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| Geschichte des Christentums, Herder Verlag | Einzeltitel zur Geschichte des Christentums | Kirchengeschichte in Einzeldarstellungen | zum Poster Geschichte des Christentums | |
| Theissen, Gerd Die Religion der ersten Christen Eine Theorie des Urchristentums Gütersloher Verlagshaus, 2000, 432 Seiten, 3-579-02623-2, 39,95 EUR |
| Theissen, Gerd Erleben und Verhalten der ersten Christen Gütersloher Verlagshaus, 2007, 500 Seiten, Gebunden, Schutzumschlag, 978-3-579-08014-7 39,95 EUR |
Eine Psychologie des
Urchristentums Eine der faszinierendsten Fragen der Geschichtsschreibung ist die nach der Entstehung des Christentums: Was führte dazu, dass aus einer kleinen Sekte des Judentums eine Bewegung erwuchs, die die Weltgeschichte veränderte? Um dies zu verstehen, genügt es nicht, historische und soziologische Fakten zu interpretieren. Es sind gerade auch psychologische Sachverhalte, die an der Wurzel des Christentums liegen. In dieser Psychologie der urchristlichen Religion beschreibt und ordnet der Heidelberger Neutestamentler das religiöse Verhalten und Erleben der ersten Christen und macht es für uns heute verstehbar. Nach »Die Religion der ersten Christen« ein weiteres großes Werk in der Deutung des Frühen Christentums. |
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| Walter
Rebell Urchristentum und Pädagogik Calwer Verlag, 1993, 126 Seiten, kartoniert, 978-3-7668-3197-2 9,80 EUR |
Jeder Theologe weiß, daß das Niveau, auf dem sich
das urchristliche Denken bewegte, nicht lange gehalten wurde. Die
Abwärtsbewegung deutet sich bereits in den Spätschriften des Neuen
Testaments an, und in den Neutestamentlichen Apokryphen und
Apostolischen Vätern, aber auch in der im 2. Jh. einsetzenden
apologetischen Literatur ist dann gegenüber dem urchristlichen Denken
ein gewaltiger theologischer Substanzverlust festzustellen. Während einer längeren und intensiven Beschäftigung mit den Neutestamentlichen Apokryphen und Apostolischen Vätern stellte sich mir immer drängender die Frage nach den Ursachen für die Abwärtsbewegung. Wie ist zu erklären, daß die theologische Grundlage des Glaubens, die im Urchristentum errichtet wurde, so rasch zerbröckelte? Aus den Neutestamentlichen Apokryphen und Apostolischen Vätern können wir für den neutestamentlich bezeugten Christusglauben keinen Gewinn ziehen; er ist hier fast bis zur Unkenntlichkeit verflüchtigt, deformiert. Kein Irrweg, den man gehen konnte, wurde ausgelassen. Allerdings haben die Neutestamentlichen Apokryphen und Apostolischen Väter für den heutigen christlichen Glaubensvollzug eine indirekte Bedeutung: Sie zeigen, welche unterschiedlichen Standpunkte im Rahmen des Christusglaubens eingenommen werden konnten, wie weit im frühen Christentum die Interpretationsmöglichkeiten reichten. Verschriftet in frühen Texten, treten uns grundsätzliche Positionen gegenüber, die man zur Christusoffenbarung beziehen kann, und zwar solche Positionen, die unterhalb des theologischen Niveaus des Neuen Testaments liegen. Sich mit solchen Positionen auseinanderzusetzen lohnt sich theologisch in hohem Maße. Und zwar deshalb: Es sind im Prinzip auch heute eingenommene Positionen; wenn wir in die Neutestamentlichen Apokryphen und Apostolischen Vätern hineinschauen, sehen wir wie in einem Spielgel eigene Glaubensvollzüge. Wir erkennen - über diese Texte - unsere eigenen Abweichungen vom Neuen Testament und sind aufgerufen, unsere eigene Position neu zu bestimmen. Band 74 aus der Reihe Arbeiten zur Theologie |
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