, im Neuen Testament nachgegangen ist und als Frucht seiner Studien diese Schrift vorlegen kann. Er leistet damit den Christen und ihrer Kirche einen wesentlichen Dienst.
In einem ersten Teil des Buches wird die Berufung der Jünger und die Berufung des Apostels Paulus und in einem zweiten Teil die Berufung der Gemeinde behandelt.
3-290-12028-7 Eduard Schweizer
Erniedrigung und Erhöhung bei Jesus und seinen Nachfolgern

Zwingli Verlag, 1962, 195 Seiten, 342 g, kartoniert,
3-290-12028-7
978-3-290-12028-3
20,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 28
Diese Monographie von Professor Dr. Eduard Schweizer, Ordinarius für Neues Testament an der Universität Zürich, ist keine Darstellung der neutestamentlichen Theologie, sondern will einer Linie des neutestamentlichen Denkens nachgehen, die für die heutige Verkündigung der Kirche von wesentlicher Bedeutung ist.
Die christliche Gemeinde unserer Zeit ist nicht geplagt von ihrem Sündenbewusstsein wie die palästinensische Gemeinde oder diejenige zur Zeit Luthers, wohl aber wie die hellenistische Gemeinde von der Weltangst und der Frage nach dem Sinn des Lebens überhaupt. Hält man es für unerlaubt, zuerst mit allen möglichen Mitteln ein Sündenbewusstsein zu erwecken, um daraufhin mit seiner Antwort willkommen zu sein, dann muss man fragen, was im Neuen Testament als Hilfe für diese Fragen vorliegt. Vielleicht begegnet der moderne Mensch zuerst dem, der ihn in die Nachfolge ruft, darin sein «Herr» wird und ihn so freimacht von Angst und Sinnlosigkeit, um dann zu verstehen, dass eben diese nichts anderes sind, als was die palästinensische Gemeinde die «Sünde» nannte, und dass der Herr, der ihn in die Nachfolge rief, eben damit «für ihn» lebte und gekreuzigt wurde.
zur Seite Jesu Nachfolge
02596 Aage Bentzen
Messias Moses redivius Menschensohn
Skizzen zum Thema Weissagung und Erfüllung
Zwingli, 1948, 80 Seiten, 150, kartoniert,
15,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 15
VORWORT
Was ich hier biete, ist nur eine Skizze zu einem Buche über das Thema «Weissagung und Erfüllung» auf Grund der neueren Forschung über die alttestamentlichen Psalmen im Lichte der vergleichenden Literatur- und Religionsgeschichte, so wie diese gegenwärtig besonders von skandinavischen Forschern getrieben wird.
Aber auch als Skizze, man könnte sagen als Torso, kann doch vielleicht das Buch einen Eindruck geben von dem, was gegenwärtig hier in Skandinavien den Altestamentler wissenschaftlich beschäftigt. Und ich hoffe, dass meine eigenen Beiträge zur Diskussion die gemeinsame Arbeit fördern können, wenn auch nur dadurch, dass sie Widerspruch erregen.
Hellerup, den 20. Oktober 1947.
Aage Bentzen.
Inhaltsverzeichnis
8289 Rudolf Liechtenhan
Die urchristliche Mission
Voraussetzungen, Motive und Methoden
Zwingli Verlag, 1946, 98 Seiten, 221 g, Kartoniert,
15,00 EUR
Abhandlungen zur Theologie des Alten und Neuen Testaments Band 9
Einleitung
Adolf von Harnack hat in seiner Missionsgeschichte die These aufgestellt, daß jesus selbst keine Missionierung der Heiden ins Auge gefaßt 'habe, daß aber die universale Bestimmung seiner Botschaft in ihrem Charakter und Inhalt gegeben sei und darum aus inneren Gründen zur Heidenmission habe führen müssen. Seither hat sich aber das Problern weiter verschoben. Es ist Jesus der Wille nicht nur zur Gründung einer organisierten Kirche, sondern überhaupt zur Sammlung einer Reichsgemeinde abgesprochen worden. Unter der Voraussetzung, daß, er nichts anderes als das Reich und seine nahe Zukunft gepredigt habe, werden alle Worte, welche die Existenz einer Gemeinde voraussetzen, als sekundäre Gemeindebildung erklärt. Nachdem Bultmann in seiner Geschichte der synoptischen Tradition nach dem Vorgang von Wellhausen diese kritische These konsequent durchgeführt hatte, hat er sich mit den seither erhobenen Einwendungen in einem Artikel der Theologischen Blätter auseinandergesetzt. Die Diskussion dreht sich vor allem um die von K. L. Schmidt verteidigte Echtheit der Worte an Petrus über die Kirche, Matth. 16, 17 -19. Ich möchte aber nicht bei der Frage stehen bleiben, ob Jesus diese Worte in der überlieferten Form gesprochen haben könne. Dahinter steht die umfassendere Frage, ob er überhaupt eine Anhängerschaft gesammelt und ihr die Aufgabe der Fortsetzung seines Werkes nach seinem Tode bis zur Parusie übertragen habe'. Das heißt aber nichts anderes als die Frage, ob die Mission schon im Willen und irdisehen Lebenswerk jesu begründet sei. Ihr gilt die folgende Untersuchung. Dabei scheint es mir geboten, eine Auseinandersetzung mit den Aufstellungen Bultmanns vorauszuschicken. Darnach möchte ich den Wurzeln der Mission in Botschaft und Wirksamkeit jesu selbst, zuletzt ihrer Entfaltung in der Zeit der Apostel nachgehen.
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