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| Kommentare zu Schriften
Luthers, Mohr Siebeck |
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Die Reihe >Kommentare zu
Schriften Luthers< hat sich zum Ziel gesetzt, in
lockerer zeitlicher Folge die wichtigsten Schriften
Luthers in einer dem aktuellen Forschungsstand
entsprechenden Kommentierung vorzulegen. Primäres
Anliegen der Kommentare ist es, den historischen und
theologischen Sachgehalt des kommentierten Textes im
Horizont seiner zeitgenössischen Situation zur Sprache
zu bringen. Die einzelnen Bände wollen auf ihre Weise
das Verständnis für einen Zugang zu Luther fördern,
der den unter Einschluß ihrer literarischen und
rhetorischen Besonderheiten analysierten Einzelschriften
einen spezifischen Vorrang einräumt und damit der
Situativität der Lutherschen Schriftstellerei Rechnung
trägt.
Der kommentierte Text selbst wird vollständig, in der
Regel nach der kritischen Version der Weimarer Ausgabe
und unter Angabe der entsprechende
Belegstellen, abgedruckt, wobei der Text Luthers
exegetisch fortlaufend kommentiert wird. Die Bände der
Reihe sollen dazu dienen, daß sich Leser selbst ein
genaues Urteil von dem historischen Sinn der Schriften
Luthers machen können, und wenden sich an alle, die sich
in Studium, Forschung und Lehre wie auch in der Kirche
mit Luthers Schriften beschäftigen.
Herausgeber der Reihe: Thomas Kaufmann |
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Band 1:
Rieger, Reinhold
Von der Freiheit eines Christenmenschen
De libertate christiana
Mohr Siebeck, 2007, 400 Seiten, Broschur,
978-3-16-149362-1
39,00 EUR
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Martin Luthers Freiheitstraktat
entwickelt systematisch die Grundsätze seiner Theologie.
Luther zeigt, ausgehend von zwei aus Paulus geschöpften
gegensätzlichen Thesen, die Wirkkraft des Glaubens, der
die geistliche Freiheit des Christen begründet und sein
Handeln in der Welt ermöglicht. Reinhold Rieger
vergleicht die lateinische mit der deutschen Fassung und
arbeitet die Struktur des Gedankengangs heraus. Er stellt
den Traktat in den Zusammenhang des Gesamtwerks Luthers
und widmet dessen Umgang mit biblischen Texten besondere
Aufmerksamkeit. Ein Ausblick auf die Aufnahme des
Traktats in der Reformationszeit beschließt den
Kommentar. Er enthält auch eine Übersetzung der
lateinischen Fassung, Literaturhinweise und Register.
A Treatise on Christian Liberty. De libertate christiana. |
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Band 2:
Werner Führer
Die Schmalkaldischen Artikel
Mohr Siebeck, 2009, 460 Seiten, Broschur,
978-3-16-149735-3
49,00 EUR  |
Geschrieben und diktiert im Dezember 1536 von
Martin Luther, wurden die Schmalkaldischen Artikel auf einer
Theologenkonferenz in Wittenberg zum Jahreswechsel 1536/37 beraten
und von den Teilnehmern unterzeichnet. Sie stellen ein Bekenntnis-
und Lehrdokument der Wittenberger Reformation während der Zeit des
Schmalkaldischen Bundes dar und wurden in der zweiten Hälfte des
Reformationsjahrhunderts unter dem Titel Schmalkaldische Artikel in
die Bekenntnisschriften der Lutherischen Kirche aufgenommen.
Luther hat die Grundpositionen des christlichen Glaubens auf der
Basis des >Hauptartikels< von Christus und der Rechtfertigung für
ein in Aussicht gestelltes Konzil dargelegt. In dem vorliegenden
Kommentar geht Werner Führer von Luthers Denkansatz aus und macht
die Bewegung seines theologischen Denkens durchsichtig. Dabei
bezieht er die Argumente, die der Reformator anführt, sowie die
Urteile, die er fällt, auf den >Hauptartikel< und erklärt die
Artikel vor dem geschichtlichen Hintergrund des Schmalkaldischen
Bundes.
Werner Führer:
Geboren 1949; Studium der Theologie und Philosophie in Berlin,
Bethel, Erlangen, Tübingen und Göttingen; 1982 Promotion;
Assistenzreferent im Kirchenamt der EKD in Hannover; Dozent an der
University of Natal in Pietermaritzburg, Südafrika; Kirchlicher
Dienst in der EV.-Luth. Landeskirche Schaumburg-Lippe; seit 1992
Theologischer Referent; seit 1996 als Oberkirchenrat; 1997-2008
Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland. |
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Außerhalb dieser Reihe ist erschienen: |
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Thomas Kaufmann
Luthers Judenschriften
Ein Beitrag zu ihrer historischen Kontextualisierung
Mohr Siebeck, 230 Seiten, Broschur,
978-3-16-150772-4
30,00 EUR  |
Thomas Kaufmann greift die
Frage nach den historischen Entstehungsbedingungen und
Abfassungsintentionen von Luthers sogenannten „Judenschriften“ - Daß
Jesus Christus ein geborener Jude sei (1523), Wider die Sabbather
(1538), Von den Juden und ihren Lügen, Vom Schem Hamphoras, Von den
letzten Worten Davids (alle 1543) - auf. Dabei zeigt sich, daß der
Reformator Anlässe und Situationen konstruierte, um sein zentrales
Anliegen zu propagieren: die christologischen Weissagungen des Alten
Testaments. Keine der Schriften war an jüdische Adressaten gerichtet;
sie dienten primär der Stabilisierung einer christlichen Gesellschaft.
In Bezug auf die Publizistik der 1520er Jahre, in denen zahlreiche
Schriften zur „Judenfrage“ veröffentlicht wurden, lässt sich ein breites
Echo der ersten „Judenschrift“ Luthers nachweisen. Im Kampf gegen die
Judenheit, mit der er nur wenige persönliche Erfahrungen gemacht hat,
war Luther seit den 1530er Jahren buchstäblich jedes Mittel recht. In
der Schrift von 1538 etwa konstruierte er die Gefahr jüdischer
„Proselytenmacherei“, um zu erreichen, daß die Juden aus
protestantischen Territorien ausgewiesen würden. Eine für Luther immer
wichtiger werdende, auch für die späten „Judenschriften“ entscheidende
Front bildete eine christliche Hebraistik, die seiner christologischen
Deutung alttestamentlicher dicta probantia nicht folgte.
Der Autor interpretiert Luthers Positionen unter ständigem Bezug auf die
Einstellungen seiner Zeitgenossen, geht der Wirkungsgeschichte von
Luthers „Judenschriften“ bis ins 20. Jahrhundert nach und skizziert ihre
Bedeutung für eine historisch differenzierte Perspektive auf die
Geschichte der Reformation. |
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