Martin
Hengel / Anna Maria Schwemer
Jesus und das Judentum
Mohr Siebeck, 2007,
700 Seiten,
978-3-16-149359-1,
95,00
EUR
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Der erste Band
dieser auf vier Bände geplanten Geschichte des frühen
Christentums umfasst den Weg und das Wirken Jesu
vor dem Hintergrund des zeitgenössischen Judentums in
Palästina. Dass die Darstellung Jesu selbst bereits Teil
einer solchen Geschichte sein muß, sollte heute nicht
mehr bestritten werden. Jesu Wirken und Leiden muß in
engem Zusammenhang mit dem palästinischen Judentum und
seinen religiös-politischen Gruppen gesehen werden. Bei
der Überfülle der Jesusbilder kommt den Vorfragen nach
den Quellen und den Kriterien einer historischen
Untersuchung besondere Bedeutung zu. Hier ist wesentlich,
daß aufgrund der Quellenlage nur »Annäherungen«
möglich sind und die historische Gestalt Jesu von sehr
verschiedenen Aspekten aus gesehen werden kann. Martin
Hengel und Anna Maria Schwemer untersuchen zunächst die
galiläische Herkunft Jesu, und behandeln dann weiter das
Verhältnis zu Johannes dem Täufer und den historischen
Rahmen seines Wirkens. Es folgen die Form seiner
Verkündigung sowie deren Inhalt, der von der
anbrechenden Gottesherrschaft, dem göttlichen Willen und
der Liebe des Vaters bestimmt ist. Weitere Schwerpunkte
bilden Jesus als Wundertäter und das umstrittene Problem
seines messianischen Anspruchs, der nicht auf die
Titelfrage beschränkt werden darf. Am Ende stehen der
letzte Kampf in Jerusalem, seine Passion und die
Erscheinungen des Auferstandenen. |