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Missbrauchskrise / Missbrauchsskandal

    siehe auch Römische Texte und Studien / Glaubenskongregation / Atheismus / Gesellschaft und Kirche - Wandel gestalten / Kirche im Aufbruch / Kirchenkritik / Katholizismus im Umbruch / Missbrauchskrise / Vulnerabilität - Verwundbarkeit  /  Zölibat
978-3-429-05468-7 Wunibald Müller
Verbrechen und kein Ende?

Echter Verlag, 2020, 150 Seiten, Broschur, 978-3-429-05468-7
12,90 EUR Warenkorb (Preisangabe vorläufig)
Notwendige Konsequenzen aus der Missbrauchskrise
Die Kirche ist nicht in der Lage gewesen, die Taten als das zu benennen, was sie waren: als Verbrechen (Robert Zollitsch, ehem. Vorsitzender der Dt. Bischofskonferenz).
Welche Konsequenzen sind daraus zu ziehen? Dieser Frage geht Wunibald Müller nach und stellt unmissverständlich klar: Die bisherigen Maßnahmen sind gut, aber bei weitem nicht ausreichend. Was ansteht, ist nicht weniger als eine radikale Umkehr, die darin besteht, dass das klerikale System zum Einsturz kommt, der Papst und die Bischöfe Macht abgeben und teilen und endlich Positionen aufgeben, die sexualisierte Gewalt begünstigen können: z.B. den Pflichtzölibat, die negative Einstellung zur Homosexualität, eine wirklichkeitsfremde Sexuallehre, die Weigerung, Frauen zu Priesterinnen zu weihen.
Und er schließt: Sind die Bischöfe nicht bereit oder auch nicht in der Lage dazu, müssen sie damit rechnen, dass man ihnen die Macht nimmt - der Menschen, der Kirche, Gottes wegen.
978-3-7917-3112-4 Matthias Remenyi
Nicht ausweichen
Theologie angesichts der Missbrauchskrise
Pustet Verlag, 2019, 180 Seiten, kartoniert,
978-3-7917-3112-4
19,95 EUR Warenkorb
Die MHG-Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch Kleriker erschüttert nicht nur durch die schiere Zahl der Taten, die sie offenlegt, sondern auch durch das System des Vertuschens und Verschweigens, das nun ans Licht kommt. Die universitäre katholische Theologie ist Teil dieser Kirche. Sie bleibt von dem Geflecht aus sexueller und geistlicher Gewalt, Machtmissbrauch und Klerikalismus nicht unberührt.
Was bedeuten die Ergebnisse der Forschungsstudie und die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen des Forschungskonsortiums für die katholische Theologie? Welche inhaltlichen, aber auch strukturellen Konsequenzen sind zu ziehen?
Mit Beiträgen von Godehard Brüntrup SJ, Sabine Demel, Harald Dreßing, Christiane Florin, Stephan Ernst, Mary Halley-Witte, Hildegund Keul, Kai Christian Moritz, Wunibald Müller, Klaus Pfeffer, Doris Reisinger, Hans-Joachim Salize, Hans Zollner.
Godehard Brüntrup
Unheilige Macht
Der Jesuitenorden und die Missbrauchskrise
Kohlhammer Verlag, 2. Auflage 2013, 204 Seiten, kartoniert

978-3-17-023289-1
22,90 EUR



(1. Auflage: 978-3-17-022503-9 )
Der Missbrauchsskandal im Jesuitenorden lässt sich nicht abarbeiten oder abschließen, schon gar nicht einseitig. Er hat allerdings einen internen Reflexionsprozess in Gang gesetzt, der in diesem Sammelband von Beteiligten und Beobachtern dokumentiert und auch weiter vorangetrieben wird: Welche Fakten hat die Aufklärung zu Tage gebracht? Welche Strukturen haben den Missbrauch, die Taubheit, das Vertuschen und das Schweigen begünstigt? Welche drängenden Fragen stellt der Skandal an den Orden, die Kirche und die Gesellschaft? In den Beiträgen kommen verschiedene Perspektiven zu Wort: Opfer und Betroffene, verantwortliche Führungskräfte, Praktiker und Fachleute aus Psychologie, Philosophie und Theologie. Die Ergebnisse dieser Analysen sind weit über den kirchlichen Bereich hinaus relevant für Menschen, die pädagogische Verantwortung tragen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Leseprobe
Nachtrag
Prof. Dr. Godehard Brüntrup ist Philosoph und Inhaber des Erich J. Lejeune Lehrstuhls an der Hochschule für Philosophie in München. Christian Herwartz ist Arbeiterpriester in Berlin-Kreuzberg. Hermann Kügler ist Pastoralpsychologe und Leiter der "Orientierung Leipzig".

"Der nun im Kohlhammer Verlag erscheinende Sammelband zeugt von einem mühsamen Reflexionsprozess. Dabei verfolgt er vor allem ein Ziel: Er will der Versuchung vorbeugen, das dunkle Kapitel für abgeschlossen zu erklären. Diese Versuchung sei groß, räumt Provinzial Stefan Kiechle in seinem Beitrag freimütig ein. ... Eine Stärke des Buches sind die unterschiedlichen Perspektiven und auch Genres der Kapitel, die zwischen Rechenschaftsbericht, (Selbst)-Anklage und Ursachenanalyse angesiedelt sind: Zu Wort kommen aktuelle und ehemalige Verantwortliche, einfache Mitbrüder, externe Fachleute, wenigstens ein Opfer. ... Von einer echten Versöhnung mit den Opfern sieht Brüntrup seinen Orden noch weit entfernt, wenn es denn überhaupt eine geben kann. Jedenfalls sei der Weg dorthin 'unendlich weit'. Sein Provinzial verweist darauf, dass diesen Schritt nur die Opfer selbst gehen könnten - 'aus freien Stücken'." (Christoph Renzikowski, kna)

"Die Herausgeber des Buchs sagen ja klar, dass es keine Bilanz sein soll, sondern nur eine Station. Ich finde alles gut, was die Diskussion in Gang hält. Damit eben nicht das passiert, was im Grunde gerade passiert: Der Runde Tisch hat seinen Bericht abgeliefert, jetzt kann man sich zurücklehnen. Dieses Buch könnte die Diskussion wieder anheizen - was sicherlich vielen nicht angenehm ist." (Christine Bergmann, ehem. Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, im WDR-Interview, 27.11.2012)

"Dieses Buch ist eine Qual. Es handelt vom 'Schwefelgeruch katholischen Missbrauchs', sagt Herausgeber Pater Godehard Brüntrup. Es heißt 'Unheilige Macht. Der Jesuitenorden und die Missbrauchskrise', und es ist ein wichtiges Buch: Zum ersten Mal seit Bekanntwerden des Skandals im Jahr 2010 betreibt der Orden eine öffentliche Aufarbeitung. ... Trotzdem bemerkenswert, zu welchen selbstkritischen Äußerungen die Jesuiten nun öffentlich bereit sind. " (Ebba Hagenberg-Miliu, General-Anzeiger Bonn, 22.11.2012)
Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 26.01.2020, DH