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Julius Wellhausen Vorlesung |
| Die Vorlesung ist nach einem der
bedeutendsten Gelehrten benannt, die das Gesicht der Universität
Göttingen im 19. Jahrhundert prägten. Julius Wellhausen (1844-1918)
forschte im Laufe seines Lebens über drei Gebiete: das Alte Testament,
das Neue Testament und das alte Arabien, anders ausgedrückt: das
Judentum, das Christentum und den frühen Islam. In allen drei
Disziplinen hat er Bahnbrechendes geleistet, von dem diese bis heute
zehren und worauf sie nach wie vor aufbauen. Die nach ihm benannte,
jährlich stattfindende Vorlesung wird vom Centrum Orbis Orientalis (CORO)
veranstaltet, das gemeinsam von der Akademie der Wissenschaften zu
Göttingen und der Georg-August-Universität Göttingen getragen wird. Die
Vorlesungsreihe will zum einen an den Forscher Julius Wellhausen
erinnern, zum anderen zur Fortsetzung und öffentlichen Verbreitung der
Forschungen in den von ihm repräsentierten und benachbarten
philologisch-historischen Disziplinen beitragen. |
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Williamson, H. G. M.
Holy, Holy, Holy
The Story of a Liturgical Formula, Languages: English
de Gruyter, 2008, 36 Seiten, Paperback, 20.5 x 13.5 cm
978-3-11-020716-3
19,95 EUR  |
Julius-Wellhausen-Vorlesung 1
In one form or another, the Trisagion, “Holy, holy, holy is the Lord of
hosts; the whole earth is full of his glory”, entered Jewish and
Christian liturgy at an early stage from Isaiah’s account of his vision
as recorded in Isaiah 6. Before that happened, however, it is likely
that it went through a significant change of meaning from what the Old
Testament prophet himself meant by it. Drawing on material that was
familiar to him from the worship of the Jerusalem temple, he used it
distinctly but characteristically to challenge his audience’s view that
God would automatically protect them from their enemies. In other words,
the saying had a threatening rather than an encouraging tone. In the
course of the following centuries, however, as the book of Isaiah grew,
new reflections on the saying were added in the later chapters, with the
result that when the book came to be translated into Greek the
translator was justified in rendering the saying in the way that has
become familiar to us. The unusual retention of the Hebrew word “Sabaoth”,
however, reminds us even today of the long path by which it has reached
us from antiquity. |
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Albrecht Dihle
Hellas und der Orient
Phasen wechselseitiger Rezeption, Sprachen: Deutsch
de Gruyter, 2009, 60 Seiten, Broschur, 20.5 x 13.5 cm 978-3-11-021956-2
14,95 EUR  |
Julius-Wellhausen-Vorlesung 2
Die Vorlesung widmet sich der Frage, wann und unter welchen Umständen
die Rezeption orientalischer Traditionen in der antiken griechischen
Kultur stattfand. Durch spektakuläre Thesen über die orientalische
Herkunft der homerischen Epen ist die Frage in jüngster Zeit wieder
höchst aktuell geworden und wird kontrovers diskutiert. Albrecht Dihle
geht das einschlägige Material von den orientalischen Lehnwörtern im
Griechischen über die kunstgeschichtlichen Einflüsse der klassischen
Zeit bis hin zu den philosophischen Diskursen und den Mysterienkulten
der Spätzeit Punkt für Punkt durch. Auf diese Weise zeichnet er ein
lebendiges und zugleich differenziertes Bild der Begegnung und des
wechselseitigen Austauschs zwischen Ost und West im Laufe der Geschichte
des griechischen Altertums. |
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Josef von Ess
Dschihad gestern und heute
Sprachen: Deutsch
de Gruyter, 2011, 60 Seiten, Broschur, 20.5 x 13.5 cm
978-3-11-024569-1
14,95 EUR  |
Der dritte im Rahmen der
Julius-Wellhausen-Vorlesung erscheinende Band behandelt den
Dschihad vornehmlich als historisches Phänomen. Van Ess erklärt
die gegenwärtige Entwicklung nicht nur vom Koran und der
Prophetentradition her, sondern auch als Ergebnis
jahrhundertelanger Überlegungen zur sachgemäßen Interpretation
des Begriffs. Da die heutige islamische Welt von westlichen
Vorstellungen mitgeprägt sei, liege die Vermutung nahe, dass in
der gegenwärtigen Verwirklichung des Dschihad westliche
Handlungsmuster ebenso wie islamische Denkformen zum Ausdruck
kommen. |
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Julius Wellhausen
Prolegomena zur Geschichte Israels
Verlag
Walter de Gruyter, 10. Auflage 2004, 400 Seiten
24,95 EUR
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Erst 16 Jahre nach dem
epochemachenden Band einer Geschichte Israels, 1878
erschienen (ab der zweiten Auflage 1883 unter dem Titel Prolegomena zur Geschichte Israels) publizierte
Julius
Wellhausen (1844-1918) im Jahre 1894 das ursprünglich
als zweiten Teil geplante, nun aber relativ
eigenständige Buch Israelische und jüdische Geschichte.
War der erste Teil, die spätere Prolegomena, eher der
Analyse, vornehmlich der Quellen- und Tendenzkritik,
gewidmet, sollte der geplante zweite Teil die Synthese,
die Darstellung der Geschichte, enthalten. Die
Israelitische und jüdische Geschichte zeichnet folglich
den Verlauf der Geschichte Israels im historischen
Zusammenhang nach, von den Anfängen unter Mose bis zum
zweiten jüdischen Aufstand unter Bar Kochba. Aufgrund
der weltgeschichtlichen Bedeutung des Judentums als
Grundlage des Christentums (Wellhausen) sind die
Proportionen der Darstellung von israelitischer und
jüdischer Geschichte zugunsten letzterer verschoben.
Zusammen mit den Prolegomena ermöglicht die
Israelitische und jüdische Geschichte die Gesamtschau
von Wellhausens Forschungsergebnissen, die
alttestamentliche Forschung des 20. Jahrhunderts
maßgeblich geprägt haben. Hier wird die 10. Auflage als
Nachdruck der letzten von Wellhausen selbst redigierten
7. Auflage von 1914 neu vorgelegt, erweitert um ein
Nachwort von Rudolf Smend und um ein ausführliches
Stellenregister. |
Julius Wellhausen
Israelitische und jüdische Geschichte
Mit einem Nachwort von Rudolf Smend
de Gruyter, 2004, 401 Seiten, Broschur, 3-11-017463-4
24,95 EUR
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