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Gender |
| Der Begriff Gender
bezeichnet das soziale oder psychologische Geschlecht einer Person
im Unterschied zu ihrem biologischen Geschlecht (engl. sex). Der
Begriff wurde aus dem Englischen übernommen, um auch im Deutschen
die Unterscheidung zwischen sozialem (gender) und biologischem (sex)
Geschlecht treffen zu können, da das deutsche Wort Geschlecht in
beiden Bedeutungen verwendet wird. Er dient vor allem als Terminus
technicus in den Sozial- und Geisteswissenschaften. |
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Ute Gause
Kirchengeschichte und Genderforschung
Uni - Taschenbücher (UTB), 2006, 320 Seiten,
Broschur,
978-3-8252-2806-4
8,90 EUR
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Eine Einführung in protestantische
Perspektive
Wie kann die Kategorie gender kirchengeschichtliches Forschen
bereichern und in eine Gesamtperspektive der
Kirchengeschichte
integriert werden? In dieser als Lehrbuch konzipierten Untersuchung
führt Ute Gause die Ansätze heutiger Kirchengeschichtsschreibung und
feministisch-theologischer historischer Forschung für eine
kirchenhistorische Genderforschung zusammen und zeigt mit Hilfe
kulturwissenschaftlicher Zugänge neue Methoden und Perspektiven
einer solchen Forschung auf.
Der Band bietet eine Einführung in das Verhältnis von
Kirchengeschichte, Frauen- und Genderforschung. Ziel dieses Buches
ist es, die Studierenden mit einem Überblick über das Thema vertraut
zu machen. Die Autorin stellt zunächst den Stand der Diskussion dar,
entwickelt dann anhand dreier exemplarischer Fragen einen eigenen
Zugang zum Thema und schließt mit einer Zusammenfassung sowie einem
Ausblick auf künftige Forschung. |
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Irmtraud Fischer
Geschlechterverhältnisse und Macht
Lebensformen in der Zeit des frühen Christentums
LIT Verlag, 2010, 312 Seiten, Broschur,
978-3-643-50218-6
29,90 EUR  |
Der vorliegende Band thematisiert Geschlechterverhältnisse im ersten
Jahrtausend. Die Autorinnen untersuchen vielfältige Aspekte des
Zusammenhangs von Macht und Geschlecht und bieten Einblicke in
soziale, rechtliche und vor allem theologische Aspekte weiblicher
Lebenszusammenhänge der Epoche. Die Beiträge zeigen auf, wie
unterschiedlich Genderfragen diskutiert wurden, wie sich vielfältige
Traditionen etablierten und wie wenige davon bis heute in den
Argumentationsschatz der TheologInnen - und noch weniger in den der
Kirchen - Eingang gefunden haben.
Mit Beiträgen von Kari Elisabeth Børressen, Elisa Estévez López,
Anneliese Felber, Eveline Höbenreich, Angelika Magnes, Livia
Neureiter, Silke Petersen, Eva M. Synek, Andrea Taschl-Erber, Sabine
Tausend und Ines Weber.
Band 21 in der Reihe
Exegese in unserer Zeit |
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Matthias Morgenstern /
Christiane Tietz
männlich und weiblich schuf Er sie
Studien zur Genderkonstruktion und zum Eherecht in den
Mittelmeerreligionen
Vandenhoeck & Ruprecht, 2010, 460 Seiten, Gebunden,
978-3-525-54009-1
69,00 EUR  |
Gott schuf den Menschen »männlich
und weiblich«. Religionswissenschaftler und Theologen aus acht
Ländern der Europäischen Union gehen in diesem Band der
Wirkungsgeschichte dieser dem Judentum, Christentum und Islam
gemeinsamen Vorstellung nach. Die Aufsätze behandeln die Auslegung
dieser Vorstellung in den heiligen Schriften der drei Religionen,
von der Hebräischen Bibel über das Neue Testament, den Talmud und
Koran bis zum kabbalistischen Schrifttum. Thematisiert werden die
rechtlichen und sozialen Kontexte dieser Auslegung sowie die
Transformationen, die die Genderkonstruktion und das religiöse
Eherecht durchlebt haben. |
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Mualla Ina Selcuk / InaWunn
Islam, Frauen und Europa
Islamischer Feminismus und Gender Jihad - neue Wege für Musliminnen
in Europa
Kohlhammer Verlag, 2010, 260 Seiten, kartoniert, 978-3-17-021152-0
24,00 EUR
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Die Debatte über "islamischen
Feminismus" und "Gender Jihad" gewinnt im europäischen, in den
letzten Jahren besonders auch im deutschsprachigen Raum an
Intensität und handlungsbezogener Relevanz. Im Kontext des
westlichen Feminismus und westlicher feministischer Theologie wird
der interkulturelle bzw. interreligiäse Dialog, vor allem auch im
Prozess politischer Entscheidungsfindungen, immer wichtiger. Die
Beiträge dieses Bandes geben einen umfassenden Einblickin diesen
Diskurs mit folgenden thematischen Schwerpunkten:
Weibliche Koranexegese und Texthermeneutik - Islamischer Feminismus
und die Diskussion über soziale und politische Handlungsstrategien -
Frauenrechte als Menschenrechte und die Situation der Musliminnen
mit und ohne Migrationshintergrund - Formen, Aufgaben und Problem-/
Konfliktzonen des interkulturellen bzw. interreligiösen Dialogs.
Prof. Dr. Mualla Selcuk, UniversitätAnkara. Prof. Dr. Dr. Ina Wunn,
Universität Hannover.
Literatur zum Islam |
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Fischer,
Irmtraud
Gotteskünderinnen
Zu einer geschlechterfairen Deutung der Prophetie in der
Hebräischen Bibel
Kohlhammer Verlag, 2002, 310 Seiten, Fester Einband,
Fadenheftung,
3-17-017457-6
978-3-17-017457-3
20,00 EUR
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In diesem Band werden sämtliche
alttestamentlichen Texte, die Frauen als Subjekte der Prophetie
vorstellen, ausführlich besprochen. Die Sichtweise der Prophetie in der
Tora und im sog. deuteronomistischen Geschichtswerk wird vorgestellt. So
treten die Erzählungen von Mirjam, Hulda,
Debora und die Frau von En Dor
vor dem Hintergrund des Prophetiegesetztes des Buches Deuteronomium mit
überraschenden Perspektiven hervor. Die bisher wenig beachteten Notizen
über Prophetinnen wie Noadja, die Frau, zu der Jesaja geht, die
prophetisch redenden Töchter im Ezechielbuch oder die am Eingang des
Offenbarungszeltes Dienst tuenden Frauen werden durch den
genderfairen Forschungsansatz neu ausgeleuchtet. |
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Renate Jost
Gender, Sexualität und Macht in der Anthropologie des
Richterbuches
Kohlhammer Verlag, 2004, 320 Seiten, kartoniert,
3-17-018556-x
978-3-17-018556-2
40,00 EUR
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Renate Jost verbindet in diesem Buch zwei
Fragestellungen miteinander, die in der bisherigen Forschung
weitgehend nebeneinander verliefen. Zum einen den Diskurs über
Macht. Er wird in der Frage nach der JHWH-gemäßen Herrschaft
diskutiert. Die zweite Fragestellung beschäftigt sich mit dem
Verhältnis von Gender und Sexualität. Dies zu untersuchen legt
sich schon deshalb nahe, weil im
Richterbuch Frauen eine so
auffallende Rolle spielen. Die Autorin arbeitet heraus, dass dem
Bild einer Gesellschaft ohne Staat mit Geschlechtersymmetrie
bzw. -asymmetrie zugunsten von Frauen ein Plädoyer für das
Königtum gegenübersteht, das extrem geschlechtsasymmetrisch
gezeichnet wird. Die Mehrheit der bearbeiteten Texte stellt die
staatenlose Richterzeit so dar, dass sie als egalitäre,
geschlechtssymmetrische Gesellschaft verstanden werden kann.
Dr. Renate Jost ist Professorin für Theologische
Frauenforschung und Feministische Theologie an der
Augustana-Hochschule Neuendettelsau.
Beiträge zur Wissenschaft vom Alten und
Neuen Testament Band 164 |
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Höpflinger, Anna-Katharina Handbuch Gender und Religion
Uni - Taschenbücher
(UTB), 2008, 342 Seiten, 38 Abb., kartoniert 978-3-8252-3062-3
12,99 EUR  |
Das Handbuch fokussiert die Schnittstelle zwischen Gender und Religion aus einer religionswissenschaftlichen Perspektive aufgrund hermeneutischer, fachgeschichtlicher, historischer, gegenwartsbezogener und sozialwissenschaftlich ausgerichteter Beiträge. Damit wird aufgezeigt, welche Bedeutung die Konstruktion des Geschlechts sowohl im Verständnis der Disziplin als auch innerhalb religiöser Traditionen übernimmt. Anschaulich für Studierende aufbereitet und klar strukturiert, erlaubt dieses Handbuch einen einführenden Einblick in Fragen rund um Gender, die religiösen Symbolsysteme und die wechselseitigen Beziehungen zwischen diesen Größen. |
Renate Jost / Klaus Raschzok
Gender - Religion - Kultur
Kohlhammer Verlag, 2010, 260 Seiten, 10 Abbildungen, kartoniert,
978-3-17-020716-5
25,00 EUR
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Biblische, interreligiöse und ethische
Aspekte.
Bis heute treffen die Erkenntnisse feministischer Forschung, die vor 40
Jahren zu einer weltweiten Frauenbewegung geführt haben,
bedauerlicherweise zu: Das Verhältnis der Geschlechter ist nach wie vor
asymmetrisch zuungunsten der Frauen. Welche Auswirkungen dies auf die
Religionen hat, variiert allerdings innerhalb der Gesellschaften und
Kulturen und hängt darüber hinaus auch von Faktoren wie Ethnie oder
Klasse ab. In diesem Band wird der Frage nachgegangen, welche
Auswirkungen dies auf biblische, philosophische, interreligiöse und
ethische Fragestellungen hat. Der Kontext der AutorInnen, der auf
unterschiedliche Weise mit den Arbeitsfeldern von Forschung und Lehre
der Augustana-Hochschule verbunden ist, bestimmt auch ihre Perspektive:
Japan, Indonesien, Südafrika, Lateinamerika, Deutschland, USA,
christliche und jüdische Religion. Für den deutschen Kontext ist vor
allem die Aufarbeitung der (Religions-)Geschichte bedeutsam. Es wird
insbesondere deutlich, dass die unterschiedliche Wahrnehmung der
Geschlechter immer auch ethisch-praktische Konsequenzen hat.
Band 6 in der Reihe Theologische
Akzente
Dr. Renate Jost ist Professorin für Theologische Frauenforschung und
Feministische Theologie, Dr. Klaus Raschzok ist Professor für Praktische
Theologie an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau. |
Dominik Klenk
Gender Mainstreaming: Das Ende von Mann und Frau?
Brunnen Verlag, 2009, 175 Seiten, 978-3-7655-1441-8
9,95 EUR  |
Wie groß ist der "kleine Unterschied"
wirklich? Sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen natürlich
gegeben oder kulturell erworben? Und zieht Ungleichheit unweigerlich
Ungerechtigkeit nach sich? Aus der "Gender-Perspektive" betrachtet, ist
alles eine Frage der Konstruktion. Durch "Gender-Maintreaming" soll der
Misstand im Verhältnis der Geschlechter überwunden werden. "Gender
Mainstreaming" das ist seit dem Amsterdamer Vertrag von 1997/1999 das
offizielle Konzept und Ziel der Gleichstellungspolitik der Europäischen
Union. Erklärte Maxime ist die Auflösung der Zwei-Geschlechter-Ordnung
und die "Vervielfältigung der Geschlechter". Eine lautlose Revolution
stellt die Grundlagen unserer Kultur auf den Kopf. Müssen Christen ihr
Bild von Mann und Frau und ihre traditionellen Ehevorstellungen über
Bord werfen, wenn sie politisch korrekt bleiben wollen? Welche
konstruktiven Alternativen gibt es, die Gerechtigkeit und
Chancengleichheit fördern? Was befähigt Frauen und Männer zu einem
versöhnten und schöpferischen Miteinander? Mit Beiträgen von Dr. Dominik
Klenk, Markus Hoffmann, Konstantin Mascher, Dr. Christl Vonholdt u.a.
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Die Bibel und die Frauen
Eine exegtisch-kulturgeschichtliche Enzyklopädie,
bei
Subskription der Reihe ca 20 % unter Einzelpreis, 22
Bände,
Kohlhammer Verlag, zur Reihen-Übersicht
und den lieferbaren Bänden
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Herausgegeben von Irmtraud Fischer,
Mercedes Navarro Puerto, Jorunn Okland, Adriana Valerio
Die Bibelwissenschaft hat sich in den letzten Jahrhunderten vor
allem mit der Entstehungsgeschichte von Texten beschäftigt. In der
Forschungslandschaft waren Werke, die sich mit der
Auslegungsgeschichte befassen, eher eine Seltenheit.
Das auf 22 Bände angelegte internationale Kooperationsprojekt "Die
Bibel und die Frauen" will diese Forschungslücke füllen.
Es erscheint gleichzeitig in den vier Sprachen Deutsch, Englisch,
Italienisch, Spanisch und setzt sich zum Ziel, eine
Rezeptionsgeschichte der Bibel, konzentriert auf
gender-relevante
biblische Themen, auf biblische Frauenfiguren und auf Frauen, die
durch die Geschichte hindurch bis auf den heutigen Tag die Bibel
auslegten, zu präsentieren. |
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siehe auch: Historisch-theologische
Genderforschung, Evangelische Verlagsanstalt |
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