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Martin Bucers Deutsche Schriften / bei Subskription ca. 10 % Ermäßigung
  3-579-04893-7 Martin Bucer (1491-1551) - Bibliographie. Mit Unterstützung der Heidelberger Akademie der Wissenschaften herausgegeben von Gottfried Seebaß 168,00 2005
5   Straßburg und Münster im Kampf um den rechten Glauben 1532 -1534 128,-- 1978
6,1 3-579-04384-6 Wittenberger Konkordie (1536) Schriften zur Wittenberger Konkordie (1534-1537) 92,00 1988
6,2 3-579-04382-x Zum Ius Reformationis: Obrigkeitsschriften aus dem Jahr 1535. Dokumente zur 2. Strassburger Synode von 1539 56,00 1984
6,3 3-579-04385-4 Martin Bucers Katechismen aus den Jahren 1534, 1537, 1543 56,00 1987
8 3-579-04894-5 Abendmahlsschriften 1529 - 1541 128,00 2004
9,1 978-3-579-04386-9 Religionsgespräche (1539-1541) vergriffen 1995
9,2 978-3-579-04891-8 Religionsgespräche (1539-1542) / zur Beschreibung 128,00 2007
10 3-579-04895-3 Schriften zu Ehe und Erbrecht 146,00 2001
11,1 3-579-04387-0 Schriften zur Kölner Reformation 115,00 1999
11,2 3-579-04896-1 Schriften zur Kölner Reformation (1543-1544) 128,00 2003
11,3 3-579-04311-0 Schriften zur Kölner Reformation (1545) 198,00 2006
12 978-3-579-04892-5 Kirchengüter. Der Umgang der Evangelischen mit den Besitztümern der Kirche / zur Beschreibung 168,00 2007
13 978-3-579-04313-5 Weitere Unionsschriften 1542-1545. Bearbeitet von Thomas Wilhelmini 168,00 2010
14 978-3-579-04879-6 Schriften zu Täufertum und Spiritualismus 1531-1546. Bearbeitet von Stephen E. Buckwalter 128,00 2010
15 978-3-579-04880-2 Schriften zur Reichsreligionspolitik der Jahre 1545/1546. Bearbeitet von Albert de Lange und Susanne Haaf 168,00 2010
17   Die letzten Straßburger Jahre 1546 - 1549. Schriften zur Gemeindereformation und zum Augsburger Interium 128,-- 1981
Erg. 3-579-04312-9 Christliche und catholische Gegenberichtung. Reprint des 1544 in Köln erschienenen Drucks 68,00 2006
Martin Bucers Deutsche Schriften Einzelbeschreibung
Band 9,2:
Bucer, Martin
Religionsgespräche (1539-1542)

Gütersloher Verlagshaus, 2007, 480 Seiten, Leinen, 978-3-579-04891-8
128,00 EUR
Dieser Band führt ein in die letzte Phase der Religionsgespräche der Jahre 1539-1542. Am Beginn des Bandes sieht man, wie Bucer die richtige Art und Weise schildert, diese Gespräche zwischen Altgläubigen und Evangelischen zu organisieren und zu führen. Zwei Dokumente aus den folgenden Monaten erörtern eine Angelegenheit, die Bucer sehr am Herzen lag, die sog. »Reformation«, das heißt die Beseitigung von Missständen in der Kirche und die Rückkehr zur ersehnten reinen Kirche. Am Ende findet man zwei Publikationen, die Bucer sofort nach Ablauf des Regensburger Reichstages herausgab. Sie enthalten eine Auswahl aus den offiziellen Dokumenten des Reichstages mit sehr interessanten und ergiebigen Kommentaren aus seiner Feder, die seine Enttäuschung über das Misslingen der Verhandlungen zeigen.
Band 12:
Bucer, Martin
Kirchengüter

Gütersloher Verlagshaus, 2007, 480 Seiten, Leinen, 978-3-579-04892-5
168,00 EUR
Der Umgang der Evangelischen mit den Besitztümern der Kirche.
Ende der 1530er Jahre drohte ein Rechtsstreit zwischen Kaiser und Evangelischen über den Besitz von Kirchengütern zu einem regelrechten Krieg zu führen. Kein Reformator hat sich den Herausforderungen dieses politisch tief greifenden Konflikts so vorbehaltlos gestellt wie Bucer. Seine zahlreichen, von theologischer Originalität und Sensibilität gegenüber den Wahrheitsmomenten anderer Positionen geprägten Gutachten zur Kirchengüterfrage sind in diesem Band versammelt. Drei Schriften zum Basler Universitätsstreit von 1539, der die Spannung zwischen der seelsorgerlich-geistlichen Ausrichtung und dem wissenschaftlich-theologischen Anspruch des Pfarramtes zum Gegenstand hatte, schließen den Band ab.
Wolfgang Simon
Martin Bucer zwischen den Reichstagen von Augsburg (1530) und Regensburg (1532)

Mohr Siebeck, 2010, 280 Seiten, Leinen, 978-3-16-150599-7

80,00 EUR
Beiträge zu einer Geographie, Theologie und Prosopographie der Reformation
Der Straßburger Reformator Martin Bucer besaß als Religionspolitiker, Theologe und ökumenischer Vermittler für das Europa des 16. Jahrhunderts große Bedeutung. So kommen in Bucers Briefwechsel mit den Führungsgestalten seiner Zeit oft ungeschützt die Hintergründe zentraler Entwicklungen und Ereignisse zur Sprache. Leider war diese Korrespondenz aber - nicht zuletzt wegen Bucers kaum lesbarer Handschrift - bis zur Edition seines Briefwechsels in den letzten Jahren nicht zugänglich. Die interdisziplinär ausgerichteten und aufeinander abgestimmten Aufsätze dieses Bandes werten sie nun erstmals aus. Die Autoren konzentrieren sich dabei auf die reichspolitisch wichtigen Jahre 1530 - 1532 und erhellen Bucers Einfluss auf die Reformation in Süddeutschland und der Schweiz, seine Theologie (Schrift- und Abendmahlsverständnis, Wahrheits- und Toleranzkonzept) sowie seine Beziehungen zu den bedeutenden Persönlichkeiten der Zeit (u.a. Luther und Melanchthon). Mit Beiträgen von:Sabine Arend, Thomas A. Brady Jr., Stephen E. Buckwalter, Reinhold Friedrich, Berndt Hamm, Ian Hazlett, Milton Kooistra, Helmut Meyer, Christine Mundhenk, Wolfgang Schöllkopf, Wolfgang Simon, Christoph Strohm, Daniel Timmermann, Thomas Wilhelmi
aus der Reihe Spätmittelalter, Humanismus, Reformation
Biographie
Martin Bucer wurde 1491 im elsässischen Schlettstadt (heute: Sélestat) geboren. Als 15jähriger tritt er als Mönch dem Dominikanerorden bei und immatrikuliert sich 1517 an der Universität Heidelberg. Hier kommt es 1518 zu einer folgenreichen Begegnung mit Martin Luther. Er wendet sich der protestantischen Theologie zu und wird 1521 aus dem Dominikanerorden entlassen. 1522 heiratet er die ehemalige Nonne Elisabeth Silbereisen, mit der er dreizehn Kinder hatte, die jedoch alle im Kindesalter starben. 1523 wird er vom Papst gebannt und sucht erfolgreich als Vogelfreier Asyl in der toleranten Reichsstadt Straßburg. 1524 wird er hier zum Pfarrer ordiniert.

In den Folgejahren versucht er zwischen den verschiedenen protestantischen Parteien (Lutheraner, Calvinisten, Spiritualisten, Täufer) zu vermitteln. Sein besonderes Augenmerk gilt dem Abendmahlsstreit (siehe auch: Eucharistie). Bucer war einer der Verfasser der Confessio Tetrapolitana, in der vier oberdeutsche Reichsstädte ihr Glaubensverständnis für die Diskussionen auf dem Augsburger Reichstag von 1530 zusammengefasst haben. 1536 erzielt er nach zähem Ringen in diesem Streit einen Konsens mit Martin Luther, der in der "Wittenberger Konkordie" seinen Niederschlag gefunden hat.

1541 starb Elisabeth Silbereisen während einer Pestepidemie und 1542 heiratete Bucer auf Wunsch seiner ersten Frau in zweiter Ehe Wibrandis Rosenblatt, die dreizehn Jahre jüngere Witwe von Wolfgang Capito und Johannes Oekolampad. Die beiden führten eine harmonische Ehe, der zwei weitere Kinder entsprossen.

1542/1543 lebt Bucer ein Jahr lang in Bonn, um im Auftrag des Erzbischofs von Köln, Hermann V. von Wied, die Reformation des Erzbistums Köln vorzubereiten. In der Wasserburg zu Buschhoven wurden 1543 zwei Reformationsschriften (Einfaltigs Bedencken) durch Martin Bucer und Philipp Melanchthon für den Kölner Erzbischof Hermann V. von Wied verfasst.

Danach kehrte er nach Straßburg zurück.

1549 muss er die Stadt verlassen. Grund ist die von Karl V. angeordnete "katholisierende" Neuordnung des Kirchenwesens, das so genannte Interim. Bucer emigriert nach England und stirbt dort am 1. März 1551 in Cambridge.

Theologische Einordnung
Beeinflusst wurde Bucer von seinen Vorbildern Erasmus von Rotterdam, Martin Luther, Ulrich Zwingli, Philipp Melanchthon und Heinrich Bullinger. Den Unterschied zwischen Luther und Zwingli betrachtet Bucer als einen "Streit mehr in Worten als in der Sache". Von daher ist es verständlich, wenn sowohl Lutheraner als auch Reformierte und Anglikaner ihn in die Reihe ihrer Kirchenlehrer einordnen.

Bedeutung
Vor allem Bucers praktisch-theologische Schriften sind es, die die Kirchen der Reformation nachhaltig im Bereich Homiletik, Gemeindeaufbau und Seelsorge beeinflusst haben. Besonders zu erwähnen ist hier die Konfirmation, deren Entstehung auf Bucer zurück geht, jedoch erst im 18. Jahrhundert von den evangelischen Landeskirchen flächendeckend eingeführt worden ist.
Änderungen und Lieferbarkeit vorbehalten     Startseite       letzte Bearbeitung: 04.11.2011, DH