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Arbeiten zur Systematischen Theologie, Evangelische Verlagsanstalt
Mit den »Arbeiten zur Systematischen Theologie« (ASTh) wird das Theologieprogramm der Evangelischen Verlagsanstalt komplettiert. Zusammen mit den »Arbeiten zur Bibel und ihrer Geschichte«, den »Arbeiten zur Kirchen- und Theologiegeschichte« sowie den »Arbeiten zur praktischen Theologie« bilden sie einen wichtigen Schwerpunkt im Wissenschaftsdiskurs der theologischen Hauptfächer.
In »Arbeiten zur Systematischen Theologie« erscheinen Beiträge zu materialen Themen gegenwärtiger evangelischer Dogmatik, christlicher Ethik und ökumenischer Theologie. Dabei ist es selbstverständlich, dass diese Themen nur in lebendiger Auseinandersetzung mit der theologischen Reflexion der Vergangenheit und im klaren Bewusstsein der religionsphilosophischen und hermeneutischen Implikationen bearbeitet werden können.
Ziel ist das konstruktive theologische Gespräch sowohl nach innen als auch nach außen: nach innen, indem die Einheit der theologischen Disziplinen in den Blick genommen wird, nach außen, indem ihr Auftrag und ihre Anliegen im Horizont von Kirche und Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft klar kommuniziert werden.
Band 4: Wilhelm Gräb
Universität - Theologie - Kirche
Deutungsangebote zum Verhältnis von Kultur und Religion im Gespräch mit Schleiermacher
Evangelisches Verlagshaus, 2011, 256 Seiten, Hardcover, 15,5 x 23 cm
978-3-374-02891-7
48,00 EUR
Die paradigmatische Bedeutung, die der Humboldt­schen Universitätsreform bis heute zukommt, ist Grund genug, nach der historischen Bedeutung und der gegenwärtigen Orientierungskraft derjenigen Impulse zu fragen, durch die Schleiermacher die Berliner Neugründung vor 200 Jahren beeinflusst hat.
Dafür werden in diesem Band die Ideen und Initiativen, mit denen Schleiermacher sich in die Berliner Universitätsgründung einbrachte, in den weiteren Zusammenhang seiner Begründung des Wissenschaftscharakters von Theologie gestellt. Zentral ist dabei seine Verhältnisbestimmung von Religion und Christentum, Kirche und Kultur, mit der Schleiermacher ein modernetaugliches Theologie-, Christentums- und Kirchenverständnis zu begründen sucht.
  Band 3: Eva Harasta
Die Bewahrheitung der Kirche durch Jesus Christus
Eine christologische Ekklesiologie
Evangelisches Verlagshaus, 2011, 416 Seiten, Hardcover, 15,5 x 23 cm
978-3-374-02890-0
58,00 EUR
Ist es möglich, die »wahre Kirche« so auszulegen, dass sie eine Vielfalt konfessioneller Gestalten von Kirche einschließt? Diese Untersuchung geht davon aus, dass die Beziehung Jesu Christi zu seinen Gemeinschaften das wesentliche Merkmal der wahren Kirche ist.

Anhand christologischer Kriterien (Menschwerdung, Kreuz, Auferstehung und Erhöhung) und soteriologischer Kriterien (Glaube, Liebe, Hoffnung) lässt sich das Bewahrheitungshandeln Christi näher beschreiben. Während die Kriterien als solche grundlegend sind, wird ihr »Zusammenspiel« verschieden erlebt und gedacht. Dieser Ansatz wird auf der Grundlage von vier Positionen entwickelt:
Martin Luther, Augustinus, Dietrich Bonhoeffer und Paul Tillich. So wird eine profiliert evangelische Ekklesiologie entwickelt, der es ein Anliegen ist, auf die ökumenischen und interreligiösen Herausforderungen reagieren zu können.
  Band 2:
Kirsten Busch Nielsen
Die gebrochene Macht der Sünde
Der Beitrag Dietrich Bonhoeffers zur Hamartiologie
Evangelisches Verlagshaus, 2011, 416 Seiten, Hardcover, 15,5 x 23 cm
978-3-374-02795-8
68,00 EUR
Die Sünde, behauptet Dietrich Bonhoeffer, ist eine Macht, deren Macht gebrochen ist. Von dieser Mitte aus erläutert und diskutiert Kirsten Busch Nielsen Bonhoeffers Sündenverständnis. Sie tut das in drei Hauptkapiteln:
1) Peccatum »Was ist Sünde?«,
2) Peccator »Der sündige Mensch« und
3) Malum »Die Sünde, das Böse und Gott«.
Sehr deutlich zeigt das Buch die tragende Bedeutung dieses Sündenverständnisses für die Theologie Bonhoeffers und wirbt dafür, das Aktualitätspotential der Theologie Bonhoeffers gerade auch in der Sündenlehre zu finden. Von hier aus will die Autorin die moderne Hamartologie angehen.

Kirsten Busch Nielsen, Dr. theol., Jahrgang 1962, ist Professorin für Dogmatik an der Universität Kopenhagen. Ihre Forschungsinteressen betreffen die theologische Anthropologie, die Ekklesiologie, besonders das Thema Kirche und Gesellschaft, die Fundamentaltheologie und die Theologie Dietrich Bonhoeffers. Zu diesem Thema hat sie eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten publiziert. Mit diesem Buch hat Busch Nielsen 2008 den zweiten dänischen Doktortitel erlangt.
  Band 1: Rolf, Sibylle
Zum Herzen sprechen
Eine Studie zum imputativen Aspekt in Martin Luthers Rechtfertigungslehre und zu seinen Konsequenzen für die Predigt des Evangeliums
Evangelisches Verlagshaus, 2008, 432 Seiten, Hardcover,
978-3-374-02597-8
48,00 EUR
Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie Martin Luther den zentralen Aspekt der Zu- oder Anrechnung innerhalb seiner Rechtfertigungslehre versteht und wie er imputative Rechtfertigung predigt. Im Rückgriff auf zentrale Texte aus Luthers akademischem Wirken werden drei Aspekte der »imputatio« herausgearbeitet:
1. die Zurechnung des Glaubens, 2. die Zurechnung der Gerechtigkeit Christi und 3. die Nicht-Zurechnung der Sünde.
Den theoretischen Verständnishintergrund für die Analyse von Luthers Rechtfertigungspredigt bilden die Sprechakttheorie (J. Austin), die Semiotik (Charles S. Peirce) sowie die Rhetorik mit dem Rekurs auf die Affektenlehre. Dabei versucht die Studie, Luthers Verständnis von »impu tatio« in einem kommunikativen, relationalen und prozessualen Deutungsrahmen zu interpretieren und für gegenwärtiges Sprechen über Rechtfertigung fruchtbar zu machen.
Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 24.08.2011, DH