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Peter Schäfer
Jesus im Talmud
Mohr Siebeck, 2010, 330 Seiten, fadengeheftete Broschur,
978-3-16-150253-8
29,00 EUR
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Jesus im Talmud gilt vielen Forschern als
Oxymoron, kommt doch die Gründerfigur des Christentums nur in
zusammenhanglosen und über das Gesamtwerk verstreuten Passagen des
Talmud vor. P. Schäfer unterzieht diese wenigen Passagen einer neuen
Prüfung, indem er durch eingehende Exegese den jeweiligen Kontext
aufdeckt, in den sie in die talmudische Diskussion eingebettet sind.
Einige immer wiederkehrende Topoi wie Magie, Gotteslästerung,
Götzendienst und sexuelle Verfehlungen ziehen sich wie ein roter
Faden durch diese Texte und lassen sich – entgegen den bisherigen
Erkenntnissen – zu einer Grundstruktur verbinden, entlang der die
Rabbinen (wenn auch in verhüllter Form) ihre Gegenerzählung zum
Bericht des Neuen Testaments vortragen. Schäfer sieht hierin die
Kampfansage einer bedrohten Religion, die sich am Anfang der
„Trennung der Wege“ selbstbewusst gegen ihre Herausforderin, das
Christentum, wehrt. |
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Peter Schäfer
Die Geburt des Judentums aus dem Geist des Christentums
Mohr Siebeck, 2010, 220 Seiten, fadengeheftete Broschur,
978-3-16-150256-9
24,00 EUR
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Fünf Vorlesungen zur Entstehung des
rabbinischen Judentums
Die Entstehung des Christentums aus dem Judentum war keine
Einbahnstrasse, sondern hatte auch Rückwirkungen auf das
zeitgenössische rabbinische Judentum. Die kritischen Diskussionen
christlicher Vorstellungen (Gott-Vater und Gott-Sohn, Trinität) in
den rabbinischen Lehrhäusern bezeugen deren Anziehungskraft in
jüdischen Kreisen.
Peter Schäfer, geboren 1943; 1974-83 Professor für Judaistik an der Universität
Köln; 19832008 Professor für Judaistik und Direktor des Instituts
für Judaistik, Freie Universität Berlin; seit 1998 Perelman
Professor of Jewish Studies and Professor of Religion, Princeton
University; seit 2005 Director, Program in Judaic Studies, Princeton
University.
aus der Reihe Tria Corda |
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Folker Siegert
Kirche und Synagoge
Ein lutherisches Votum
Vandenhoeck & Ruprecht, 2012, 479 Seiten, Gebunden,
978-3-525-54012-1
115,95 EUR  |
Wie sehr belasten Luthers böse Worte
noch heute das Verhältnis von Protestanten und Juden?
Dieses Werk forscht nach Schattenseiten der Reformation. Martin
Luther polemisierte gegen Papsttum, sogenannte »Schwärmer« und
Muslime, in seinen späten Schriften dämonisierte der Reformator die
Juden. Beschämende Worte fand Luther für seine »Feinde«, die
Jahrhunderte später der Nationalsozialismus aufgriff und die so zum
dunkelsten Kapitel der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts
beitrugen.
Bis in die heutige Zeit belastet Luthers antijüdische Polemik die
lutherischen Kirchen. In den Medien werden die Schriften nicht
einfach abgewehrt, sondern thematisiert. Grund genug für Mitglieder
evangelisch-lutherischer Kirchen, sich an den Grundlagen der eigenen
Kirche zu stören und nach Lösungen zum Umgang mit dieser Problematik
zu forschen.
Die Zahl der Landeskirchen wächst, die sich um das Verhältnis
zwischen der Kirche Jesu Christi und dem ersterwählten Volk Gottes
sorgen. Eine Positionsbestimmung erscheint für die reformierten und
unierten Kirchen leichter als für die lutherischen Kirchen. Die
Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche
Deutschlands trägt schwer an diesem Thema, so sehr, dass sie
angesichts des Reformationsjubiläums eine Erklärung zum
lutherisch-israelischen Verhältnis abzugeben gedenkt.
Sollte es Differenzen im Verhältnis der lutherischen Kirche zu
Israel geben, welcher Natur sind sie? Die Autoren des Sammelbandes
fragen nach der Qualität dieser Differenzen: Sind sie dogmatisch
oder traditionsgeprägt? Wie intensiv sind sie, eher Akzente oder
Nuancen; oder nur zufällig entstanden? Insgesamt zielt dieses Buch
auf die positive Berücksichtigung des lebenden Judentums als der uns
nächststehenden Religion in die Lehrbildung der evangelischen
Theologie, und zwar da, wo dies am schwierigsten zu sein scheint: im
Herzen der Dogmatik. |
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Klaus Wengst
Jesus zwischen Juden und Christen
Kohlhammer Verlag, 2004, 210 Seiten, kartoniert, 978-3-17-018327-8
18,00 EUR
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Christen sind durch das Neue
Testament auf Jesus bezogen. Jesus aber war Jude. Jesus eint - Jesus
trennt. Wir müssen uns darüber verständigen, wer wir als Kirche Jesu
Christi angesichts Israels sind.
»... eine ökumenisch kompromißlose, exegetisch-bibeltheologisch
kompetente und doch allgemeinverständlich gehaltene Darstellung des
Glaubens an Jesus... Es ist vor allem die ... Sehweise und Haltung
des Hörens auf den jüdischen Glauben, welche dieses Buch zu einem
wichtigen Beitrag in der ökumenischen Verständigung macht.« (R.
Oberforcher, Zeitschrift für katholische Theologie)
Die Neuauflage wird ergänzt u.a. durch ein eigenes Kapitel »Seit
wann gibt es Christentum?« sowie durch Ausführungen, die das
Verhältnis von Christen zu Juden in trinitarischer Perspektive
reflektieren.
Professor Dr. Klaus Wengst lehrt Neues Testament und Judentumskunde
an der Universität Bochum |
Henrix, Hans H.
Judentum und Christentum
Gemeinschaft wider Willen
Matthias-Grünewald Verlag, 2004, 227 Seiten, kartoniert,
3-7867-8525-2
10,90 EUR
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In diesem Band wird
der Dialog zweier Weltreligionen beschrieben, die in
einer besonderen Verbindung stehen und einander
Wesentliches verdanken: die Christen in ihrem Ursprung,
die Juden in der weltweiten Verbreitung ihrer religiösen
Kultur. Zwei Zugänge gibt es: einen historischen, der
2000 Jahre einer spannungsreichen Geschichte
durchstreift, die sich im Antisemitismus verfestigt hat,
und einen systematischen, der die wichtigsten
Konfliktthemen bearbeitet: Bundestheologie, Heilsfrage,
Messiaserwartung, Inkarnationsglaube. Das fundierte und
detaillierte Werk ist für jeden an der
jüdisch-christlichen Verständigung Interessierten
notwendig, aber auch ein Lehrstück über den religiösen
Dialog überhaupt. |
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