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Kriminalgeschichte des Christentums,
Rowohlt Verlag |
| Wohl kaum ein anderer
Autor hat die dunklen Kapitel der Geschichte des
Christentums so ausgeleuchtet wie Karl Heinz Deschner,
der sich nicht davor scheut, Kirchenführer als
"Verbrecher" zu bezeichnen. Seit vier
Jahrzehnten arbeitet er an einem Sittengemälde des
Christentums und hat dazu über dreißig Bücher
verfasst, womit er zu einem der profiliertesten
Kirchenkritiker wurde. Zudem hat der aus dem
Oberfränkischen stammende, 1924 geborene Literat sich
als Romancier und Aphoristiker einen Namen gemacht und
wurde mit mehreren Auszeichnungen bedacht (u.a.
International Humanist Award, Alternativer
Büchnerpreis). Seit 1986 erscheint bei Rowohlt sein
monumentales Hauptwerk über die vergangenen zwei
Jahrtausende: "Kriminalgeschichte des
Christentums", das auf zehn Bände mit etwa 6000
Seiten konzipiert ist. Der Kriminalhistoriker bringt
besonders das zur Sprache was die offizielle kirchliche
Lesart geflissentlich verharmlost oder gar verschweigt.
Und so lesen sich manche seiner Kapitel, beispielsweise
in Band 7, wie ein Gruselroman, der von Scheiterhaufen
berichtet, die nie erlöschen, und den Leser in modrige
Kerker und Folterkammern führt, wo die
"Ungläubigen" im Namen des christlichen
Glaubens gevierteilt oder ihnen Zunge und Augen
ausgeschnitten werde. Die zeitgenössischen Theologen
wussten derlei Gewalt mit grotesken Kommentaren zu
legitimieren, wenn sie etwa von "Liebe in fremder
Gestalt" sprachen oder die Kreuzzüge als göttliche
Taten feierten ("Durch Gottes Gnade wurden über
3000 Heiden erschlagen"). Deschner geht es nicht um
eine "ausgewogene" Darstellung; vielmehr
schreibt er, mitunter in sarkastischem Unterton, als
aufklärerischer Humanist, der daran Anstoß nimmt, dass
das als Liebesreligion wähnende Christentum eine Unmenge
von Verbrechen begangen hat. Mit seiner in lockerer
Sprache verfassten "Kriminalgeschichte" hat
Deschner ein alternatives Standardwerk geschaffen, das
den Leser ungeschminkt hinter die Kulissen schauen
lässt. Damit entlarvt er die herkömmliche
Kirchengeschichtsschreibung, die noch immer unter
apologetischen Vorzeichen steht. |
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Titel |
EUR,
gebundene Ausgabe |
Jahr |
| 1 |
3-498-01263-0 |
Die Frühzeit. Von den Ursprüngen
im Alten Testament bis zum Tod des hl. Augustinus (430) |
vergriffen |
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1986 |
| 2 |
3-498-01277-0 |
Die Spätantike. Von den
katholischen "Kinderkaisern" bis zur Ausrottung
der arianischen Wandalen und Ostgoten unter Justinian I.
(527 - 565) |
24,00 |
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1988 |
| 3 |
3-498-01285-1 |
Die Alte Kirche. Fälschung,
Verdummung, Ausbeutung, Vernichtung |
24,00 |
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1990 |
| 4 |
3-498-01300-9 |
Frühmittelalter. Von König
Chlodwig I. (um 500) bis zum Tode Karls "des
Grossen" (814) |
24,00 |
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1994 |
| 5 |
3-498-01304-1 |
9. und 10. Jahrhundert. Von Ludwig
dem Frommen (814) bis zum Tode Ottos III. (1002) |
27,00 |
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1997 |
| 6 |
3-498-01309-2 |
11. und 12. Jahrhundert. Von
Kaiser Heinrich II., dem "Heiligen" (1002), bis
zum Ende des Dritten Kreuzzugs (1192) |
27,00 |
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1999 |
| 7 |
3-498-01320-3 |
Das 13. und 14. Jahrhundert. Von
Kaiser Heinrich VI. (1190) zu Kaiser Ludwig IV dem Bayern
(1337) |
29,90 |
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2002 |
| 8 |
3-498-01323-8 |
Das 15. und 16. Jahrhundert |
vergriffen |
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2005 |
| 9 |
978-3-498-01327-1 |
Mitte des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts.
Vom Völkermord in der Neuen Welt bis zum Beginn der Aufklärung |
29,90 |
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2008 |
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